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Unzertrennlich: NLP und Coaching

 

4 Jahre Integration von Coaching in unsere NLP-Ausbildungen

von Nandana und Karl Nielsen

NLP-Ausbildungen dienen nach unserer Auffassung der fachlichen Qualifizierung im Bereich kommunikativer Kompetenz und gleichzeitig der persönlichen Veränderung und Weiterentwicklung im Rahmen erfolgreichen klientenzentrierten Coachings. Wir integrieren inzwischen Coaching schon am ersten Tag unserer Ausbildung zum NLP-Practitioner. Dabei erklären wir unseren Teilnehmern, wie die NLP-Methoden, die wir in unserer Ausbildung vermitteln, einmalig effektiv und effizient im Coaching und Selbstcoaching einsetzbar sind. Das zeigen und üben wir im Training, und dazu ermutigen wir unsere Teilnehmerinnen in den Übungsgruppen zwischen unseren Trainingswochenenden. Damit umgehen wir auch die Gefahr, dass Kursteilnehmer sich ohne staatliche Heilerlaubnis gegenseitig therapieren. Wir zeigen zwar auch, wie NLP-Methoden als therapeutische Verfahren anwendbar sind, doch gleichzeitig erklären wir den Teilnehmern den für Nichttherapeuten legalen Coachingrahmen und bestehen darauf, dass unsere Teilnehmer diesen Rahmen einhalten. Dazu gehört auch die von uns weiterentwickelte Feedbackmethode durch die Integration eines „Emotionguards“.

 

Die Qualifizierung im kommunikativen Verhalten entwickelt sich als psychosoziale Kompetenz durch die Erhöhung der eigenen Flexibilität und Wahlfreiheit im Umgang mit sich selbst und anderen. Dabei geht es auch darum, die eigenen gewohnten, behindernden Überzeugungen und Verhaltensweisen zu erkennen und zu überwinden und neue, Erfolg versprechende Verhaltensweisen auszuprobieren und mental und praktisch einzuüben. Gerade die NLP-Techniken sind dafür hervorragend geeignet. Besteht doch das Grundprinzip der Entwicklung von NLP darin, alles, was in der Kommunikation mit sich selbst und anderen ethisch sinnvoll und wirkungsvoll einsetzbar ist, zu modellieren, beständig weiterzuentwickeln und ins NLP zu integrieren. Deshalb sagen wir ja auch zu Recht: „Wenn's wirkt, war's NLP.“ Und deshalb bleibt NLP immer ein Entwicklungsprojekt, weil immer wieder neue wundervolle, kommunikative Techniken dazu kommen und auch altes „bewährtes NLP-Wissen“ immer wieder auf dem Prüfstand der Wirksamkeit steht.

Langzeiterfahrungen

Besondere Anforderungen stellt die inzwischen 4. Generation des NLP an die permanente Überprüfung der Folgen (Ökologiecheck) und die Beachtung des tieferen, einzigartigen Wesens eines Menschen. Es geht halt gerade nicht darum, wie frühere „NLP-Gurus“ verkündet haben, dass jeder ein Schwarzenegger oder Präsident von Amerika werden kann, sondern vielmehr darum, den einzigartigen Sinn des eigenen Seins zu erforschen und auf dieser Grundlage das zu entwickeln und ins Leben zu bringen, was in der Tiefe der Seele eines Menschen angelegt ist. Ethisches Coaching der 4. NLP-Generation, die wir in unserem neuen Lehrbuch für NLP „NLP mit Weisheit“1 beschrieben haben und deren Grundhaltung aus dem Ethikcodex der International Association of NLP-Institutes2 ersichtlich ist, hat sich dabei ausgezeichnet bewährt

 

Angefangen mit der Integration von Coaching in unsere NLP-Ausbildung haben wir im Mai 2000 durch unsere kombinierte Ausbildung, die gleichzeitig zum NLP-Trainer und zum Coach qualifizierte. Wir gingen davon aus, dass ein NLP-Trainer coachen können sollte und dass eine Ausbildung zum NLP-Trainer auch für Führungskräfte sinnvoll ist, die ihre Mitarbeiter durch Coachingprozesse im Sinne von „Management by Coaching“ unterstützen möchten. In MultiMind haben wir damals im November 2000 dazu den Artikel „Ein NLP-Trainer sollte coachen können“ veröffentlicht und über unser Projekt ausführlich berichtet. 11 NLP-Lehrtrainer und ein Coach haben damals an 12 Ausbildungswochenenden über ein Jahr hinweg im Rahmen dieser kombinierten Ausbildung an jedem Wochenende sowohl Trainerwissen als auch Coachingkompetenz vermittelt. Im zweiten Durchgang haben wir dieses Experiment erfolgreich wiederholt. Aufgrund der sich entwickelnden Standards, die mindestens 12 Tage Coachausbildung neben den 20 Tagen Trainerausbildung (2 Tage für 15 Stunden Supervision eingerechnet) erforderlich machten, haben wir im dritten Durchgang im Jahre 2003 unsere Coachausbildung eigenständig angeboten und nur fachlich die Inhalte des bisherigen Coaching-Schwerpunktes in unserer Ausbildung zum NLP-Trainer beibehalten. Unsere Befragung ehemaliger und potentieller Kunden ergab, dass eine Verlängerung unserer Ausbildung auf 32 Tage über 1 1/2 Jahre hinweg für die Interessenten einer NLP-Trainerausbildung nicht als attraktiv angesehen wurde und angesichts der Marktlage von uns nicht erfolgversprechend angeboten werden konnte. In einer Situation, in der „accelerated Trainings“ zur NLP-Ausbildung im englischsprachigen Raum im Vormarsch sind und selbst der größte internationale NLP-Trainerverband (INLPTA) nur 14 Tage Ausbildung für NLP-Trainer in seinen Standards fordert (für NLP-Practitioner und NLP-Master übrigens jeweils nur 15 Tage), sind 32 Tage über 1 1/2 Jahre aus der Sicht von Angebot und Nachfrage nicht gerade der große Hit.

Und immer wieder: Coaching

Die Idee der Integration von Coaching in unsere NLP-Ausbildung hatte sich bewährt, und wir haben deshalb ab Januar 2003 auch in unseren Ausbildungen zum NLP-Master Coaching als Schwerpunkt mit aufgenommen. Nebenbei experimentierten wir auch damit, Coaching immer mehr in unseren NLP-Ausbildungen zum Practitioner zu thematisieren. Und ab Januar 2004 haben wir jetzt ganz offiziell Coaching in alle unsere NLP-Ausbildungen integriert. 

 

Die Teilnehmer genießen das und geben uns gute Rückmeldungen dazu. Wenn wir im Practitioner NLP-Techniken wie z.B.: „SCORE“, „Kreis der persönlichen Exzellenz“, „War das die Absicht deiner Kommunikation?“, „1.2.3. Position“, „Backtrack mit Verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte“, „SMART sp“3 oder andere NLP-Techniken vermitteln, dann gehen wir immer auch darauf ein, wie diese Techniken im Coaching angewendet werden können. Wir gehen davon aus, dass unsere Teilnehmer sich selbst und andere mit den NLP-Techniken coachen. Für Fragen zum Thema haben wir zu Beginn eines Ausbildungswochenendes immer einen speziellen Rahmen und unterstützen das auch durch e-Mails mit Fragen und Antworten an alle Teilnehmer.

 

Als spezielle Form des Coachings im Rahmen der NLP-Ausbildungen gehört es bei uns dazu, dass jeder Teilnehmer einen anderen Teilnehmer einmal in der Woche maximal 20 Minuten coacht. Davon sind 15 Minuten reserviert für Coaching in Form von Ziele nachfragen, Meilensteine klären, auf Ökologie achten, eventuelle Einwände als wichtige Hinweise reframen, Backtrack mit Verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte statt Meinungsäußerung, sinnesspezifisches Feedback geben, SCORE zur Erfassung der Landkarte und bei Bedarf natürlich auch alle Formen des „Conversational NLP“. Ein Beispiel für Conversational NLP ist, wenn der Coach, nachdem er die erste Position des Coachee zu einem Konflikt mit jemand anderem gehört hat, sanft nachfragt, was er denn meint, wie das der andere sieht und wie der andere wohl ihn sehen und erleben könnte. Und dann nach einiger Zeit wiederum nachfragt, was den beiden wohl entgeht, wenn sie so miteinander umgehen. Dann hat der Coach ganz nebenbei in der Konversation die NLP-Technik „1.2.3. Position“ angewendet. Das geht natürlich genau so mit „SCORE“, den „Logischen Ebenen“ ohne Bodenanker, mit „Change History“ ohne Inneres Kind, mit „War das die Absicht deiner Kommunikation?“ oder anderen hervorragenden NLP-Techniken. Dazu ist es sehr hilfreich, wenn man die tiefere Weisheit der jeweiligen Technik verstanden hat, damit man sie flexibel, elegant und fast unbemerkt im Gespräch wie selbstverständlich anwenden kann. In unseren NLP-Ausbildungen arbeiten wir darauf hin, und für die ersten zwei NLP-Wochenenden haben wir 26 solcher Basis-NLP-Techniken in unserem Lehrbuch ausführlich dargestellt.

 

Die letzten 5 der 20 Minuten sind dafür reserviert, nachzufragen, was der Coachee sich bis zum nächsten Coaching vornimmt, und was genau er beim nächsten Mal auf jeden Fall gefragt werden möchte. Das schreibt sich der Coach dann auf – und fragt nach einer Woche danach.

Nicht Alternative, sondern integraler Bestandteil

Diese wöchentlichen Coachings sind sehr anregend und unterstützen die Teilnehmer dabei, ihre Ziele zu verwirklichen. Gleichzeitig trainiert der Coach professionelle kommunikative Kompetenz. Außerdem verstärken sie strukturiertes, erfolgsorientiertes Arbeiten in Arbeitsgruppen. Sowohl in den Übungsgruppen innerhalb unserer NLP-Ausbildungsseminare als auch bei den selbstorganisierten Übungsseminaren zwischen den NLP-Trainings haben wir als zusätzliches Korrektiv zu den traditionellen ABC-Positionen den „Emotionguard“ E eingeführt. Dabei wählt sich A seinen B, der ihn durch die Übung führt, und seinen E, der sich während der Übung intensiv in ihn einfühlt und gegebenenfalls auch interveniert, wenn er den Eindruck hat, dass B durch seine vielleicht auch unbewusste Art der Führung zu direktiv ist oder anderweitigen negativen Einfluss auf A ausübt. So wie ein Bodyguard den Körper seines Auftraggebers schützt, ist die Aufgabe des Emotionguards der Schutz der Gefühle seines Auftraggebers. Dazu muss er sich sehr intensiv in A hineinversetzen und miterleben, was in A vorgeht – bei gleichzeitiger Reflektion darüber, wie dies in Zusammenhang mit den Worten und nonverbalen Verhaltensweisen von B steht. Auch das verstärkt die Entwicklung professioneller Coachingkompetenz.

 

Schon in unserer Ausbildung zum NLP-Practitioner lernen unsere Teilnehmer mehr als 50 NLP-Techniken, die sie als Methodenkompetenz in ihren eigenen Coachings einsetzen können. Für eine professionelle Coachingkompetenz bieten wir nach der Ausbildung zum NLP-Practitioner eine Qualifizierung zum Coach an mit Themen wie Feldkompetenz, Inhalte von klinischer und Sozialpsychologie, Prozessorientierung, systemische Theorien, Schutzrituale für den Coach, Marktanalyse, Coachkonzeption, Selbstdarstellung, Supervision usw.4

 

Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass Coaching als integraler Bestandteil einer NLP-Ausbildung sinnvoll ist und die Verwirklichung von Zielen im Rahmen einer NLP-Ausbildung effektiv unterstützen kann. Eine Coachausbildung gehört nach unserer Erfahrung deshalb auch nicht ans Ende einer Masterausbildung und schon gar nicht als Alternative zu einer Trainerausbildung (DVNLP-Konzept), sondern eher an den Anschluss einer Practitioner-Ausbildung. Auf der Grundlage des Erfahrungsschatzes erfolgreicher NLP-Institute weltweit – von Berlin über Rio bis nach Hongkong – vertreten wir in der International Association of NLP-Institutes5 diese Haltung und haben sie auch als Standard in unsere Ausbildungsrichtlinien zum Coach aufgenommen6. Für uns stellt Coaching keine Alternative zu einer Ausbildung zum NLP-Trainer dar. Wir denken vielmehr, dass ein NLP-Trainer coachen können sollte und denken deshalb eher darüber nach, eine Coachausbildung als zusätzliche Einstiegsvoraussetzung zu einer Qualifikation zum NLP-Tariner in unsere Curricula aufzunehmen.

Anmerkungen:

1 siehe: www.nlp-nielsen.de/Lehrbuch_NLP_1.htm

2 www.nlp-institutes.net/Ethics_d.htm

3 für sp im Sinne von Systemökologie und professionelle Aktivierung siehe unsere ausführliche Beschreibung über mehrere Seiten unter www.nlp-nielsen.de/ziele.htm

4 mehr dazu siehe unter: www.nlp-nielsen.de/coachingausbildungen.htm

5 www.NLP-Institutes.net

6 http://www.coaching-institutes.net/coachcurriculum_d.htm


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