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NLP & Coaching Institut Berlin 

 

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Buch: "NLP mit Weisheit"

Eisstern

Aktuell gibt es Band 1: "Selbstmanagement und Körpersprache" und Band 3: "Ziele & Motivation".

Band 1 wird, sobald wir Zeit haben, Band 1: "Selbstmanagement" und Band 2: "Körpersprache".

Durch den Aufbau der Studiengänge in NLP & Coaching haben wir auch die Herausgabe der Bände 4-15 verschoben.
      
Unter diesem Link hier finden Sie eine Beschreibung von Band 3

Hier jetzt im folgenden die Beschreibung von Band 1

Das NLP-Lehrbuch: "NLP mit Weisheit - Band I"

Für 20 Euro bei Amazon bestellbar.

 

Das NLP-Lehrbuch: "NLP mit Weisheit - Band I"

Achtung: Aktuell ist die überarbeitete und erweiterte 2. Auflage erhältlich.

Diese 2. Auflage wird demnächst aktualisiert und zu Band 1 und 2.

Dann wird das Kartenset eingearbeitet.

Hier unser Kartenset zur NLP-Ausbildung

         

      

"Selbstmanagement und Körpersprache", heißt der erste Band der Lehrbuchreihe "NLP mit Weisheit." In 26 ausführlich beschriebenen Anwendungsbeispielen lassen die Autoren das Potential sichtbar werden, das im professionellen NLP steckt. Erfrischend neu ist hier die Einbettung der NLP-Techniken in einen ethischen und philosophischen Kontext.

Von persönlicher Exzellenz über Zielrahmen, Umgang mit Kritik, Zustandsmanagement, Körpersprache, Perspektivenverschränkung bis zu den klassischen Augenbewegungshinweisen werden die in den Übungen enthaltenen Grundideen und Weisheiten anwendungsorientiert vermittelt. "Selbstmanagement und Körpersprache", ist als klassisches Lehrbuch in klarer und verständlicher Sprache geschrieben. Jedes Kapitel erhält  kurze Zusammenfassungen der wichtigsten NLP-Übungen. Der Leser lernt NLP der 4. Generation auf dem Hintergrund psychologischer, soziologischer und philosophischer Reflektion kennen. "NLP mit Weisheit" offenbart sich im vorliegenden Werk vor allem durch die Verbindung von NLP und Selbsterkenntnis, Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikationsfähigkeit sowie Individuum und Gesellschaft. Die vorgestellten NLP-Techniken werden damit in einem neuen Rahmen der Menschlichkeit gestellt. 

Mit dem vorliegenden Lehrbuch haben Nandana & Karl Nielsen eine praxisorientierte Anleitung für Leser mit und ohne NLP-Vorkenntnisse geschrieben. Die NLP-Techniken sind sofort einsetzbar, um sich und andere besser zu verstehen, zu lernen mit Konflikten im Beruf und Alltag besser umzu­gehen, Kommunikation gezielt und erfolgreich einzusetzen und die Balance zwischen erfülltem Privatleben und Leistungs­fähig­keit im Beruf zu genießen.

Die beiden Autoren sind die Gründer des NLP- und Coaching-Institutes in Berlin. Dort bieten sie seit vielen Jahren NLP- und Coachingausbildungen an. Die inhaltliche Qualität verdank das vorliegende Lehrbuch der Praxiserfahrung der Autoren als Dipl. Psych., Dipl. Soz., Forscher, Unternehmensberater, NLP-Lehrcoach und NLP-Lehrtrainer.

Das Lehrbuch mit der ISBN-Nummer: 3-937553-00-2 ist auch über das NLP- & Coaching Institut Berlin (www.NLP-Nielsen.de) oder über den Verlag International Association of NLP-Institutes (www.NLP-Institues.net) zu beziehen.

Über dieses Buch

Dieses Buch ist das erste aus einer Reihe von NLP-Lehrbüchern, in denen systematisch die gesamten NLP-Ausbildungen dargestellt werden. In diesem Buch geht es um die grundlegende Einstellung und die Darstellung der ersten 26 NLP-Techniken aus den ersten 4 Tagen NLP-Practitionerausbildung in Verbindung mit den darin enthaltenen Weisheiten.

Die Folgebände beinhalten die Ausbildungen zum NLP-Practitioner, NLP-Master, NLP-Trainer, Coach, Master-Coach und unsere Firmentrainings mit Graves-Diagnostik und NLP.

Über die Autoren

Nandana und Karl Nielsen sind beide Diplom-Psychologen, Diplom-Soziologen, NLP-Lehrtrainer und Lehrcoach. Sie haben langjährige Erfahrungen als NLP-Lehrtrainer mit allen NLP-Ausbildungen, als Lehrcoach mit allen Coachausbildungen, als festangestellte Führungskraft, als Forscher bei wissenschaftlichen Untersuchungen, als Trainer im Bereich Organisationsentwicklung, als Therapeuten in ihrer Psychotherapiepraxis und als Coach bei der Unterstützung von Menschen beim Verwirklichen ihrer Ziele.

Nandana und Karl Nielsen gründeten 1986 das erste NLP-Institut in Berlin und gehören damit zu den erfahrenen Pionieren des NLP in Deutschland. Sie leiten das NLP- und Coaching-Institut Berlin: www.NLP-Nielsen.de

Als Präsident der International Association of NLP-Institutes fördert Karl Nielsen gleichzeitig den internationalen Erfahrungsaustausch, die Weiterentwicklung des NLP und die weltweite Kooperation erfolgreicher NLP-Institute.

Der Verlag und die International Association of NLP-Institutes

Der Verlag International Association of NLP-Institutes gehört zu der gleichlautenden internationalen Vereinigung erfahrener NLP-Institute. Er wurde speziell gegründet, um Bücher zu NLP oder verwandten Themen zu veröffentlichen, die den ethischen Standard dieser Vereinigung erfüllen. Gründungsmitglieder und Vorstand dieser Vereinigung sind: Karl Nielsen vom NLP- und Coaching-Institut Berlin, Evelyne Maass vom Spektrum KommunikationsTraining, Bernd Isert vom Forum für Meta-Kommunikation und Wolfgang Lenk vom Milton Erickson Institut Berlin.

Widmung

Für
unsere Eltern
Hedwig & Karl Staudt, Ulla Kliewe & Niels Nielsen

für unsere Kinder Lilli & Adam und alle ihre Kinder
und all unsere Vorfahren und Nachfahren

für all unsere Freunde

und für all unsere Schwestern und Brüder,
die mit uns von der einzigartigen Frau abstammen,
die vor 200.000 Jahren irgendwo in Ostafrika lebte,
von der, wie wir aus der Genforschung wissen,
rund 100% aller heute lebende Menschen abstammen.

In der Hoffnung, dass auch dieses Wissen
uns noch mehr dazu befähigt,
in jedem Menschen unseren Bruder
und unsere Schwester zu erkennen
und in Frieden glücklich miteinander zu leben
als wirklicher Homo Sapiens Sapiens,
was Mensch mit doppelter Weisheit bedeutet.

Wir widmen deshalb dieses Buch
auch ganz besonders all denen,
die diese doppelte Weisheit
im Prozess der Zivilisation
und bei der Aktivierung
der restlichen 85% unseres Gehirns
zum besten aller einsetzen
und NLP,
so wie wir es verstehen und lehren,
mit dieser neuen Seriosität und Tiefe
in die Welt tragen.

Was Sie in diesem Buch erwartet

Kapitel I: Unser Grundverständnis von NLP, Graves, Weisheit und Lehrbuch

Kapitel II: Einführung in das Seminar und Überblick über die Ausbildung

Kapitel III: NLP-Techniken aus den ersten 2 NLP-Trainingstagen

 

Der erste Schritt im NLP besteht darin, sich wohl zu fühlen.

Die NLP-Techniken dafür gehören zum Bereich Selbstmanagement.

Wenn Sie sich wohl fühlen, geht alles gleich viel leichter.

Dazu zeigen wir Ihnen die bewährten NLP-Techniken für Selbstmanagement, die Sie sofort auf sich und andere anwenden können.

Damit fühlen Sie sich mit uns, diesem Buch und NLP lustvoll wohl.

 

Kapitel IV: NLP-Techniken aus den zweiten 2 NLP-Trainingstagen

 

Im zweiten Schritt trainieren Sie, wie Sie Ihre Wahrnehmung und Körpersprache aus unterschiedlichen Perspektiven verfeinern.

Dabei nutzen Sie Ihre Erkenntnisse aus den Unterschieden zwischen dem, was Sie sich innerlich oft fast schon automatisch als Interpretation zurechtlegen, dem, was Sie tatsächlich wahrnehmen, dem, was andere Beteiligte wahrnehmen und dem, was ein distanzierter Beobachter wahrnehmen könnte.

Wenn Sie sich selbst und andere genau wahrnehmen, erhalten Sie aus Ihrem Innern und Ihrer Umgebung alle wesentlichen Informationen, die Sie brauchen, um Ihr Verhalten flexibel auf das, was Sie wahrgenommen haben, einzustellen.

Damit trainieren Sie Ihre Wahrnehmung und Körpersprache.

 

Die 4 Kapitel im vorliegenden 1. Band der Lehrbuchreihe "NLP mit Weisheit" beschäftigen sich mit den NLP-Inhalten der ersten 4 Ausbildungstage zum NLP-Practitioner. In den Folgebänden behandeln wir die weiteren Inhalte unserer NLP- und Coach-Ausbildungen sowie unserer Firmenseminare.

 

Dieses Lehrbuch ersetzt kein NLP-Seminar, sondern ergänzt es.

All diese NLP-Techniken, die wir Ihnen hier zeigen, sind eingebettet in eine ethische Grundhaltung von Selbstentfaltung, Weisheit und Menschenliebe.

Sie dienen, so wie wir sie hier darstellen, Ihrer Selbstverwirklichung, Ihrem Erfolg und Ihrer Weiterentwicklung von Weisheit, Toleranz und Lebensfreude.

 

Nutzen Sie NLP für Ihre Selbstverwirklichung und Ihre individuelle Freiheit im Sinne von: "Erkenne dich selbst und die in dir vorhandene Weisheit."

Inhaltsverzeichnis

 

Kapitel I: Unser Grundverständnis..........................................................................................................................  9
1.. "NLP" ist "Neuro-Linguistisches Programmieren"..................................................................................  9
2.. Zur Entwicklung von NLP auf den Gravesstufen in die vierte NLP-Generation mit Weisheit.......................... 11
3.. NLP als Meta-Methode.................................................................................................................  17
4.. Was Weisheit für uns in diesem Lehrbuch bedeutet............................................................................ 19
5.. Weshalb wir uns für den Begriff "Lehrbuch" entschieden haben............................................................. 26
6.. Empfehlungen zur Nutzung dieses Lehrbuches................................................................................... 30
7.. NLP mit Weisheit anwenden........................................................................................................... 32
 
Kapitel II: Einführung in das Seminar............................................................................................... 34

1.. Vorstellung der Trainer, Vorstellung der Assistenten und Soziometrische

     Übungen zum ersten Kennenlernen der Teilnehmer.............................................................................

34
2.. Wie wir NLP im Seminar vorstellen: Was NLP für uns ist....................................................................... 37
3.. Wie wir im Seminar erklären, wie sich NLP entwickelt hat.................................................................... 38

4.. Unsere Erklärung im Seminar zu unserem didaktischen Aufbau und der

     Abfolge der Seminarinhalte...........................................................................................................

40
5.. Wie wir NLP in der Practitionerausbildung trainieren............................................................................ 42
6.. Die einleitende Metapher zum Inhalt der ersten zwei Tage................................................................... 43
 
Kapitel III: Selbstmanagement....................................................................................................... 44

1... Energiefeld / Charisma / Schutzschild: Ressourcen vertiefen durch Submodalitäten.................................

46
2... Als-ob-Technik für mentale Vertiefung und Erfolgsvorbereitung........................................................... 52
3... Backtrack und Aktives Zuhören..................................................................................................... 58
4... Problem- und Zielrahmen............................................................................................................. 62
5... VAKOG-Erfolgsanker.................................................................................................................... 67
6... Mit Freude über sich vor einer Gruppe reden - Vorstellung der Teilnehmer im Seminar.............................. 71
7... Feedback mit Emotionguard E für A und Coach C für B....................................................................... 77
8... Kreis der persönlichen Exzellenz.................................................................................................... 83
9... Kettenanker für anhalten und kreativ werden................................................................................... 91
10. Intelligenter Umgang mit Kritik....................................................................................................... 96
11. War das die Absicht Ihrer Kommunikation........................................................................................ 103
12. SCORE zum Erforschen mentaler Landkarten.................................................................................... 108
13. Wie Sie bei sich und anderen Ihre besten Fähigkeiten aktivieren.......................................................... 115
14. Anwendung der NLP-Axiome.......................................................................................................... 119
 

Kapitel IV: Körpersprache...............................................................................................................

129
15.. Wahrnehmung & Interpretation..................................................................................................... 131
16.. Rapport: Körpersprache zeitversetzt andeutungsweise spiegeln.......................................................... 136
17.. Pacen und Leaden..................................................................................................................... 143
18.. Das Potential von Inkongruenzen optimal nutzen.............................................................................. 147
19.. 1.2.3. Position mit einem Kommunikationsproblem und mit einem Symptom............................................ 151
20.. Pacen über VAKOG-Sprache........................................................................................................ 158
21.. Pacen und Leaden über Augenbewegungshinweise........................................................................... 167
22.. Backtrack und Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte................................................................... 173
23.. Auf Fragen umsteigen bei Rapportbruch......................................................................................... 178
24.. Hellsehen über kalibrieren............................................................................................................ 182
25.. Assoziiertes & dissoziiertes Erleben von Ressourcen & Problemen........................................................ 186

26.. Future Pace & Ökocheck.............................................................................................................

189
 

Anhang.........................................................................................................................................

193
Literatur & Webadressen................................................................................................................... 193
Ethikcodex der International Association of NLP-Institutes....................................................................... 197
Adressen von Instituten der International Association of NLP-Institutes..................................................... 199
Selbstdarstellung unseres NLP- und Coaching-Instituts Berlin................................................................... 200

 

Kapitel I: Unser Grundverständnis

1. "NLP" ist "Neuro-Linguistisches Programmieren"

„Neuro“ bezieht sich auf Ergebnisse aus der Gehirnforschung:

Das Gehirn lernt in Bildern ßà Motivation entsteht durch innere Bilder ßà Bevor etwas machbar ist, muss es als mentale Vorstellung innerlich vorhanden sein.

Damit Sie sich für ein bestimmtes Ziel motiviert fühlen, brauchen Sie eine mentale Vorstellung von Ihrem Ziel. Damit es zu Ihnen passt erforschen Sie sich selbst mit NLP und lernen dabei immer mehr Ihr einzigartiges wunderbares Wesen und Ihre natürliche Weisheit kennen.

 

"NLP ist die Gebrauchsanleitung fürs Gehirn."

 

„Linguistisches“ bezieht sich auf Ergebnisse aus der Sprachforschung: 

Die verwendeten Sprachmuster zeigen die Art, wie jemand erfolgversprechend oder sich selbst behindernd denkt. Fragen lenken Denkprozesse. Wer fragt, der führt.

Motivation und Innere Bilder werden durch die Art und den Inhalt des Inneren Dialoges gesteuert. Durch die Veränderung der Art, wie Sie mit sich selbst und anderen sprechen und Fragen stellen, verändern Sie sich selbst mit NLP und unterstützen andere dabei, ihre Fortschritte zu machen und sich selbst zu finden.

 

"NLP ist professionelle kommunikative Kompetenz."

 

„Programmieren“ bezieht sich auf Ergebnisse aus der Kybernetik:

Erfolgreiches Handeln ergibt sich aus Korrekturen durch Feedback zur Wirkung. Mit NLP nehmen Sie das Leben aus der liebevollen Sicht Ihres Herzens wahr. Dabei erarbeiten Sie handhabbare Ziele und genießen Sie Flexibilität im Reagieren.

 

Programmieren bedeutet im NLP:

1. aus Feedbackprozessen lernen und

2. dass das NLP-Wissen didaktisch in leicht verstehbaren und leicht erlernbaren, wirkungsvollen "Schritt-für-Schritt-Anweisungen" präsentiert wird. Diese Schrittfolgen sind wie kleine Programme beim Computer. Sie haben einen wirkungsvollen erprobten Ablauf und werden "NLP-Techniken" genannt. Für NLP-Anwender sind diese Schrittfolgen eine wunderbare Orientierung und Erleichterung. Diese NLP-Techniken sind der "Handwerkskasten eines NLPlers".

 

"NLP ist Wirklichkeit statt Wahrheit.

  Wenn's wirkt, war's NLP. 

  NLP ist Weisheit – aus Erfahrung gut.

  NLP ist lösungs-, ziel- und ressourcenorientiert."

 

Die höchsten Ziele im NLP

liegen in der Erhöhung von Flexibilität und Wahlfreiheit im

N = Neuro: Denken,

L = Linguistischen: Sprechen,

P = Programmieren: Handeln und Fühlen.

Deshalb ist NLP sehr wirkungsvoll überall dort einsetzbar, wo Menschen mit sich selbst oder anderen kommunizieren.

 

Richard Bandler und John Grinder entwickelten NLP von 1972 bis 1975 aus der Erforschung der herausragendsten Kommunikatoren ihrer Zeit:

Fritz Perls

Virginia Satir

Milton Erickson

 

Deshalb ist NLP grundlegend zielorientiert, systemisch, lösungsorientiert, ressourcenorientiert und wirkungsvoll.

 

Seither erforschen NLPler auf der ganzen Welt besonders erfolgreiche Menschen und erweitern dadurch permanent das NLP-Wissen. Deshalb ist NLP immer aktuell und das Wirkungsvollste und Beste auf dem Gebiet der professionellen kommunikativen Kompetenz.

 

Unsere spezielle Art der Vermittlung von NLP ist eingebettet:

-    in Weisheit, Selbsterkenntnis und Lebenskunst

-    in ökologische und systemische Sichtweise

-    in die Erhöhung des Kontaktes zu sich selbst

-    in die 7. Gravesstufe (Erklärungen zu den Gravesstufen siehe unter Punkt 2 im nächsten Abschnitt) mit der Herausforderung, auf dem Hintergrund von Seinsmotivation die positiven Aspekte der Gravesstufen 1 bis 6 zu aktivieren

-    in Lösungs-, Ziel- und Ressourcenorientierung

-    in die permanente Weiterentwicklung des NLP

-    in den ethischen Kodex der weltweiten Vereinigung von NLP-Instituten, der International Association of NLP-Institutes: www.NLP-Institutes.net

 

Für uns ist NLP

nicht: schneller, größer, besser, immer überall Sieger sein, sich und andere mit "positivem Denken" zu überreden und sich selbst etwas vormachen,

sondern: ehrlicher, offener, weiser, mit sich und anderen liebevoll umgehen, sich selbst erkennen, seine ganz spezielle wundervolle Art finden, seine einzigartigen Talente fördern und entfalten, mit dem Herzen sehen, Seinsmotivation leben, ...

 

Wir haben die ersten 26 Übungen aus unserer NLP-Ausbildung zum NLP-Practitioner, das ist der Inhalt unserer ersten 4 Ausbildungstage, alle in der folgenden Struktur behandelt:

1. Worum es geht - mit den darin enthaltenen Weisheiten

2. Beispiele dafür

3. Übungsanleitung dafür

4. Kurzfassung der Übungsanleitung in einem Kasten

5. Übungsanleitung für den Leser als Einzelperson

6. Spezielle Anwendungsmöglichkeiten, z.B.: nebenbei im Gespräch, in der Therapie, in Teams, im Coaching, im Businessbereich, als Lehrer, als Trainer, ...

7. Hausaufgaben für Leser und Seminarteilnehmer

Im folgenden ein Ausschnitt aus dem Buch als Beispiel: S. 151-157:

19.: 1.2.3. Position

a) mit einem Kommunikationsproblem
b) mit einem Symptom

 

"Solange wir alles nur von unserem Standpunkt aus betrachten, werden wir die Wahrheit nie erkennen."

Shri Ramakrishna

 

"Urteile nie über einen Menschen, bevor du nicht sieben Meilen in seinen Mokassins gelaufen bist."

Indianische Weisheit

 

"Das Schwierige am diskutieren ist nicht, den eigenen Standpunkt zu vertreten, sondern ihn zu kennen."

André Maurois

 

Symptome     Festgefahren in einer Interaktion, Somatische Beschwerden

NLP-Technik   Perspektivenwechsel, Dissoziation

Ziel               Flexibilität in einer Interaktion, Verständnis für die Botschaft im Symptom

Symptom               Symptom2

 

Symptom3

19.1 Worum es geht - mit der darin enthaltenen Weisheit

Die folgende Technik ist eine Weiterentwicklung des Stuhlmodells aus der Gestalttherapie von Fritz Perls. Es geht dabei um Perspektivenverschränkung, d.h., die Integration unterschiedlicher Sichtweisen. Fritz Perls hatte in die Psychotherapie in seinen Gruppen den "Heißen Stuhl" eingeführt. Dort konnte der Klient seine unterschiedlichsten Persönlichkeitsaspekte erforschen. Einerseits in Form von abgespaltenen Projektionen, indem er sich in Personen und deren Verhaltensweisen hineinversetzt, über die er sich ärgert, andererseits auch bei der Erforschung und Interpretation von Träumen, indem er sich mit jeder Figur, die im Traumgeschehen vorhanden war, identifiziert, indem er mental in sie hineinschlüpft und in Ich-Form dann als diese Figur erlebt und redet. Die erste und zweite Position mit den unterschiedlichen Stühlen war bei Fritz Perls ein zentrales therapeutisches Verfahren.

 

Richard Bandler, einer der beiden Begründer des NLP, hat diese Technik von Fritz Perls modelliert und weiterentwickelt. Dabei hat er die Dritte Position als Metaposition von außen eingeführt. In der für NLP typischen Art hat Richard Bandler durch Modellieren von Fritz Perls die zentrale Technik des Perspektivenwechsels zwischen der ersten und zweiten Position erfasst und im Sinne der Grundvorgehensweise dieser Technik dann die dritte Position als Vertiefung und Erweiterung dazu gesetzt. So ist NLP nicht nur eine Komprimierung der erfolgreichsten Anwendungen im Bereich professioneller kommunikativer Kompetenz sondern auch eine geniale Weiterentwicklung der wirksamsten Vorgehensweise.

 

Eine kleine Geschichte zu Perspektivenwechsel: Ein Mann kommt in den Himmel und trifft dort einen alten Freund, auf dessen Knien ein wunderhübsches junges Mädchen sitzt. "Phantastisch", sagt der Neuankömmling, "ist sie deine Belohnung?" "Oh nein", sagt der alte Mann traurig, "ich bin ihre Strafe."

Je nachdem aus welcher Sicht man etwas betrachtet sieht es ganz anders aus.

 

Die Perspektive zu wechseln und Ereignisse aus unterschiedlichen Positionen wahrzunehmen findet sich in vielen überlieferten Volksweisheiten. So gibt es bei den Indianern z.B. die Weisheit: "Bevor du einen anderen Menschen verurteilst, laufe zuerst eine Meile in seinen Schuhen." Die hierin liegende Weisheit besteht darin, sich in den Standpunkt eines anderen wirklich hineinzuversetzen, d.h., aus seinen Augen zu sehen, mit seinen Gefühlen zu fühlen und aus seiner Position heraus zu verstehen. Der Perspektivenwechsel ermöglicht es, die eigene Position durch neue Impulse zu verändern. Das ganz besonders neue aus dem NLP ist dabei die Erweiterung in eine dritte Meta-Position.


19.2 Beispiel für: "1.2.3. Position mit einem Kommunikationsproblem und mit einem Symptom oder einer Ressource"

Wenn Sie mit einem Menschen einen Konflikt haben, dann ist Ihnen natürlich klar, was Sie ärgert und was der andere anders machen sollte. Wenn wir emotional betroffen sind, haben wir uns meistens keine großen Gedanken um die Sichtweise unseres Konfliktpartners gemacht.

Hier hilft uns diese NLP-Technik, uns in seine Position hineinzuversetzen.


Mit der dritten Position haben wir dann zusätzlich die Möglichkeit, die Zusammenhänge des Konflikts zu erforschen, zu erkennen, wie die Haltungen sich gegenseitig bedingen und wie Veränderungen auf der einen Seite notwendigerweise Einfluss nehmen auf die Haltung auf der anderen Seite. Durch diese Erweiterung der Sichtweise bestehen Möglichkeiten für eine erfolgreiche Konfliktbearbeitung.


Wenn Herr Meier sich über die Rücksichtslosigkeit seines Wohnungsnachbarn, der über ihm wohnt, ärgert, weil der abends immer so spät laut polternd die Treppe hochgeht, obwohl er ihm das schon mehrmals gesagt hat, dass ihn das stört, dann kann er jetzt in der zweiten Position das nächtliche Lebensgefühl seines Nachbarn erforschen und sich selbst vielleicht als Spießer erleben, der sich über alles gleich aufregt. Aus der dritten Position fällt ihm vielleicht dabei auf, dass er mit seinem Nachbarn in einer provozierenden Art darüber gesprochen hat und Herr Meier kann jetzt vielleicht effektivere Verhaltensweisen beim nächsten Gespräch mit seinem Nachbarn planen oder es fällt Herrn Meier auf, dass er sich in Wirklichkeit darüber ärgert, dass er sich selbst nicht genug Lebensfreude und Aktivität in seinem Leben gönnt. Dann kann er sich darüber Gedanken machen, wie er den positiven Anteil des Verhaltens seines Nachbarn in seinem eigenen Leben wieder aktiviert. Und es kann sein, dass ihn danach das Verhalten seines Nachbarn nicht mehr stört. Vielleicht auch deshalb, weil er durch sein eigenes wiedererwachtes freudiges Nachtleben gar keine Zeit mehr dafür hat, sich über seinen Nachbarn Meier aufzuregen.


19.3 Übungsanleitung: "1.2.3. Position a) mit einem Kommunikationsproblem und b) mit einem Symptom oder einer Ressource"

Nach meiner Erklärung der Technik und der sich daran anschließenden Demo mit einem Teilnehmer vor allen bitte ich diejenigen, die sich durchführen lassen wollen aufzustehen und sich einen B zu suchen, der sie begleitet und einen E, der sie emotional unterstützt. Außerdem sucht sich der B einen C, der ihn bei Bedarf coacht und ihm Feedback gibt.

a) 1.2.3. Position mit einem Kommunikationsproblem

Schritt 1:   1. Position

A sitzt auf seinem Stuhl in der "1. Position" und erzählt B sein Problem mit einem anderen Menschen. B macht, wie immer vor dem Einsatz einer NLP-Technik, kurz SCORE, um A besser zu verstehen und um Rapport aufzubauen. B achtet darauf, dass A jetzt in der 1. Position assoziiert seine Gefühle, Hoffnungen, Einstellungen und Bedürfnisse zu diesem Thema aus seiner ganz persönlichen Sicht erzählt, sowie die Einbettung in den größeren Rahmen. Dann bittet er A darum, den anderen Menschen im zweiten bereitgestellten Stuhl zu sehen und stellt dafür Fragen wie z.B.: "Wie sehen Sie den in der 2. Position dort? Was trägt er jetzt? Was sagt er? Welches Gefühl strahlt er aus? Wie sind seine Mimik und Gestik? Wie hört sich seine Stimme an? Welchen Eindruck haben Sie von ihm?" Die Intensität des Rapports von B zu A und die Intensität der visuellen, auditiven und kinästhetischen Vorstellung des anderen Menschen von A ist für den Erfolg dieser Technik entscheidend.

Schritt 2:   2. Position

Dann bittet B den A seinen Stuhl zu wechseln und während er aufsteht und sich in den anderen Stuhl setzt, dabei ganz zu der anderen Person zu werden. Sich genau so hinzusetzen, wie er diese Person gesehen hat, dieselbe Mimik und Gestik zu benutzen und sich auch innerlich ganz auf die dazu gehörende Gefühlslage einzulassen. Dann bittet B den A aus dieser 2. Position von seinen jetzigen Gefühlen, Hoffnungen, Einstellungen und Werten als diese Person zu erzählen. Nach einiger Zeit bittet B den A, sich den im ersten Stuhl anzuschauen und zu erzählen wie er den dort sieht, wie er dessen Stimme erlebt, welche Stimmung der für ihn ausstrahlt, was er über ihn denkt und was er von dessen Meinung hält.

Dann bittet B den A, sich wieder in die 1. Position zu begeben und dort wieder ganz zu dem zu werden, der er wirklich ist, sich nochmals kurz zu vergegenwärtigen, was der andere gesagt hat und auf das, was ihn davon berührt spontan zu antworten. Wenn es passt, kann sich das zu einer intensiven Unterhaltung entwickeln mit mehrfachem Wechsel des Stuhles.

Schritt 3:   3. Position

Im nächsten Schritt bittet B den A, mit ihm an eine dritte Position mit größerem Abstand zu den ersten beiden Positionen zu gehen und sich von dort aus mit ihm darüber zu unterhalten, was sich dort bei den ersten beiden Positionen abspielt. Dabei achtet B darauf, dass A bei allem was er sagt auch auf die beiden Positionen deutet und erklärt, was er beim einen und beim anderen wahrnehmen kann. Die Hauptaufgabe von B besteht jetzt darin, A mental in dieser Metaposition zu halten. Typische Fragen sind z.B.: "Was fehlt den beiden? Was entgeht ihrer Wahrnehmung? Was wäre für jeden hilfreich?"

Schritt 4:   1. Position

B bittet A wieder die 1. Position einzunehmen und alles was er bisher erforscht und erkannt hat mit in diese Position zu nehmen und das dort assoziiert zu integrieren. Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich jetzt dadurch?

b) 1.2.3. Position mit einem Symptom oder einer Ressource

Die Variation mit einem Symptom oder einer Ressource hält sich im Prinzip an dieselben Regeln wie das Vorgehen bei einem Kommunikationsproblem zwischen Menschen. Hier hat allerdings der B, speziell bei herausfordernden Symptomen, normalerweise mehr damit zu tun, die zumeist unerwartete Frustrationen und den Ärger zwischen den ersten beiden Positionen angemessen zu kanalisieren. Außerdem ist es eine größere Herausforderung für den A, sich in ein Symptom, das er eventuell als hässliches schleimiges scheußliches Monster auf dem zweiten Stuhl gesehen hat, richtig körperlich hineinzuversetzen. Dafür braucht A meistens intensivere einfühlende Begleitung als wenn die andere Person ein Mensch in einem Kommunikationsproblem ist. Wir empfehlen deshalb zuerst diese NLP-Technik mit einem Kommunikationsproblem zwischen Menschen (siehe oben unter a) und danach mit einer Ressource auszuprobieren und erst wenn man damit genug Anwendungssicherheit erlangt hat die größeren Herausforderungen im Umgang mit belastenden Symptomen auszuprobieren.

Bei der Version mit einer Ressource geht es um die Intensivierung der Ressource und generell um das Erlernen der Technik als Vorbereitung auf vertiefte Anwendungen.

Schritt 1:   1. Position

B bittet A sich eine Ressource, z.B. auf einem gegenüber stehenden Stuhl, intensiv visuell, auditiv und kinästhetisch vorzustellen und stellt dazu unterstützende Fragen wie z.B.: Wenn du die Ressource jetzt dort siehst, ist das eher zweidimensional wie ein Foto oder dreidimensional wie im Film? Gibt es dort Bewegungen oder eher Stille? Welche Größe hat die Ressource dort jetzt? Wie sitzt sie im Stuhl? Hat sie ein Gewicht das dabei sichtbar wird oder schwebt die Ressource eher auf dem Stuhl? Gibt es dort auf dem Stuhl bei der Ressource Geräusche? Wenn die Ressource reden würde, mit welcher Stimme würde sie reden: laut, leise, schnell, langsam, hoch, tief, männlich, weiblich? Welche Temperatur hat die Ressource? Wenn ein Geruch dort bei der Ressource wäre, was würde am ehesten dazu passen?

Der Begriff Ressource ist sehr vieldeutig. Dementsprechend flexibel bestehen vielfältige Möglichkeiten dafür was alles eine Ressource sein kann. Das geht von einem Glücksgefühl beim Eisessen, über ein Lieblingstier bis zu einem Berg. Die Sonne kann eine Ressource sein, ein Erlebnis aus der Vergangenheit oder auch eine Vorstellung in der Zukunft.

B akzeptiert was auch immer A als Ressource auswählt und bittet ihn sich das intensiv auf dem gegenüber stehenden Stuhl vorzustellen. Er befragt A auch zu seinen Wünschen, Hoffnungen und Interessen an diesem Symptom.

Schritt 2:   2. Position

Nachdem die Intensität angemessen hoch ist, bittet B den A seinen Stuhl zu wechseln und während er aufsteht und sich in den anderen Stuhl setzt, dabei ganz zu der Ressource zu werden, indem er sich in die Ressource hineinversetzt und hineinsetzt. Jetzt erforscht A diese Ressource. Wie geht es ihr? Welche Energie enthält sie? Was macht sie gerne? Wie erlebt sie A auf dem ersten Stuhl? Welche Empfehlungen hat sie für A auf dem ersten Stuhl? Wenn sie mit A dort reden würde, was würde sie A sagen? Hier ist es empfehlenswert die Positionen mehrfach zu wechseln und ein lebendiges Gespräch mit Fragen und Antworten zwischen diesen beiden Positionen entstehen zu lassen.

Schritt 3:   3. Position

Im dritten Schritt bittet B den A mit ihm an eine dritte Position mit größerem Abstand zu den ersten beiden Positionen zu gehen und sich von dort aus mit ihm darüber zu unterhalten, was sich dort bei den ersten beiden Positionen abspielt und was A daraus lernen könnte, wenn A das wollte.

Schritt 4:   1. Position

Abschließend bittet B den A sich wieder auf die erste ursprüngliche Position zu setzen und alles was er gelernt hat dort zu integrieren und zu genießen.

Beim Umgang mit einem Symptom geht das in genau derselben Weise. Hier können allerdings auch recht intensive negative Emotionen entstehen und wenn B keine Erfahrung im Umgang damit hat, ist es sehr empfehlenswert, zuerst die einfacheren Formen dieses sehr vielseitig nutzbaren NLP-Formats zu üben.

19.4 Kurzfassung der Übungsanleitung

"1.2.3. Position"

Teilnehmer: Vierergruppen - A, B, C und E

Zeitvorgabe: 45 Minuten


Erste Position: ich selbst

- zuerst mit SCORE Thema erforschen
- assoziiert meine Gefühle, Hoffnungen, Bedürfnisse, Einbettung in 

größeren Rahmen. Wie sehen Sie den in der 2. Position?


Zweite Position: der andere

- sich total in den Anderen hineinversetzen und das durch seine Augen 

sehen. Wie sehen Sie den aus der 1.Position?


Dritte Position: Metaposition - von außerhalb alles distanziert betrachten

- dissoziiert, Vogelperspektive, Metaphern, Beide sehen & noch mehr. Was  fehlt den beiden? Was entgeht ihrer Wahrnehmung? Was wäre für jeden  

hilfreich? Eventuell einer Position Ressourcen senden.


Erste Position: ich selbst

- alles assoziiert integrieren. Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich 

jetzt?

19.5 Übungsanleitung für den Leser als Einzelperson zu: "1.2.3. Position mit Kommunikationsproblemen, Ressourcen, Symptomen"

Nehmen Sie sich bitte 3 Blätter.

1. Position: Schreiben Sie sich auf das erste Blatt alle Argumente aus Ihrer Sicht für Ihre Einstellung zu einem Konflikt, den Sie mit einem anderen Menschen haben oder zu einer unterschiedlichen inneren Haltung oder Position, die Sie im Gegensatz zu jemand anderem einnehmen. Legen Sie dieses Blatt an einen ausgewählten Platz in dem Raum, in dem Sie jetzt gerade sind und stellen Sie sich vor, dass die andere Person mit einer gegensätzlichen Meinung an einer anderen Stelle im Raum steht.

 

2. Position: Legen Sie an diese zweite Stelle ein leeres Blatt für die Position der anderen Person und stellen Sie sich diese Person dort lebhaft vor.

 

1. Position: Argumentieren Sie von Ihrer Stelle der ersten Position aus in diese Richtung. Am besten, indem Sie die Argumente im Tonfall, Sprechgeschwindigkeit, Lautstärke, Körperhaltung, Gestik und Mimik angemessen ausdrücken. Übertreiben Sie lieber leicht, als zu zaghaft intellektuelle Zurückhaltung zu üben. Lassen Sie Ihre Vorstellung von der anderen Person sehr lebendig werden. Was hat sie an? Wie sieht sie aus? Wie redet sie? Wie verhält sie sich? Was denken Sie, was sie denkt, aber nicht sagt? Wie reagiert sie auf das was Sie sagen? Dann schlüpfen Sie aus Ihrer Rolle heraus, befreien Sie sich von Ihrer bisherigen Sicht und Einstellung. Lassen Sie Ihre bisherigen Argumente und Sichtweise an dem Ort, wo das 1. Blatt liegt.

Meta Position: Vielleicht gehen Sie zuerst noch in den "sicheren" Metaraum und betrachten sich das alles aus der Entfernung. Am Metaraum legen Sie ebenfalls ein Blatt ab, das diese Position im Raum markiert.

 

2. Position: Dann werden Sie ganz zu der anderen Person und schlüpfen in ihre Haut. Nehmen Sie deren Körperhaltung ein und Ihr Verhalten, und denken und fühlen Sie jetzt so wie diese Person und dann reagieren Sie auf die Vorwürfe aus der ersten Position. Argumentieren Sie dabei auch körpersprachlich in die Richtung der ersten Position. Erlauben Sie sich jetzt die Freiheit, diese Position voll und ganz auszufüllen. Übernehmen Sie total diese Rolle. Sie können gerne auch etwas übertreiben. Nicht zu viel, nur leicht.

 

Mehrfacher Positionswechsel: Sobald Sie genug zum Ausdruck gebracht haben, können Sie wieder die 1. Position einnehmen und auf alles, was aus der zweiten Position gesagt wurde, reagieren. Diesen Wechsel können Sie mehrfach machen. Zwischendurch können Sie auch über einen kurzen Aufenthalt in der "sicheren" Metaposition die Positionen wechseln. Auf der Metaposition sind Sie eher neutral und betrachten alles von einem größeren Abstand.

Metaposition: Wenn Sie auf den ersten zwei Positionen alles Wesentliche ausgedrückt haben und auf die unterschiedlichen Argumente jeweils aus den unterschiedlichen Positionen auch mit angemessener emotionaler Beteiligung ausreichend eingegangen sind, wechseln Sie auf die Metaposition. Hier vergegenwärtigen Sie sich jetzt den systemischen Zusammenhang zwischen den beiden Positionen. Wie passen sie zusammen? Wie beeinflusst die eine Position die andere? Was gibt es jenseits dieser beiden Positionen, das nur aus der Perspektive der Metaposition erkennbar ist? Welche neuen Ideen melden sich bei Ihnen zu dem Thema? Welche neuen Erkenntnisse werden für Sie jetzt deutlich?

 

1. Position: Zum Schluss gehen Sie mit den neuen Erkenntnissen in die erste Position und erweitern die Sicht dieser Position durch das, was Sie bei dem Prozess des Positionswechsels für sich dazugelernt haben.

19.6 Spezielle Anwendungsmöglichkeiten für: "1.2.3. Position mit Kommunikationsproblemen, Ressourcen, Symptomen", z.B.: nebenbei im Gespräch, in der Therapie, in Teams, im Coaching, im Businessbereich, als Lehrer, als Trainer, ...

In Teams ist die 1.2.3. Position hervorragend geeignet für Teamentwicklung durch Perspektivenverschränkung. Jedes Teammitglied kann die Position der anderen dabei kennen lernen und flexibel verschiedene Standpunkte einnehmen. Bei unterschiedlichen Meinungen werden diese durch Bodenanker ausgelegt und jedes Teammitglied kann jederzeit jeden Standpunkt einnehmen und von jedem Standpunkt aus, dem jeweiligen Standpunkt entsprechend, argumentieren. Durch Standpunktwechsel mit begleitendem Wechsel zum Orte des entsprechenden Bodenankers sind auch sich widersprechende Einstellungen flexibel auch vom selben Teammitglied ausdrückbar. Genauso wie unterschiedliche Einstellungen innerhalb des Teams damit bearbeitbar sind, geht es auch mit unterschiedlichen Einstellungen zwischen Kunden und Team oder einer anderen Abteilung und dem Team oder den Vorgesetzten und dem Team. Auch wenn diese anderen Meinungsträger nicht anwesend sind, ist der Wechsel der Perspektiven und die Klärung der Positionen für gegenseitiges Verständnis sehr hilfreich.

 

Zusätzlich zu den Argumentationsstandpunkten gibt es dann als 3. Position immer auch die Metaposition, von der aus mit emotionalem und räumlichem Abstand systemische Zusammenhänge der Positionen ausdrückbar, erforschbar und bearbeitbar sind.

 

Für den Trainer oder Moderator einer solchen Teamentwicklung besteht die Herausforderung darin, möglichst jedes Teammitglied dafür zu begeistern, möglichst jede Position zu erforschen und flexibel aus der Erweiterung der Sichtweisen mehr Verständnis zu entwickeln für bestehende andere Einstellungen, Werthaltungen, Sichtweisen und Überzeugungen. Auf diesem Hintergrund sind Konflikte völlig anders als auf herkömmliche Weise bearbeitbar und es ist möglich, neue Erkenntnisse gemeinsam dabei zu entwickeln.

 

Auch im Coaching ist die 1.2.3. Position eine sehr häufig angewendete Methode, um die Einstellungen und Zusammenhänge unterschiedlichster an einem Konflikt beteiligter Parteien besser zu verstehen und auf dieser Grundlage neue Lösungsmöglichkeiten zu finden.

 

Im therapeutischen Bereich ist beim Umgang mit Träumen das die Grundidee von Fritz Perls. Jede wesentliche Figur in einem Traum kann dissoziiert als zweite Position mental aufgebaut und assoziiert erforscht werden. Wenn jemand einen Traum hat, der ihn beschäftigt, kann er diese Technik nutzen und sich selbst und alle relevanten Traumteile jeweils auf ein eigenes Blatt mit charakteristischen Stichworten schreiben und/oder kurz skizzieren. Diese Blätter kann er dann im Raum auslegen und mental die Traumteile darauf visualisieren. Jetzt kann er sich auf jedes Blatt stellen und sich dort hineinversetzen und erforschen welche Botschaften für ihn darin enthalten sind. Diese Art des Umgangs mit dieser Technik entwickelt sich dann zu einer typischen Aufstellungsarbeit. Die Blätter lassen sich im Raum verschieben bis zwischen allen „Blättern“, bzw. den Persönlichkeitsanteilen für die sie stehen, eine größere Harmonie entsteht.

19.7 "Hausaufgaben" für Leser und Seminarteilnehmer zu: "1.2.3. Position mit Kommunikationsproblemen, Ressourcen, Symptomen"

Führen Sie bitte jemanden im Gespräch unbemerkt durch die 3 Positionen. Wenn jemand z.B. sagt er würde sich über Herrn X ärgern, weil der ...., dann können Sie das in der 1. Position mit den entsprechenden Fragen etwas vertiefen und dann stellen Sie die Frage für die 2. Position, z.B.: "Wie erlebt der das denn aus seiner Position?" und vertiefend eventuell nach einer Antwort auch: "Was denken Sie, wie der Sie erlebt?" und in der 3. Phase sagen Sie dann als Frage zur 3. Position, so etwas wie: "Wenn Sie sich das mal aus großem Abstand anschauen und sich die Zusammenhänge vergegenwärtigen, wie ihre Reaktion und seine Reaktion miteinander verbunden sind, was fällt Ihnen denn dann dabei auf?"

 

Falls der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass er sagt: "Was soll mir denn da schon auffallen. Der ist halt blöd und basta. Was soll denn Ihre komische Fragerei?" Dann retten Sie sich ganz elegant durch Antworten wie: "In der Kommunikation geht es immer um systemische Zusammenhänge und gegenseitige Reaktionen. Die sieht man nicht immer auf den ersten Blick. Und gerade wenn emotionale Reaktionen beteiligt sind, hat es sich als besonders hilfreich herausgestellt, das Ganze unter einem größeren Blickwinkel zu betrachten. Deshalb interessiert mich, ob Sie darüber auch schon mal auf diese Art nachgedacht haben." Damit sind Sie auf der sicheren Seite, haben sich auf wissenschaftliche Allgemeinplätze gerettet und ihm gleichzeitig die Chance gegeben, nochmals qualifiziert über sich und seine Reaktion nachzudenken.

Normalerweise merken das andere Menschen nicht, wenn Sie diese Fragen unauffällig stellen. Wer fragt, der führt. Sokrates hat seinen ganzen philosophischen Lehrstil auf solche intelligente Art zu fragen aufgebaut, um seinem Gesprächspartner die Gelegenheit zu geben, selbst auf die wesentlichen Antworten zu kommen.

 

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