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Modellieren

Eisstern

 

Modellieren um sich selbst besser kennen zu lernen

Modellieren ist das beste und wundervollste, um sich selbst und seine herausragendsten Momente besser kennen zu lernen oder um neue Verhaltensweisen auf tieferen Ebenen zu trainieren. Ein direkter Weg zum wirklichen Zentrum des eigenen Seins. Eine Möglichkeit, zu sich zu finden und voller Glücksgefühle in außergewöhnlicher Tiefe im Flow des Lebens begeistert zu baden.

 

Modellieren ist der Ausgangspunkt des NLP

Modellieren ist der Ausgangspunkt und das Zentrum von NLP. Damit hat NLP angefangen und durch Modellieren von herausragenden Verhaltensweisen entwickelt sich NLP beständig weiter. Richard Bandler und John Grinder haben am Anfang die damals außergewöhnlichen Fähigkeiten von Fritz Perls, Virginia Satir und Milton Erickson modelliert. Daraus ist NLP entstanden. Die ganzen vielen wundervollen NLP-Techniken wurden und werden durch Modellieren herausgefunden.

NLP hat von Anfang an die Arbeitshypothese, dass die außergewöhnlichen Ergebnisse von herausragenden Menschen keine Wunder sind. Deshalb gaben sie den ersten NLP-Büchern auch die Titel: „Die Struktur der Magie I und II“ (1975 und 1976). Damit meinten sie, dass das, was wie Magie aussieht, im Prinzip eine erlernbare Struktur hat. Diese Struktur lässt sich herausfinden durch Verhaltensbeobachtung (nonverbale Hinweise: Augenbewegungen, VAK-Wortwahl, Mimik/Gesten) und durch Befragung: (Was machst du dann und danach und dann ...?). Hilfreich sind dabei die Informationsgewinnung auf allen Logischen Ebenen und allen 3 Positionen. Ganz speziell sind auch unterstützende Werte, Beliefs, Meta-Programme, Innere Bilder, Submodalitäten, Anker und Reframes sehr hilfreich. Auch grundlegende NLP-Basisfähigkeiten wie Rapport herstellen und aufrechterhalten, Meta-Modell-Verletzungen erkennen und ggf. hinterfragen, sowie die Als-Ob-Technik, werden beim Herausarbeiten von mentalen Strategien (Modellieren) benötigt.

 

Die NLP-Practitionerausbildung enthält die Werkzeuge zum Modellieren

Die in einer NLP-Practitionerausbildung trainierten Fähigkeiten sind hervorragend dafür geeignet, Exzellenz bei sich selbst und anderen kompetent professionell zu modellieren. Die NLP-Philosophie bestand von Anfang an darin, den Seminarteilnehmern nicht nur Fische zu geben, sondern sie gleich angeln zu lehren. Deshalb lernen schon NLP-Practitioner im Laufe ihrer Ausbildung die grundlegende Methode des Modelling, mit der NLP entwickelt wurde und sich permanent weiterentwickelt.

Wenn du also im NLP das Wichtigste aus der Entstehung und Weiterentwicklung anwenden möchtest, dann beschäftige dich mit Modellieren. Dabei lassen sich die eigenen besten Lebenssituationen mit außergewöhnlicher Kompetenz, Freiheit und Flow genauso modellieren, wie positive Projektionen auf andere Menschen, sowie andere Menschen selbst.

    

Verbreitete Irrtümer über Modellieren

Manche Menschen befürchten, Modellieren würde sie von sich selbst entfremden. Sie wollen niemanden nachmachen. Sie möchten gerne sie selbst sein. Diese Einstellung beruht auf einigen verbreiteten Missverständnissen. Viele Menschen verwechseln sich selbst mit ihren Gewohnheiten. In Wirklichkeit ist das Festhalten an Gewohnheiten die Entfremdung. Das einzig Konstante im Leben ist die Veränderung. Menschsein bedeutet immer wieder Erhöhung von Flexibilität und Wahlfreiheit. Menschsein ist ein Prozess, kein Endergebnis; der Weg, nicht das Ziel. Für kreative Menschen und freie Kinder ist es ganz natürlich und selbstverständlich mit unterschiedlichen Verhaltensweisen und Überzeugungen flexibel lustvoll zu spielen. Jeder Mensch ist so vielfältig mit unendlichem Potential und zahllosen Möglichkeiten. Identität ist nicht die Kombination von bestimmten angewöhnten starren Verhaltensmustern, obwohl sie sehr oft damit verwechselt wird, sondern eher der Bereich eines Menschen, der mit der Erhöhung von Flexibilität und Wahlfreiheit umgeht. Identität liegt im NLP jenseits von Verhalten, Fähigkeiten, Werten und Überzeugungen. Identität ist eher die Instanz, die Veränderung und Flexibilität ermöglicht. Durch das kreative Experimentieren mit dem eigenen Potential besteht die Möglichkeit, sich selbst und seine Talente besser kennen zu lernen. Deshalb ist Modellieren ein Prozess, der Menschen hilft, ihrem eigentlichen Wesen, und damit sich selbst, näher zu kommen. Modellieren ist eine Chance der Selbstverwirklichung und der Realisierung des in einem steckenden wundervollen Potentials.

Modellieren ist ein sehr natürlicher Prozess, den Kinder in ihrer Sozialisation auf vielfältige Weise nutzen. Indem sie andere nachmachen, fühlen sie sich in deren Fähigkeiten ein und erwerben soziale Kompetenzen.

 

Chunking, SMART, SCORE

Ein Modell von etwas ist immer eine Abstraktion, die sich auf die grundlegend wesentlichen Dinge konzentriert. Eine Landkarte ist ein Modell des Gebietes. Je nachdem was man damit anfangen will, braucht man einen anderen Maßstab (Chunkgröße) und andere Schwerpunkte. Wenn es fürs Bergsteigen ist, dann sind Höhenangaben hilfreich. Wenn man als Gärtner jeden einzelnen Baum eines bestimmten Gebietes sehen will, dann muss die Landkarte wieder anders aussehen. So ist das auch mit dem Modellieren. Zuerst braucht man ein SMARTes Ziel, bevor man entscheiden kann, worauf man beim Modellieren besonders achten möchte. Und ein Ziel braucht immer einen SCORE-Rahmen, damit man weiß, wo man steht, woher man kommt, was man schon hat und was man noch braucht und welche eventuell einschränkenden Folgen bestimmte Veränderungen mit sich bringen könnten. Außerdem hilft Chunking bei der Bestimmung der Feinheit der Suchbewegungen. Dabei ist SMART so etwas wie ein Kompass, SCORE so etwas wie die Bestimmung des Punktes wo man sich befindet und Chunking wäre die Landkarte in einem angemessenen Maßstab. Nur wenn man weiß, wo genau man ist (SCORE), und wo man hin will (SMART) kann man erfolgreich eine Landkarte nutzen (Chunking).

 

Modellieren als Schritt für Schritt Anleitung zum Ziel

Modellieren beinhaltet das Herausfinden der angemessen wirkungsvollen wesentlichen Anteile eines Verhaltens, die beachtet werden müssen, um erfolgreich ein Ziel zu erreichen. Es ist der Prozess, eine komplexe Abfolge von fast überwiegend unbewussten Ereignissen (Anker, Bewegungen, Gesundheit, Werte, Überzeugungen, Selbstvertrauen, Zugehörigkeit, Mission, Vision, innere Bilder, Selbstgespräche, Gefühle – und das alles mit entsprechenden Submodalitäten) so zu strukturieren, dass sie eine klare,  einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Ziel ergibt. Im NLP soll das Ergebnis des Modellierens dann so beschrieben sein, dass auch andere mit entsprechender Motivation dadurch die Möglichkeit erhalten, sich daran zu halten und damit dieses Ziel zu erreichen. Es ist wie eine hervorragende Wegbeschreibung, die nicht zu viele Informationen und nicht zu wenige enthält (optimale Chunkgröße). Wenn die Wegbeschreibung zu umfangreich ist, und z.B. dort,  wo nur ein Hinweis nötig ist, was auf einem bestimmten Schild an einer bestimmten Stelle steht, statt dessen bei dem Schild eine detaillierte Beschreibung steht, wie das Schild dort hin gekommen ist und wer es wie genau gemacht hat und welche anderen Schilder es alle auf der Welt noch gibt, die von demjenigen hergestellt wurden usw., dann wird die Wegbeschreibung so lang, dass die nicht relevanten Informationen den Suchenden dadurch von seinem Ziel abhalten.

Beim Modellieren erarbeiten wir die mentalen Schritte, die es ermöglichen, bestimmte Ziele relativ angemessen, elegant und leicht zu erreichen. Wir finden z.B. heraus, was genau jemand denkt, um sich in einen bestimmten erfolgversprechenden Zustand zu bringen, welche inneren Bilder er dabei benutzt, was er innerlich zu sich sagt, welche Körperhaltung er dabei einnimmt und in welcher Reihenfolge was wie genau geschehen muss, damit die Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Ziel zu erreichen signifikant wächst.

 

Das Ziel besteht dabei nicht darin, die eine ausschließliche Wahrheit herauszufinden, die einzig und alleine richtig und wahr ist, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, sondern vielmehr darin, relevante Grundmuster und Grundstrukturen herauszufinden, die erfolgsbeeinflussend sind. Eine durch Modelling herausgefundene Strategie ist eine mögliche Wegbeschreibung zu einem Ziel. Vermutlich gibt es viele Wege dorthin. Einiges haben solche Wege meistens gemeinsam. Manchmal ist auch ein Umweg der kürzeste Weg zum Ziel, wenn z.B. ein unüberwindbares Gebirge im Weg steht. Insgesamt ist es wichtig zu verstehen, dass NLP die Erhöhung von Wahlfreiheit und Flexibilität als obersten Grundsatz beherzigt. Da ist kein Platz für den einen einzig richtigen und wahren Weg zum Ziel. Das würde den NLP-Axiomen widersprechen. NLP geht es nicht um Wahrheit, sondern um Wirklichkeit. Wenn es wirkt, dann war’s NLP.

NLP ist Flexibilität und Vielfalt pur. Deshalb reicht es beim Modellieren nicht, nur ein einziges Modell in einer bestimmten Situation zu erforschen. Typischerweise bevorzugen NLPler mindestens 3 Modelle und 3 Situationen. Ein Modell oder Ablauf macht einen zur Maschine, zwei bringen einen ins Dilemma und ab 3 beginnt im NLP die Wahlfreiheit des Menschseins. Selbstverständlich ist das natürlich auch metaphorisch gemeint und keine absolute NLP-Wahrheit.

Modellieren beinhaltet die Erhöhung von Einsichten auf einer Meta-Ebene (von außen betrachtet), das Schritt-für-Schritt-Durcharbeiten von mentalen und verhaltensmäßigen Abfolgen bei verschiedenen erfolgreichen Spezialisten in unterschiedlichen Situationen (Strategie herausarbeiten) und die flexible Übertragung in teilweise völlig andere Bereiche (Transformation – z.B. kann man das Halten einer Rede so erleben wie einen Blumenstrauß zusammenzustellen).

 

Transformationsgrammatik von Noam Chomsky

Der Transformationsgrammatik von Noam Chomsky (1957, 1965) entsprechend geht NLP davon aus, dass es eine Tiefenstruktur gibt, die sich in einer Oberflächenstruktur ausdrückt und es viele Möglichkeiten gibt, wie genau sich eine Tiefenstruktur in einer Oberflächenstruktur abbilden kann. Die Prozesse beim Übergang von der Tiefenstruktur in die Oberflächenstruktur sind gekennzeichnet durch Verallgemeinerungen (Generalisierungen), Verzerrungen und dem Weglassen (siehe Grundprozesse beim Meta-Modell der Sprache). So werden z.B. die tief jenseits von Worten liegenden Empfindungen als Tiefenstruktur betrachtet und die Worte die jemand dafür wählt als Oberflächenstruktur. Eine Landschaft wäre die Tiefenstruktur und die Landkarte davon wäre die Oberflächenstruktur. 

 

Impliziertes und expliziertes Modellieren

Beim Modellieren versuchen wir, uns so gut es geht und soweit es für das Modellierungsziel angemessen ist, die Tiefenstruktur zugänglich zu machen. Dazu benutzen wir im ersten Durchgang das implizierte Modellieren in der 2. Position (assoziiertes Miterleben) und danach das explizierte Modellieren in der 3. Position (aus der dissoziierten Meta-Position). So stand bei der Entwicklung von NLP Richard Bandler eher für die assoziierte Kompetenz der Erfassung exzellenter Fähigkeiten (impliziertes Modellieren) und John Grinder als Assistenzprofessor für Linguistik eher für die dissoziierte Bewusstheit der beteiligten inneren Abläufe und Prozesse (expliziertes Modellieren). John Grinder sagt so zu Richard Bandler, dass, wenn dieser ihm zeigt, was er tut, er ihm danach sagt, was er getan hat. Erst mit diesem Stadium der Zusammenarbeit zweier sehr unterschiedlicher Menschen, denen es so gelungen ist, expliziertes und impliziertes Modellieren zusammenzubringen, begann die zukunftsträchtige Entwicklung des NLP. Richard Bandler konnte sich sehr schnell intuitiv in Prozesse einfühlen und sie nachmachen und John Grinder konnte hervorragend beschreiben, was vor sich ging. Vom Standpunkt des Modellierens ist es gut, wenn man real auch das tut, was man weiß (impliziertes Modellieren) und wenn man auch bewusst weiß, was man da tut (expliziertes Modellieren). Zum Bereich des implizierten Modellierens gehört die intuitive Erfassung mit der rechten Gehirnhälfte, die Erfassung des Ganzen, kindliches, spielerisches Erfassen und assoziiertes Hineinversetzen in Zustände. Zum Bereich des explizierten Modellierens gehört die deduktive zergliedernde Erfassung einer Sache im Detail, logische erwachsene Vorgehensweise, das Von-außen-betrachten und -beurteilen und eine eher bewusste Herangehensweise.

Die Logischen Ebenen von Robert Dilts

Nach der Entdeckung der Logischen Ebenen von Robert Dilts (Umgebung, Verhalten, Fähigkeiten, Werte/Beliefs, Identität/Beziehungen/Mission, Vision/Spiritualität) findet heute Modellieren auf den unterschiedlichsten Logischen Ebenen dieses Modells statt. Die entsprechenden Modellierungsfragen lauten dazu: Wo/wann, was, wie, warum, wer, für wen. Am Anfang wurde eher nur das Verhalten modelliert und die benutzten Worte. Deshalb fehlt in den frühen Büchern und Entfaltungsstadien des NLP die Erfassung der Werte und Visionen der modellierten Genies Fritz Perls, Virginia Satir, Milton Erickson und Gregory Bateson. Auch heute noch gibt es sogar teilweise recht bekannte NLPler, die auf dieser Entwicklungsstufe des NLP stehen geblieben sind. So haben z.B. Richard Bandler und viele seiner Anhänger die außergewöhnlichen Leistungen von Robert Dilts und anderen Weiterentwicklern des NLP nach wie vor nicht in ihre Trainings integriert und bieten auch aus solchen Gründen verkürzte NLP-Qualifikationen ohne die vielfältigen und wundervollen Weiterentwicklungen des NLPs der letzten Jahrzehnte an.

Feedbackschleifen nach dem TOTE-Modell von Miller u.a.

Beim Modellieren gehen wir davon aus, dass mentale Prozesse in Feedbackschleifen organisiert sind. Von Miller u.a. wurden solche Feedbackschleifen 1960 als T.O.T.E.-Modell eingeführt. Dieses Modell steht für Test (Auslöser), Operate (mentaler Ablauf), Test (auf Zielerfüllung), Exit (Ende des mentalen Ablaufs). Ohne Ziel gibt es keine zielgerichtete Bewegung und damit auch keine Motivation. Dieses Modell geht davon aus, dass wir in unserem Innern, ob bewusst oder unbewusst, Ziele haben (Test), dass uns mentale Prozesse (Strategien) innerlich zur Verfügung stehen, Ideen zu entwickeln, wie wir solche Ziele erreichen können (Operate), und dass wir Beurteilungsmaßstäbe haben, an denen wir messen können, ob unsere innere Strategie uns angemessene Handlungsanleitung gibt um das Ziel erreichen zu können (Test).

Wenn wir an dieser zweiten Teststelle die innerlich entwickelten Handlungsanleitungen (Strategien) nicht für ausreichend erachten, dann gehen wir innerlich zurück zum Punkt Operate und prozessieren weiter Alternativen, solange bis eine den Test besteht.

Wenn wir bei diesem zweiten Test die innerlich entwickelten Handlungsanleitungen (überwiegend unbewusst) für ausreichend halten, folgt der Exit und wir gehen mit unserer Aufmerksamkeit hinaus ins Leben und setzen unsere innerlich aktivierte Strategie um. 

 

Der Ablauf eines Modellierungsprozesses

 

1. SCORE: Zuerst erforscht man mit SCORE unter spezieller Nutzung von Backtrack und unter angemessenem NLP-Umgang mit Inkongruenzen und Meta-Modell-Verletzungen, was anders sein könnte und was alles damit wie miteinander zusammenhängt. Unter systemischen Gesichtspunkten kann man dabei auch die Wunderfrage als Teil der „Als-ob-Technik“ einsetzen.

 

2. SMART: Dann bearbeitet man von SCORE die Ressource, die noch gebraucht wird als Ziel mit SMART. Dabei lohnt es sich, dem R-Schritt, dem NLP-Realistischen am Ziel, besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Realistisch ist bei SMART alles, was selbstinitiierbar und selbst aufrecht erhaltbar ist. Das sind im Wesentlichen innere Zustände mit angemessenen Überzeugungen und entsprechenden inneren Bildern.

 

3. Ressource suchen: Jetzt fragt man sich beim internalen Modellieren, wann man das schon mal wo wie genau selbst erlebt hat oder zumindest Anteile davon unter welchen Umständen wie genau erlebt hat? Unter systemischen Gesichtspunkten könnte man das als die Ausnahme betrachten. Beim externalen Modellieren überlegt man, wen man kennt, der das kann.

 

4. Ressourcen aktivieren: Wenn man so ein Ereignis bei sich (internal) oder bei anderen (external) findet, kann man sich assoziiert in der 1. Position dort mit VAKOG wieder hineinversetzen (assoziierte VAK-Trance). Von dort aus kann man dann auch noch ähnliche Momente im Leben aktivieren. Das entspricht dann im Prinzip der Change History Technik mit genussvoller Vertiefung statt Change – deshalb könnte man diese Variation „Activate Positive History“ nennen. Auch Timeline eignet sich für die Erforschung solcher Momente von Exzellenz im Leben, indem man über seiner Zeitlinie schwebend nach solchen Ereignissen dissoziiert sucht, sie assoziiert erforscht und die Future-Timeline damit bereichert. Die so gefundenen Erinnerungen kann man auf Gleichheit und Unterschiede untersuchen (NLP-Kontrastanalyse). Unter systemischen Gesichtspunkten kann man auch Skalierungen für die Vertiefung des Erlebens nutzen. Bei welchem Ereignis war das Erleben der gesuchten Zustände, Überzeugungen und inneren Bilder auf einer Skala von 1 bis 10 wie intensiv. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, die am höchsten skalierten Ereignisse als Stapelanker unter Einbeziehung der Ankerkriterien TIGER zu etablieren.

 

5. Strategieüberblick: Dann geht es um einen ersten Überblick über die mentalen Elemente der Strategie aus der 3. Position der Metaebene: Was war der äußere Auslöser dafür, dass ich diesen speziellen Zustand aktiviert habe? Welche Werte waren im Auslösemoment aktiv und nicht erfüllt? Was ist auf jeder der Logischen Ebenen für den Zustand wesentlich? Welche Körperhaltung und Atmung gehört dazu? Wie rede ich innerlich mit mir dabei? Welche Werte und Überzeugungen sind dabei aktiv? Wie läuft die Strategie grob ab. Was weiß ich bewusst darüber. Was ist dafür entscheidend, dass es gut funktioniert und unter welchen Bedingungen ist es schwierig oder geht gar nicht (NLP-Relevanzrahmen und Kontrastanalyse). Gegebenenfalls kann man auch noch auf Meta-Programme (z.B.: weg von – hin zu, selbstreferentiell – fremdreferentiell, detailorientiert/Ablauf – Überblick/Ziel, Gleichheit – Unterschied, kurzfristige oder langfristige Konsequenzen) und auf Zugehörigkeit zu Disney-Positionen (Träumer – Realist – Kritiker), was ja auch als Metaprogramm betrachtet wird, achten.

 

6. Mikrostrategie: Die Feinarbeit des Erforschens der mentalen Schritte erfolgt an einem ausgewählten real erlebten Beispiel, in das sich der Befragte assoziiert intensiv hineinversetzt. Der Fragende achtet auf seinen guten Rapport zu dem, den er befragt. Für die Erforschung gibt es die 3 Vorgehensweisen von Vorwärtsfragen: „Was passiert dann in dir und dann und dann ...“, Rückwärtsfragen: „Was passiert unmittelbar davor und davor und davor ...“ und Übertragungsfragen: „Wenn ich das innerlich machen wollte, was müsste ich dann zuerst machen und danach und dann, ...“. Wobei jedes Mal mit Backtrack alles zusammengefasst wird, was schon bekannt ist und man auf idiomotorische kleine nonverbale Zustimmungshinweise achtet. Als Hinweise dafür, ob jemand an einer bestimmten Stelle in den visuellen, auditiven oder kinästhetischen Bereich geht hat Robert Dilts als Merkhilfe BAGEL eingeführt, für die 4 zentralen Anteile beim Herausarbeiten von Strategien die Merkhilfe ROLE (1987) und für den gesamten Ablauf greift er auf das Feedbackmodel TOTE zurück. BAGEL: Welche Body Postures (Körperhaltung), Accessing Cues (Atmung), Gesten, Eye Movements (Augenbewegungen), Language Pattern (VAK-Worte). ROLE: R=Repräsentationssystem (V=visuell, A=auditiv, K=kinästhetisch, O=olfaktorisch, G=gustatorisch mit entsprechenden Submodalitäten), O=Orientation (Orientierung der 5 Sinne durch a: Informationen aus der e=externen Welt hereinholen, oder aus der i=internalen Welt holen über b: im Gehirn vorhandene Informationen erinnern r=remember, c: neue Vorstellungen mental konstruieren c=construct. Im deutschsprachigen Raum hat sich die Unterscheidung durchgesetzt zwischen e=external oder i=internal als kleinen tiefgestellten Buchstaben nach dem Buchstaben, der das Repräsentationssystem repräsentiert, sowie er=erinnert und k=konstruiert als kleinen hochgestellten Buchstaben nach dem Buchstaben, der das Repräsentationssystem repräsentiert), L=Links (als Zeichen für die Verlinkung der Repräsentationssysteme in Form von -> als sequentiell, d.h. eins folgt auf das andere oder als simultan, d.h. es handelt sich um gleichzeitig aktivierte Bereiche=Synästhesie) und E=Effekt (Input von draußen holen oder ein Ereignis in einem Repräsentationssystem erforschen oder etwas an einer Erfahrung verändern). TOTE: T=Test (der Auslöser, der dafür gesorgt hat, dass ein bestimmter Zustand aktiviert wird), O=Operate (die mentalen inneren Schritte zur Herstellung des erwünschten inneren Zustandes), T=Test (hier an dieser zweiten Stelle der Test, ob die mentale Strategie vollständig ist und der Zustand aktiviert wurde oder ob noch weiter Operate dran ist) und E=Exit (der Zustand ist innerlich mental hergestellt und jetzt geht es in der Welt draußen weiter).

 

Zum Aufschreiben eignet sich folgende Schreibweise:

V = visuell, A = auditiv, K = kinästhetisch, O = olfaktorisch, G = gustatorisch

tiefgestelltes i = internal

tiefgestelltes e = external

tiefgestelltes d = digital, d.h. z.B.: Worte werden gehört oder Schrift gesehen

tiefgestelltes t = tonal, d.h. z.B.: Geräusche oder Melodien werden gehört

hochgestelltes er = erinnert

hochgestelltes k = konstruiert

hochgestelltes - für negative Gefühle

hochgestelltes + für positive Gefühle

beim Pfeil ein m für Metareaktionen: (manchmal auch darunter geschrieben) 

beim Pfeil ein p für Polaritätsreaktionen: (manchmal auch darunter geschrieben) 

 

7. Zusammenfassung: Auch ohne die Feinarbeit unter 6. sind die ersten 5 Schritte schon sehr hilfreich und reichen oft für einen erfolgreichen Modellierungsprozess aus. Die Feinheit mit der man eine Strategie modellieren will, hängt vom Ziel, das man damit verfolgt, ab. So kann eine Modellierung sich über viele Stunden erstrecken und man kann viele unterschiedliche Modelle untersuchen oder sie kann sich nur auf Literaturquellen beziehen oder sie lässt sich auch in 10 Minuten Reflektion klären.

 

 


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