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Die wichtigsten Techniken und Formate
aus der Ausbildung zum NLP-Master
  
     Seite
  Die 4 Generationen von NLP  
  Übungen zur Förderung des Kontaktes zum Selbst und zum Wesentlichen  
  Thema 1: Werte und ihre Abgrenzung zu Meta-Programmen und Beliefs  
  Werte herausfinden  
  Werthierarchie finden  
  Erfüllungskriterien: Meine Insel - Deine Insel  
  Konflikte zwischen Werten  
  Submodalitätsunterschiede bei Werten  
  Werte integrieren durch Visual Squash  
  Werte verändern durch Submodalitätsveränderung  
  Erforschung der Gegenwerte und Befreiung der Wertfixierung  
  Werterfüllung in der Vergangenheit finden  
  Thema 2: Beliefs: Überzeugungen, Einstellungen, Glaubenssätze  
  Beliefs ändern über Submodalitäten  
  Beliefs ändern über kritische Selbstbefragung  
  Beliefs ändern mit 5 Bodenankern  
  Belief-Change-Cycle von Robert Dilts  
  Thema 3: Meta-Programme und Slight of Mouth  
  Die 7 wichtigsten Meta-Programme  
  Language and Behavior Profil mit Fragebogen dazu  
  Übung: Von äußerer zu innerer Referenz  
  Sleight-of-Mouth-Pattern: NLP-Rhetorik zur Bearbeitung von Beliefs  
  Liste der 14 Sprachmuster von Robert Dilts   
  Ein Beispiel dazu anhand eines Satzes   
  Thema 4: Re-Imprint allgemein  
  Re-Imprint in 5 Schritten  
  Thema 5: Modellieren allgemein  
  New Behavior Generator  
  Mentoren-Ressource-Technik  
  Core-Transformation allgemein  
  Imperative Selbst-Analyse  
  Core-Transformation  
  Thema 6: Systeme allgemein  
  Forming, Storming, Norming, Performing  
  Zirkuläres Fragen  
  Kontextklärung bei Erstinterview  
  Verhandlungsinstrumente  
  Zukünftige Geschichte entwickeln  
  Antipathie  
  Schule des Wünschens  
  Curriculum der DVNLP für den NLP-Master  
Thema 7: Trance - Als Vertiefung der Intensität bei der Arbeit mit den vorangehenden Formaten hier nicht weiter ausgeführt. 
Thema 8 TimeLine - Als Integration und Vertiefung der vorangehenden Formate durch die Anwendung auf der Ebene von TimeLine hier nicht weiter ausgeführt. 
Thema 9: Assessment - Als Vertiefung der vorangehenden Formate hier nicht weiter ausgeführt. 
 
Vorbemerkungen

Die hier vorliegende Zusammenfassung der wichtigsten Techniken und Formate für die Ausbildung zum NLP-Master ist wie das gesamte NLP im Entwicklungsstadium. 

Deshalb bitte ich dich es als Einladung zur Diskussion zu betrachten und mir deine Erweiterungs- und Veränderungs-Vorstellungen dazu zuzusenden: 

                                  Karl Nielsen 

                                  Winterfeldtstr. 97 

                                  10777 Berlin 

                                  Tel. 030 - 21 47 81 74 

                                  Fax 030 - 21 47 81 73 

                                  Karl@NLP-Nielsen.de 

                                  www.NLP-Nielsen.de

Entsprechend dem Curriculum der DVNLP und meiner Erfahrungen sind in der Ausbildung zum NLP-Master die wesentlichsten Themen: 
      Thema 1: Werte und ihre Abgrenzung zu Meta-Programmen und Beliefs 

      Thema 2: Beliefs: Überzeugungen, Einstellungen, Glaubenssätze 

      Thema 3: Meta-Programme und Sleight-of-Mouth-Pattern 

      Thema 4: Re-Imprint  

      Thema 5: Modellieren und Core-Transformation  

      Thema 6: Systeme  

      Thema 7: Trance - Als Vertiefung der Intensität bei der Arbeit mit den vorangehenden Formaten hier nicht weiter ausgeführt. 

      Thema 8 TimeLine - Als Integration und Vertiefung der vorangehenden Formate durch die Anwendung auf der Ebene von TimeLine hier nicht weiter ausgeführt. 

      Thema 9: Assessment - Als Vertiefung der vorangehenden Formate hier nicht weiter ausgeführt.

Bei der Bearbeitung dieser Themen fließen die im Curriculum des DVNLP geforderten weiteren Themen wie z.B. Verhaltenskompetenzen, Fortgeschrittene Rapportfähigkeiten, Fortgeschrittene Submodalitäten, Vertiefung von Meta-Modell, Multi-level-Kommuniukation, usw. selbstverständlich mit ein und werden deshalb hier nicht extra aufgeführt. 

  

1. Die vier Generationen von NLP

  

Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein kleiner Zwischenraum: Bewußtsein.
In diesem Zwischenraum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion.
Das ist unsere Entscheidungsfreiheit.

Die NLP-Master-Ausbildung soll dich nicht nur verändern. Sie soll dir helfen mehr von dir zu finden. Deshalb beschäftigen wir uns in der Masterausbildung mit: 

  1. unseren Zielen und Werten
  2. unseren inneren handlungsleitenden Überzeugungen: Beliefs
  3. unseren Wahrnehmungsfiltern und Filterfragen: Meta-Programme und Slight of Mouth 
  4. unseren lebensgeschichtlich verursachten Prägungen: Re-Imprint
  5. dem tiefen Kern unseres Seins: Modellieren und Core-Transformation
  6. Phänomenen in Systemen: Familien, Gruppen, Teams, Organisationen
  7. der zweiten Aufmerksamkeit und die selbstgeschaffene Wirklichkeit: Trancezustände
  8. der zeitlichen Organisation und Veränderung unserer Erfahrungen: TimeLine
  9. der Integration der erworbenen Fähigkeiten: Präsentationen & Testing/Assessment
Kleingruppenarbeit, Modellierungsprojekte, Ressourceengel und Supervision stehen dabei unterstützend zur Seite.  

  

NLP hat sich inzwischen schon in der 4. Generation entwickelt: 

1. NLP-Generation 1972 - 1978: Bandler und Grinder untersuchen Perls, Satir und Erickson. 

2. NLP-Generation 1979 – 1985: der Schwerpunkt liegt auf der Erarbeitung von NLP-Formaten. 

3. NLP-Generation 1986 – 1992: Glaubenssysteme, Werte, Meta-Programme und Zeitorganisation  

4. NLP-Generation 1993 – 1999: Die Entwicklung des Selbst und des Wesentlichen. 

Traditionell beziehen sich die Lerninhalte der NLP-Practitioner-Ausbildung auf die ersten zwei Generationen und die Lerninhalte der Master-Practitioner-Ausbildung auf die Ergebnisse der 3. NLP-Generation. Die 4. NLP-Generation ist entscheidend für die Art der Vermittlung. 

Während NLP`ler der ersten drei Generationen noch stark in den Superlativen gefangen sind und eine Gesellschaft von Gewinnern mit Allmachts- und Größenphantasien fördert, ist die 4. Generation zur Besinnung gekommen. Jetzt wird verstanden, daß jeder Mensch einzigartig ist, in seiner Art, in seinen Zielen, Werten, Einstellungen, Gedanken und Gefühlen. Nicht mehr der schnelle Erfolg mit dem Supergewinn steht im Vordergrund, sondern die Orientierung am Wesentlichen und an den höheren Werten des Menschen. Es geht nicht mehr um den großen Amerikanischen Traum: "vom Tellerwäscher zum Millionär", sondern um das Erkennen der vorhandenen Schönheit in jedem Menschen.  

  

Bewußtwerdung und ins eigene Zentrum gehen
ist die neue NLP-Herausforderung: 
"Love in the Face of Violence".
 
 
 
2. Übungen der 4. NLP-Generation
zur Förderung des Kontaktes
zum Selbst und zum Wesentlichen

  

Mehr Dinge schneller, effektiver und effizienter zu tun,
ist kein Ersatz dafür, das Richtige zu tun.

Das Wesentliche 

Die aktuelle NLP-Master-Ausbildung baut auf die Erkenntnisse der 4. NLP-Generation auf. Werte, Einstellungen (Überzeugungen, Prägungen, Flow, Satori), Meta-Programme und die Arbeit mit Gruppen werden auf der Ebene der persönlichen Prioritätensetzung reflektiert. Was ist mir in meinem Leben wirklich wesentlich? Was berührt mich freudig in meinem tiefsten Inneren? Wo sitzt das Zentrum meines Sinns und Seins? Wie kann ich Core-Erlebnisse in meinem Lebensalltag erfahren? Wie läßt sich meine Begeisterung aktivieren? 

NLP nimmt eine neue Richtung mit Bewußtwerdung, Erfüllung und Begeisterung. 

Gehe jetzt nach innen und frage Dich:  

"Was ist das Wesentliche in meinem Leben?" 

"Was sind die 3 oder 4 Dinge, die mir am meisten bedeuten?" 

"Widme ich diesen Dingen soviel Sorgfalt, Nachdruck und Zeit wie ich wirklich will?" 

"Was hält mich davon ab, das was mir am wichtigsten ist, an erste Stelle zu setzen?" 

Übung:  

Schreibe die wichtigsten Einsichten dazu jetzt auf.  

Erzähle dann einem anderen Teilnehmer davon.  

Achtet dabei gegenseitig auf Meta-Modell-Verletzungen und hinterfragt sie.  

Schreibt auch Werte und Einstellungen (Glaubenssätze) auf, die ihr dabei erkennt.  

 
Wer würde sich auf dem Sterbebett darüber ärgern,
daß er nicht mehr Zeit im Büro verbracht hat?

  

  

Das Dringliche 

Unsere schnellebige Welt überflutet uns mit Dringlichkeiten. Es gibt immer etwas zu tun. Alles fordert unsere Aufmerksamkeit. Nie kommen wir an oder sind zufrieden zu Hause. Ruhe erzeugt Leere und wir lieben es uns abzulenken. Dringlichkeitssucht stellt sich ein, um von der inneren Leere und Langeweile abzulenken. 

Gehe jetzt nach innen und frage Dich:  

"Wo werde ich von Dringlichkeiten überflutet?" 

"Wie genau passiert das?" 

"Geschieht eher etwas mit Dir oder tust Du eher etwas ganz gezielt?" 

Übung:  

Schreibe die wichtigsten Einsichten dazu jetzt auf.  

Erzähle dann einem anderen Teilnehmer davon.  

Achtet dabei gegenseitig auf Meta-Modell-Verletzungen und hinterfragt sie.  

Schreibt auch Werte und Einstellungen (Glaubenssätze) auf, die ihr dabei erkennt. 

  

  

Echte Kommunikation 

Kommunikation wird heute üblicherweise als Austausch von Informationen gesehen. Computer und Faxgeräte tauschen Informationen aus und deshalb sagen wir auch, sie kommunizieren miteinander. In Wirklichkeit handelt es sich bei Faxgeräten nicht um Kommuniukation, sondern um Transaktionen. Nur eine mechanisch verirrte Weltsicht verwechselt das.  

Echte Kommunikation mit sich selbst oder anderen enthält die Qualität von Transformation. Echte Kommunikation hat etwas zu tun mit tiefem Berührtsein und mit Gemeinsamkeit, mit Verstehen, Verständnis und verstanden werden. Der Gefühls- und Erlebensaspekt wird im heutigen Alltagsbewußtsein von Kommunikation ausgeklammert. 

Gehe jetzt nach innen und frage Dich:  

"Wann erlebe ich wie echte Kommunikation?" 

"Was tue ich für die Erhöhung der Eintrittswahrscheinlichkeit echter Kommunikation in meinem Lebensalltag?" 

Übung:  

Schreibe die wichtigsten Einsichten dazu jetzt auf.  

Erzähle dann einem anderen Teilnehmer davon.  

Achtet dabei gegenseitig auf Meta-Modell-Verletzungen und hinterfragt sie.  

Schreibt auch Werte und Einstellungen (Glaubenssätze) auf, die ihr dabei erkennt. 

    
Das Selbst als Korrektiv 

Oft vergessen wir unser inneres Zentrum, unsere Mitte, unsere innere Weisheit. Tief in jedem Menschen gibt es diesen Ort der Geborgenheit und inneren Stabilität.  

Gehe jetzt nach innen und frage Dich:  

"Wann erlebe ich wie mein inneres Zentrum 

"Was tue ich für die Entwicklung meines Kontaktes mit diesem Zentrum?" 

"Wie oft täglich freue ich mich über die Begegnung damit?" 

Übung:  

Nimm Dir jetzt etwas Zeit für den Kontakt zu Deinem inneren Zentrum. "Wie sprichst Du es an?" "Wie antwortet es Dir?" Wenn es so etwas wie ein inneres Zentrum bei Dir geben würde, wo wäre es am ehesten? Welche Farbe wäre dort? Welcher Ton? Welche Temperatur? Welches Gefühl? Welche Ausdehnung hätte es? Laß Dich einfach davon überraschen, wie Du es als erstes wahrnehmen kannst. Folge einfach vorbehaltlos dem ersten Impuls. Genieße die Verbindung. Fühle Dich wohl damit.  

Lege zur Begrüßung Deine Hand dorthin. 

Erforsche Dein Zentrum und spreche mit ihm. Gibt es Bilder und Symbole als Antwort oder Töne und Gefühle oder völlig andere Reaktionen? Was könnte es Dir mitteilen wollen? 

Bringen Dich diese Fragen näher zu Deinem Zentrum oder weiter weg? Was bringt Dich näher zu Deinem Zentrum? Wie ist das mit meiner Stimme? Was kannst Du tun, damit Du meine Stimme so aufnimmst, daß sie Dich näher zu Deinem Zentrum bringt? Experimentiere jetzt damit. Was kannst Du noch tun, um näher zu Deinem Zentrum zu kommen? 

  

Schreibe die wichtigsten Einsichten dazu jetzt auf.  

Erzähle dann einem anderen Teilnehmer davon.  

Achtet dabei gegenseitig auf Meta-Modell-Verletzungen und hinterfragt sie.  

Schreibt auch Werte und Einstellungen (Glaubenssätze) auf, die ihr dabei erkennt. 

    

____________ 

Literaturempfehlung:  

Stephen R. Covey: "Der Weg zum Wesentlichen" Zeitmanagement der 4. Generation.  

Stephen Gilligan: "The Courage to Love", 1997 

 
 
 
3. Thema 1: Werte und ihre Abgrenzung zu 

Meta-Programmen und Glaubenssätzen (Beliefs)  

Die Beschäftigung mit Werten führt zu einer Diskussion des Konzeptes von Identität. Stellen unsere Werte die Basis da um die herum sich die Art wie wir unsere Wahrnehmung filtern und unsere inneren Überzeugungen gruppieren? Ist Identität nur eine Sammlung von Wahrnehmungsfiltern, Werten und Überzeugungen? Läßt sich diese Sammlung beliebig verändern? Ist vielleicht sogar die Identität eine Art Gefängnis, das durch Filter, Werte und begrenzende Überzeugungen Lebensfreude, Glück und Ekstase unter Kontrolle hält? 

"Werte" wurden im NLP erst sehr spät in die Diskussion aufgenommen. Früher versuchten die NLP-Entwickler eher "wertfrei" und ohne den Inhalt zu kennen zu therapieren. 

Etwas gewagt ausgedrückt kann man sagen: "Früher (1972-1988) war NLP wertlos." 

Werte, Meta-Programme (Wahrnehmungsfilter) und Beliefs (Überzeugungen) berühren sich gegenseitig und beeinflussen sich. Wir werden sie in einzelnen Wochenenden vertieft behandeln.  

Hier zuerst mal eine kurze Begriffsklärung. 

Werte werden durch die sogenannten dicken fetten Nominalisierungen repräsentiert. Jeder kennt Werte wie: "Freiheit, Recht, Begeisterung, Hilfsbereitschaft, Vaterlandstreue, Sparsamkeit, ..." Es handelt sich dabei um eingefrorene Prozesse. Lebendige Handlungen wurden eingefroren und werden wie ein Gegenstand behandelt. Die Werte waren die entscheidenden Komponenten bei den Strategien. Sie stellen die Motivation für unsere Handlungen dar und sind auch gleichzeitig Kriterien zur Bewertung von Handlungen. Innerlich sind Werte durch Submodalitäten repräsentiert und veränderbar. Manchmal stehen sich die zentralen Werte eines Menschen gegenseitig im Weg und manchmal unterstützen sie sich. So sind z.B.: Innere Ausgeglichenheit und Gefühlsintensität (Leidenschaftlichkeit) manchmal nicht vereinbar, und menschliche Nähe und Autonomie (Unabhängigkeit) passen oft auch nicht zueinander.  

Wir werden in diesem Wochenende Werte erforschen und bei Bedarf Wertekonflikte klären, korrespondierende Gegenwerte heilen und die Wertehierarchie den höheren Lebenszielen anpassen. 

Beliefs: Überzeugungen, Einstellungen, Glaubenssystemen 

Unter Beliefs: inneren Überzeugungen, Einstellungen oder Glaubenssystemen, verstehen wir weitgehend unbewußte Leitsätze unseres Handelns, in der Art wie z. B.: "In Wirklichkeit mag mich keiner.", "Der Mensch ist des Menschen Wolf.", "Wenn es ein Problem gibt, wird es bei mir landen.", "Wenn ich mal Erfolg habe, dann war es eine zufällige Ausnahme.", "Trau bloß keinem!", ... 

Meta-Programme oder innere Wahrnehmungsfilter 

Einige Meta-Programme sind schon bekannt, wie z.B.: 

  • visuelle, auditive oder kinästhetische Bevorzugung im Erleben (sieht Bilder, spricht mit sich, lebt eher im Gefühl), in der Sprache (VAK-Prädikate und Redewendungen) und im nonverbalen Verhalten
  • Problemorientierung (weg von) oder Zielorientierung (hin zu): Weiß ich eher was ich vermeiden will oder eher was ich erreichen will?
  • Vergangenheits-, Gegenwarts oder Zukunftsorientierung: Sind meine Gedanken eher damit beschäftigt wie schön oder schlimm es früher war (Kritiker) oder damit was ich jetzt tun kann (Realist) oder damit wie es mal werden soll (Träumer)?
  • Überzeugungsmuster: Muß dein Lebenspartner von dir eher etwas sehen, hören oder fühlen, um sich geliebt zu fühlen? Und wie oft oder in welcher Kombination braucht er das?
Einige sind vermutlich eher neu: 
  • Innere oder äußere Referenz: Orientiere ich mich eher an der Reaktion meiner Umwelt oder an meinem inneren Gefühl?
  • Optionsorientiert oder Ablauforientiert: Liebe ich eher genaue Schritt-für-Schritt-Vorgaben oder brauche ich eher Handlungsfreiheit und mache es jedes mal lieber etwas anders?
  • Gemeinsamkeiten oder Unterschiede betonen: Denke ich eher daran woher ich etwas schon kenne oder was daran neu ist?
  • Überblick oder Details bevorzugen: Brauche ich eher zuerst den Überblick oder bin ich erst nach einer Geschichte darüber motiviert?
  

Tad James, Wyatt Woodsmall, Robert Dilts, Anthony Robbins 

Erst 1988 thematisierten Tad James und Wyatt Woodsmall in ihrem Buch: "Time Line Therapy", (deutsch 1991: Time Line) Meta-Programme, Glaubenssätze und Werte: 

      "Meta Programme sind die am weitesten unbewußten inneren Verarbeitungsfilter, und es handelt sich bei ihnen um inhaltsfreie Filter. ...  

      Die etwas weniger unbewußten Filter sind unsere Werte. Werte sind die erste Ebene von Filtern, die selbst einen Inhalt haben; es sind im wesentlichen Bewertungsfilter. Durch sie entscheiden wir, ob unsere Handlungen gut oder schlecht oder richtig oder falsch sind. ... Werte sind das, auf das Leute sich typischerweise hinbewegen oder von dem sie sich wegbewegen (siehe Meta-Programme). Sie sind das, was uns im Leben anzieht oder abstößt. Sie sind Verallgemeinerungen über tiefsitzende bewußte oder unbewußte Glaubenssysteme, die uns vorgeben, was wichtig ist und was wir als gut oder schlecht bewerten.. Werte können sich je nach Kontext verändern. ...  

      Die nächste Ebene der Filter stellen die Glaubenssätze dar. Glaubenssätze sind Überzeugungen oder Annahmen darüber, daß bestimmte Dinge wahr oder real sind. Sie stellen ferner Verallgemeinerungen über den Zustand der Welt dar."

T. James & W. Woodsmall, Timeline, 1991, S.17/18
Tad James und Wyatt Woodsmall geben den Werten eine sehr große Bedeutung und betrachten sie als das was alles menschliche Verhalten bestimmt (Seite 181 bis 255): 
      "In der therapeutischen Arbeit stellen Werte mehr als jedes andere Element die eigentliche Basis der Veränderungen dar und haben einen bedeutenden Einfluß auf die Dauerhaftigkeit der uns von uns vorgekommenen Veränderungen. ... Werte bestimmen SÄMTLICHES menschliches Verhalten. Zunächst sorgen sie für die Triebkraft oder den kinästhetischen Antrieb in Form von Motivation für unsere Handlungen. Dann dienen sie als Kriterien zur nachträglichen Bewertung oder Beurteilung unserer Handlungen."
T. James & W. Woodsmall, Timeline, 1991, S.183
Bei Tad James und Wyatt Woodsmall hängen Glaubenssätze an Werten oder sind mit ihnen verwandt. Bei Robert Dilts sind Werte eine spezielle Kategorie von Glaubenssätzen. 

Tad James und Wyatt Woodsmall gehen in ihrem Buch TimeLine zuerst sehr allgemein auf Werte und ihre Entstehung ein (S. 191-203), erwähnen dann kurz das Wertesystem von Claire Graves (S. 205-210, Bei uns später Thema in der Trainerausbildung!) und beschäftigen sich dann mit der Veränderung von Werten und Überzeugungen (S. 211-255) 

  

Werte bezeichnen im NLP das, was einem Menschen wichtig ist, was ihm Bedeutung gibt, was ihn motiviert. Werte sind z.B. "Friede", "Freude", "Glück" oder "Liebe". Werte sind auf einem hohen Chunk, auf einer sehr allgemeinen Ebene. Sie bezeichnen etwas Übergeordnetes, etwas Allgemeines. Werte sind Begriffe, die Konzepte von Lebensqualität beschreiben. Die sprachliche Verpackung von Werten sind Nominalisierungen. Werte werden in einer persönlichen Sprache erzählt. Was ein bestimmter Wert (z.B. "Gerechtigkeit") auf der Ebene des Verhaltens für eine Person bedeutet (die Erfüllungskriterien), kann im allgemeinen nicht vorhergesagt werden, sondern muß für diese Person konkret in Erfahrung gebracht werden. Glück mag für den einen sein, wenn er im Lotto gewinnt, für den anderen, wenn er beim Schummeln nicht erwischt wird und für manche Menschen ist Glück, wenn sie in sich diese Freude spüren. 

Die Begriffe "Werte", "Kriterien" und "Beliefs" sind im NLP nicht eindeutig definiert.  

Für Dilts sind Kriterien und Werte eine spezielle Kategorie von Glaubenssätzen, die man darüber hat, warum etwas wichtig und lohnenswert ist. Beliefs definieren eine Beziehung zwischen Ursache ("wenn ich das tue") und Wirkung ("dann wird X so reagieren"), die einem Wert oder Kriterum (z.B. "Erfolg") zugeordnet werden.  

Anthony Robbins unterscheidet zwischen Werten des Mittels (Zweckwerte), wie z.B.: Geld, Flugtickets, Ferien, ... und Werten des Ziels (Endwerte) wie z.B. Glücklichsein, Flow, ... 

James und Woodsmall definieren Werte als (weitgehend unbewußt wirkende) Meta-Programme: sie sind das, wo wir uns "hin zu" oder "weg von" bewegen. Es sind die Triebkräfte in Form von Motivation für unsere Handlungen und Ziele. Sie werden auch Richtungs-Sorts genannt. Sie unterscheiden dabei (in einer Abfolge von "völlig unbewußt" zu "völlig bewußt") nach Meta-Programmen, Grundwerten (Kernglaubenssätze, die mit der Identität einer Person verbunden sind), Glaubenssätze (die an Werten"hängen") und Einstellungen (Gruppen von Glaubenssätzen, die sich auf ein bestimmtes Thema beziehen). 

 
4. Werte herausfinden

1.2.1 Werte "einfach" erfragen  

"Was ist dir wichtig an ..... ?" (z.B.: Beziehungen, Arbeit, Gesundheit, Leben, ...) 

1.2.2 Werte zeigen sich in der Lebensorganisation 

Da Werte teilweise unbewußt sind ist es manchmal sehr schwierig die Werte einfach nur abzufragen. Besser zeigen sich die eher unbewußten Werte, wenn man sich sein Leben anzuschauen und fragt: 

a) "Wie verbringst Du Deine Zeit?" 

b) "Wofür gibst Du Dein Geld aus?" 

c) "Wofür investierst Du Energie?" 

1.2.3 Mehrmals mit "Warum" nachfragen 

Die Frage "Warum?" führt ebenfalls zu den Werten und Überzeugungen eines Menschen: Warum machst du das so und so? Besonders geeignet in Kombination mit den vorhergehenden Fragen bei 2.2. Die Antwort läßt sich meistens mehrfach mit "Warum eigentlich?" weiter hinterfragen, bis es den anderen nervt, weil er zu nahe an seine Abwehr kommt. 

  

 
5. Werthierarchie finden

Werte treten nach James und Woodsmall typischerweise in einer Hierarchie auf.  

Der höchste Wert bezeichnet jenen Wert, dem in einem bestimmten Kontext die erste Priorität zukommt. 

Nach James und Woodsmall sollen bei einer Hierarchie die abstrakten Werte höher angesiedelt sein, als die konkreten Werte. Zumindest sollte der höchste Wert kein konkreter Wert sein (s. Time-Line, S. 239). Siehe dazu auch die 5 Core-Zustände aus dem Buch "Der Weg zur inneren Quelle", von Connirae und Tamara Andreas, S. 46/47: Ruhe im Sein, Innerer Friede, Liebe, Okay-Sein und Einssein (als eine Möglichkeit der Benennung). 

Höchste Werte werden durch Befragen erkundet. Dabei wird eine Person gefragt, ob Wert A wichtiger als Wert B sei bzw. ob A das Vorhandensein von B bedingt. In diesem Fall ist A ein höherer Wert als B. (Vgl. dazu auch Weerth 1992, S. 99 ff.).  

Ordne die genannten Werte nach ihrer Wichtigkeit und kläre eindeutig jede Stufe der Einordnung über die Frage bei b):  

a) "Welcher dieser Werte ist dir am wichtigsten? Welcher am zweitwichtigsten? ..." 

b) "Wenn du ... nicht haben könntest, aber ..., wäre das dann in Ordnung?" 

Schreibe die Begriffe für die Werte genau so auf, wie der Klient sie benennt. Achte darauf, ob es sich um "hin zu" oder um "weg von" Werten handelt. 

"Hin zu" und "weg von" Werte, die sich auf das selbe Thema beziehen beinhalten oft ein Konfliktpotential. Verändere kein Wort. 

      

6. Erfüllungskriterien: Meine Insel - Deine Insel

Ermittle die Erfüllungskriterien für die Werte, wenn du wissen willst, wovon der andere spricht (Erfragen von komplexen Äquivalenzen). Oft verstehen Menschen unter dem selben Begriff eines Wertes völlig unterschiedliche Dinge.:  

a) "Woher weißt du wann du ... bist? 

b) Was bedeutet das für dich?  

c) Wie weißt du, daß dich jemand für ... hält? 

    d) Mit Hilfe von welcher Prozedur (Handlung, Ablauf) bekommst du die Evidenz (Gewißheit, Beweis) in Bezug auf ...?
e) Was bewirkt, daß du dich ... fühlst? 

  

7. Konflikte zwischen Werten 

Schau dir jetzt die Werte an, ob es irgend welche Konflikte zwischen ihnen gibt. Geld und Freizeit sind oft in Konflikt miteinander, weil mehr Geld zu verdienen oft weniger Freizeit bedeutet. Sicherheit und Leidenschaft passen manchmal auch nicht zusammen und das Streben nach Anerkennung und Gesundheit widerspricht sich auch manchmal. Ob Konflikte bestehen zeigt sich erst bei der Erarbeitung und dem Vergleich der Erfüllungskriterien zu den jeweiligen Werten. 

Wenn du dich einem Konflikt bei den Werten und bei Glaubenssystemen näherst kommen von dem Klienten oft einige der folgenden Warnlichter: 

a) Scheinbare Paradoxen werden geäußert:  

    - "Ich weiß nicht, was mich davon abhält ... " 

    - "Das klingt vielleicht verrückt, aber es ergibt überhaupt keinen Sinn." 

    - "Etwas hindert mich, aber ich weiß nicht was." 

    - "Das sieht mir gar nicht ähnlich." 

    - "Ich verstehe das nicht, aber ..." 

    - "Logisch gesehen stimmt das nicht, aber ..." 

    - "Ich glaube das nicht, aber ..."

b) Smoke Screen (Rauchwolken) 

Jemand wird sehr vage oder leer, um sich davor zu schützen mit bestimmten belastenden Erinnerungen in Kontakt zu kommen. Nebel entsteht in seinem Innern. 

c) Sackgasse (Stuck State) 

Sie erhalten unwichtige Informationen und Details, die nicht weiter führen. Lange ausführliche Geschichten, die nichts mit dem Hauptproblem zu tun haben. 

d) Projektion (Fish in the dream) 

Der Klient kann auf andere Menschen projezieren und auch auf den Therapeuten: "Du weißt doch genau, daß ..." Und der Therapeut kann in einem Projektionsklima in sich den Impuls verspüren auf den Klienten zu projezieren! 

e) Double Bind 

Egal was man macht es ist falsch. Die jüdische Mutter bei Perls. Sei sofort spontan. 

f) unendliche Schleife 

Alles bedingt sich gegenseitig und deshalb ist nichts möglich. 

g) Rationalisierungen 

Logische Argumente, die für alle anderen offensichtlich Quatsch sind. 

  

  

8. Submodalitätsunterschiede bei Werten finden

Ermittle die Submodalitäten der Werte an denen du etwas verändern möchtest. Hole oder mache dir ein Bild von jedem Wert und seinen Erfüllungskriterien und untersuche die Unterschiede in den Submodalitäten: 

a) assoziiert oder dissoziiert 

b) schwarz-weiß oder farbig 

c) scharf (fokusiert) oder unscharf (defokussiert) 

d) nah oder fern 

e) größer, kleiner oder gleich groß wie Lebensgroß 

f) Film oder Bild 

g) mit schneller, langsamer, keiner Bewegung 

h) Panoramabild oder Begrenzung (welcher Art?) 

i) Ort des Bildes: re., li., oben, unten, zentral, ... 

j) sind die Geräusche/Klänge/Stimmen laut oder leise 

k) sind die Geräusche/Klänge/Stimmen schnell oder langsam 

l) gibt es Besonderheiten bei Tonhöhe, Rhythmus oder Tonlage 

m) gibt es irgend welche Gefühle 

n) sonstige Besonderheiten bei Submodalitäten 

Für die spätere Veränderungsarbeit ist es ganz speziell interessant herauszufinden, ob die Werte hintereinander, nebeneinander oder übereinander angeordnet sind. 
 

  

9. Werte integrieren durch Visual Squash
    a: Beide Hände benutzen und die 2 Teile dort bildhaft vorstellen und miteinander reden lassen. Auch die zentralen Werte und Überzeugungen dabei beschreiben lassen. 

    b: Positive Absicht von beiden erfragen. Wenn möglich soweit hochchunken, bis eine gemeinsame positive Absicht erscheint. Welche Ressourcen können sie sich gegenseitig unterstützend zur Verfügung stellen? 

    c: Ressource für die Verständigung zwischen beiden in der Mitte sehen und sie darüber reden lassen. Auch darüber reden, wie der Wertekonflikt dem Erreichen der positiven Absicht im Wege steht und wie sie wirklich gut zusammenarbeiten können. 

    d: Integration und Hände zusammenführen sprachlich begleiten mit Trancesprache. Die neue Form der zusammengeführten Bereiche bildlich beschreiben lassen und die visuelle Vorstellung dann im Körper integrativ aufnehmen. 

    e: bei Schwierigkeiten: Ökochek: Einwände klären und reframen als positive Absicht, ggf. kreativen Teil um Vermittlung bitten. Dann wieder weiter bei c:. 

      

    10. Veränderung durch Submodalitätenveränderung in der räumlichen Anordnung
Die Werte-Hierarchie selbst wird innerlich durch ein Kontinuum in Bezug auf eine Untereigenschaft repräsentiert (z.B. durch Größe, Entfernung oder Lautstärke). Diese Untereigenschaft kann erkundet und für die Veränderung eines oder mehrerer Werte in der Werte-Hierarchie einer Person verwendet werden (Vgl. zu dieser Technik James und Woodsmall 1994 (1988), 237ff.; Andreas und Andreas 1993 (1987), 105ff. und Weerth 1994 (1992), 184ff.). 

  

  

11 Erforschung der Gegenwerte und Befreiung der Wertefixierung

Hinter vielen Werten stehen Probleme bei den gegenteiligen Werten. Oft ist z.B. der Wert "Gesundheit" nur deshalb so hoch, weil leidvolle Erfahrungen mit Krankheit dazu geführt haben, daß jemand diesen Wert für sich als so wichtig definiert. 

"Sicherheit", als hoher Wert verbirgt oft unverarbeitete Erlebnisse mit Mangelsituationen. 

Und bei fast allen Werten ist es ähnlich. Vielleicht machst du auch diese Erfahrungen. 

Die NLP-Standard-Techniken sind für die Bearbeitung der dabei frei werdenden Probleme sehr hilfreich: 

  • 1. 2. 3. Position (später Meta-Mirror) um das Problem von unterschiedlichen Standpunkten aus zu betrachten und dadurch neue Seiten daran kennenzulernen
  • Change History (später ReImprinting) um das Innere Kind mit den nötigen Ressourcen zu versorgen die ihm fehlen und um es aufwachsen zu lassen
  • 6-Step-Reframing (später Core-Transformation) um die wahre tiefe positive Absichten der beteiligten innere Bereiche kennen zu lernen und neue Verhaltensmöglichkeiten zu finden
  • Fast - Phobia um alte Ängste und Traumata aufzulösen
  • Später dann auch noch TimeLine-Therapie
  

  

12 Werterfüllung in der Vergangenheit finden

Schließen Sie Ihre Augen und lassen Sie Ihre Gedanken zu all den Plätzen Ihrer Vergangenheit wandern, wo Sie Ihren Wert (z.B. "Liebe" oder "Lebensfreude") gelebt haben. Vielleicht waren Sie dabei manchmal allein, manchmal mit anderen, manchmal in der Natur, manchmal in einem Raum. Finden Sie, was all den Situationen gemeinsam ist, wählen Sie die Erinnerung, die für Sie im Moment am intensivsten ist. Finden Sie, was für Sie wesentlich ist, um Ihren Wert, (z.B. "Liebe" oder "Lebensfreude") spüren zu können. Ist es eher hell in der Erinnerung, sind die Farben kräftig oder eher pastellfarben, ist viel oder wenig Bewegung da, sehen Sie eher verschwommen oder klar und deutlich, hören Sie etwas oder ist Stille da, gibt es bestimmte Gerüche? Wie ist Ihre Körperhaltung, Ihr Atem, wie fühlen Sie Ihre Gesichtsmuskeln? (Gehen Sie möglichst viele Submodalitäten durch). Nehmen Sie sich Zeit und genießen Sie diese Erinnerungen.  

Mit welchem Verb können Sie das, was Sie im Körper spüren, benennen? Ist es eher fließen, schwingen, kribbeln, pulsieren?  

Welches Symbol entspricht dem? 

Redewendungen? 

Musikstücke? 

Körperbewegungen? z.B.: Mikrobewegungen mit dem Kinn oder dem Kopf, der Atmung, dem Knie, einer Hand, oder auch Makrobewegungen wie z.B. Tanzschritte. 

Schreiben Sie die Wahrnehmungen aller Sinneskanäle genau auf.  

Nun haben Sie Ihre ganz persönlichen Schritte, Ihr ganz persönliches "Rezept": Wenn Sie Ihre Gedanken mit all den gefundenen Eigenschaften wie: Farbe, Helligkeit usw. ausstatten, und Ihren Körper (Atem, Gesichtsmuskeln) in diese Position bringen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß Sie Ihren Wert (z.B. Liebe oder Lebensfreude) in sich spüren und keine äußeren Ersatzmittel dafür benötigen werden. 

  

  

13. Thema 2: Beliefs 

"Belief" ist ein im NLP üblicher Begriff für Überzeugungen, Einstellungen, Glaubenssätzen und Meinungen. Es gibt im NLP keine allgemein akzeptierte Definition von Belief. Oft wird nur über behindernde beliefs gesprochen. Befähigende beliefs sind natürlich genau so wichtig. Sie ermöglichen uns Höchstleistungen und lassen sich visuell als Symbole nutzen, auditiv als Redewendungen (Ach ja, so kann man das auch sehen - wenn man das wollte!) und kinästetisch als befähigendes Gefühl, das einen eindeutigen Platz in unserem Körper hat. Die NLP-Axiome sind z.B. befähigende beliefs. 

Für O‘Connor und Seymour sind Beliefs: "Leitprinzipien - unsere inneren Landkarten, die wir benutzen, um der Welt Sinn zu verleihen."  

Für Dilts sind Beliefs: Überzeugungen über uns selbst und darüber, was in der Welt um uns herum möglich ist. Glaubenssätze sind Verallgemeinerungen über die Beziehungen zwischen Erfahrungen. Glaubenssätze sind Verallgemeinerungen über Zusammenhänge, Bedeutung und Grenzen, hinsichtlich der Welt um uns herum, spezieller Verhaltensweisen, Fähigkeiten und unserer Identität.  

In einer konstruktivistischen Interpretation von NLP könnte man Beliefs (sehr weit) als alle Überzeugungen definieren, denen wir einen Wahrheits-Charakter zuschreiben.  

Beliefs über Grenzen sind rational nicht begründbar und werden meist nonverbal vermittelt.  

Beliefs äußern sich in der Regel als Meta-Modell-Verletzungen, in der Form von: 

  1. Verallgemeinerungen: "Gute Mädchen kommen in den Himmel, ...", "Ein Indianer kennt keinen Schmerz.", "Keiner liebt mich wirklich.", "Immer mach ich alles falsch", "Menschen sind ..."
  2. Beziehungsbehauptungen in Form von "Ursache-Wirkung": Verallgemeinerungen über kausale Beziehungen ("A verursacht B") oder "komplexer Äquivalenz": Verallgemeinerungen über Bedeutungs-Beziehungen ("A bedeutet B").
  3. Modaloperatoren: "Du mußt mit den Wölfen heulen.", "Du kannst doch nicht einfach alles anders machen.", "So darfst du aber nicht sein." Hier fehlt der Begründungszusammenhang. Wenn der mitgeliefert wird, dann den Satz als Beziehungsbehauptung, s. 2. behandeln.
  4. Bewertungen: "Es ist gut, richtig, falsch, ..." (verlorener Performativ) oder "Ich bin zu ..." (Vergleich ohne Bezug). Hier fehlt der Bewertende, der das meint, oder der Bezugspunkt, von dem aus das so gesehen wird. Ein Spezialfall von Bewertungen sind "Gedankenlesen": "Er weiß doch ganz genau, daß ...", "Du kennst mich so gut, das weißt du doch, daß ich darauf so reagiere.", "Das hast du absichtlich gemacht um mich zu ärgern" Auch hier stehen behindernde Bewertungen und Urteile im Vordergrund.
1.) Verallgemeinerungen suggerieren, daß etwas immer so sei. MM-Fragen: 1. "immer?", 2. Gegenbeispiel erfinden oder erfragen, 3. "Wen genau meinen Sie?", 4. übertreiben 

2.) Beziehungsbehauptungen: 1. Ursache-Wirkungs-Beliefs oder Ursachen-Beziehungen suggerieren, daß das Auftreten von A das Auftreten von B bewirkt: "Das Streben nach Reichtum verursacht Kriege." Kausale Beliefs suggerieren einen Zwang: es muß so sein. Kausale Interpretationen sind für innere Zustände und soziale Beziehungen fast immer inadäquat. Für unerwünschte innere Zustände bedeuten sie eine Einschränkung der Wahl-Freiheit: "Du machst mich traurig". Beliefs dieser Art torpedieren den Gedanken der Selbst-Steuerung: innere Zustände erscheinen als von außen determiniert. Im sozialen Bereich aktivieren kausale Beliefs Macht-Illusionen und schreiben Opfer-Täter-Rollen fest. 2. Beliefs der Variante: "Komplexe Äquivalenz" oder "Bedeutungs-Beziehungen", sind mit den Ursache-Wirkungs-Beliefs sehr nah verwandt. Sie verbinden Beschreibungen mit Schlußfolgerungen: "Wenn Sie das verstehen" (eine Beschreibung A), "dann bedeutet das, daß Sie O.K. sind" (eine Schlußfolgerung B). Die Suggestion hier ist: wenn die Beschreibung A wahr ist, dann ist auch der daraus gezogene Schluß B wahr. 

MM-Fragen dafür: "Wie genau verursacht das eine das andere?" oder "Wie steht X mit Y im Zusammenhang?" oder "Ist das immer so?" oder "Wie kommst du denn da drauf?" oder "Ja, so kann man das auch sehen, wenn man das unbedingt will." 

3.) Modaloperatoren: Die MM-Fragen: 1. "Was würde passieren, wenn ... ?" und 2. "Was hindert Sie daran, ... ?" sind nur sinnvoll, wenn der Modaloperator ohne Begründungszusammenhang benutzt wird. Dann ergibt die Antwort darauf die Begründung, beziehungsweise den dahinter stehenden Glaubenssatz. Sobald der Begründungszusammenhang klar ist, mit den Fragen unter 2. und 1. die behindernden Überzeugungen bearbeiten. 

4.) Bewertungen: Bei verlorenem Performativ (verlorenem Handelndem oder die Beurteilung abgebendem) oder Vergleichen ohne Bezug sind die MM-Fragen: 1. "Von welchem Standpunkt aus gesehen ...?", 2. "In Bezug auf was zu ...?" 3. "Wer sagt, daß ...?" Bei Gedankenlesen: "Woher wissen Sie, daß ... ?" 

  

Im NLP wird heute die Wichtigkeit von Beliefs für menschliches Handeln betont. Beliefs fungieren als machtvolle Wahrnehmungs-Filter, die die ungeheure Fülle an Informationen aus der Außen-Welt sinnvoll ordnen. Ohne Beliefs, ohne soziale Regeln, ohne Vorstellungen über Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge wären wir nicht in der Lage, die Welt sinnvoll wahrzunehmen und ihr Bedeutung zu geben. Beliefs strukturieren das menschliche Bewußtsein auf grundlegende Weise. 

NLP geht von einer engen Wechselwirkung von Beliefs und Wahrnehmung, sowie von Beliefs und Verhalten aus. NLP als Theorie subjektiver Erfahrungen ist das Studium dieser Wechselwirkungen, bei sich und bei anderen.  

Die Arbeit mit Glaubenssätzen bedeutet einen Perspektivenwechsel im NLP, - eine dritte Phase in seiner Entwicklung (Jochims 1995, 10f.):  

(1) In der Anfangsphase (ca. 1974 - 1978) wurden die Prinzipien formuliert und wichtige Modelle, wie das Reframing, entworfen.  

(2) Zwischen 1978 und etwa 1985 hat sich die NLP-Arbeit vor allem darauf konzentriert, Techniken für die Behandlung von Symptomen zu entwickeln.  

(3) in der dritten Phase (ungefähr ab 1985) richtet sich der Fokus der Aufmerksamkeit auf die Frage, was Glaubenssätze sind und wie sie Verhalten steuern. Jetzt geht es "primär darum, den einschränkenden Glaubenssatz zu verändern. Erst dann kann ein neues, dem Weltbild angemessenes Kommunikationsverhalten gelernt werden. Die Lernbarkeit von Kommunikation wird also nicht grundsätzlich bestritten, wohl aber neu gesehen." (Jochims 1995, 11).  

Die Arbeit mit Beliefs wirft die Frage nach der "Identifikation" von Beliefs auf. Beliefs sind keine "Objekte" und Beliefs sind keine eindeutig beschreibbare "Symptome" (Jochims 1995, 11ff.). Für die Erkundung von Beliefs dienen im NLP vor allem Warum-Fragen und das Meta-Modell der Sprache: Meta-Modell-Verletzungen verweisen oft auf Glaubenssätze.  

Viele einschränkende Beliefs sind unbewußte Vorannahmen. Beim Versuch, sie bewußt zu machen, können nach Dilts u.a. folgende Phänomene auftreten (1993 (1990), 82ff.):  

1. Nebel-Wand: Der Klient (die Klientin) gerät in eine "Nebel-Wand" und wird verwirrt. Dilts empfiehlt hier, den Fokus der Aufmerksamkeit bewußt auf den "Nebel" zu richten: im oder hinter dem "Nebel" wird oft das gewünschte Belief sichtbar. (Der "Nebel" ist eine "negative Halluzination", vgl. Wolinski 1993 (1991), 43ff.).  

2. Roten Hering: Der Klient legt eine falsche Spur (einen "roten Hering"). Dilts empfiehlt hier, auf Inkongruenzen im Ausdruck zu achten.  

3. Fish in the Dream: Der Klient präsentiert Theorien und Hypothesen, die der Therapeut bewußt oder unbewußt suggeriert. Auch hier soll exakt auf minimale Zugangs-Hinweise geachtet werden.  

Beliefs entstehen nach Gundl Kutschera (1995a (1994), 247ff.):  

1. in intensiv empfundenen Situationen,  

2. durch kognitives Wissen,  

3. durch Ergebnisse, die wir in der Vergangenheit erzielt haben,  

4. indem wir klare Ziele setzen.  

0‘Connor und Seymour beschreiben die Herkunft von Beliefs so: "Glaubenssätze und Einstellungen entspringen vielen Quellen - aus Erziehung, Modellieren von bedeutsamen anderen Menschen, Vergangenheitstraumen und wiederholten Erfahrungen. Wir entwickeln Glaubenssätze dadurch, daß wir unsere Erfahrungen mit der Welt und mit unseren Mitmenschen generalisieren, das heißt, Verallgemeinerungen ableiten. Woher wissen wir, aus welchen Erfahrungen wir generalisieren sollen? 

Einige Einstellungen kommen fertig aus der Kultur und der Umgebung, in die wir hineingeboren werden. Die Erwartungen der bedeutsamen Menschen, die in unserer Kindheit um uns sind, prägen unsere Einstellungen und Überzeugungen.  

Hohe Erwartungen (vorausgesetzt, sie sind realistisch) bilden Kompetenz. 

Niedrige Erwartungen flößen Inkompetenz ein. Wenn wir noch jung sind, glauben wir, was uns gesagt wird, denn wir haben keine Möglichkeit, es zu überprüfen. Diese Glaubenssätze können überdauern, ohne durch unsere späteren Leistungen modifiziert zu werden." (1996 (1990), 138).  

NLP konzentriert sich nicht auf die "Wahrheit" oder "Falschheit" von Beliefs, sondern auf ihre Wirkung, - die sie insbesondere auf Ziele, Kriterien und Werte ausüben. Beliefs können Ziele fördern und Beliefs können Ziele verhindern: welche Auswirkungen hat es, wenn ich überzeugt bin, erfolglos zu sein? Welche, wenn ich überzeugt bin, erfolgreich zu sein?  

NLP hat die Idee der bewußten Setzung von fördernden Beliefs (und des Studiums ihrer Wirkungen) auf sich selbst angewandt und einen Katalog von fördernden Grundannahmen des NLP erstellt, die NLP-Axiome. 

Beliefs, zusammen mit Werten, sind eine der logischen Ebenen. In der Deutung von Robert Dilts reguliert die Ebene der Beliefs die "untergeordneten" Ebenen der Fähigkeiten und des Verhaltens. Auch die "übergeordneten" Ebenen der Identität und der Zugehörigkeit können als Beliefs definiert werden. Auf der Ebene der personalen Identität sind alle Vorstellungen über uns selbst enthalten, unsere Selbst-Bilder, unsere Beliefs über uns, was wir glauben, wer wir wirklich sind. Die Ebene der Zugehörigkeit beinhaltet alle Überzeugungen über etwas, was mehr als unsere Individualität, unsere Person ist.  

NLP kennt viele Methoden, um Beliefs zu verändern.  

  1. Visuell: Belief-Änderungen durch Veränderungen von Submodalitäten
  2. Auditiv: Fragetechniken wie die Meta-Modell-Fragen, spezielle Fragenfolgen und die Rhetorikfragen "Slight of Mouth"
  3. Kinästhetisch: Belief-Änderungen mit Hilfe von Boden-Ankern
  4. ReImprint: Mit Hilfe der Neuprägung ist es oft möglich, auch tiefsitzende und in Vergessenheit geratene Beliefs aus der Kindheit bewußt zu machen und nachhaltig zu verändern
  5. Core-Transformation: In der Imperativen Selbst-Analyse und bei der Core-Transformation geht es um die Erkundung und Änderung von Kern-Beliefs
Die prinzipielle Aussage des Konstruktivismus (alles ist konstruiert. Wir verfügen über kein "objektives" Kriterium für die "Wahrheit" von Konstrukten) stößt in der Änderungs-Arbeit des NLP an eine praktische Grenze: Beliefs, die Menschen nicht bewußt sind, können nicht als Beliefs (als Konstrukte) erkannt und verändert werden. Viele Menschen kennen die Beliefs nicht, die ihr Leben auf eine grundlegende Weise regeln. Die machtvollsten Beliefs sind unbekannte Vorannahmen, die auf einer unbewußten Ebene wirken.  

Das Ziel der Selbststeuerungs-Techniken des NLP sind die schrittweise Entdeckung hinderlicher Vorannahmen, ihre Überprüfung, ihre Veränderung, die Konstruktion neuer Vorannahmen und ihre Integration ins Leben. Der Belief-Gedanke des NLP beinhaltet ein lebenslanges Lern-Programm, bei dem Menschen immer mehr Bewußtheit darüber erlangen, in welcher Weise sie ihr Leben, seine Sonnen- und Schatten-Seiten, seine Erfolge und Dramen, durch ihre Beliefs gestalten.  

Den Belief-Gedanken als kognitiven Gedanken zu "verstehen", - und versuchen, ihn in sein Leben zu integrieren, sind zwei Paar Schuhe. Im NLP ist viel von Beliefs die Rede. Inhaltlich sind dabei oft nur die Beliefs anderer Menschen, nicht jedoch die eigenen Beliefs gemeint. Auch deshalb das Motto der nächsten Ausbildung zum NLP-Trainer: "Go first!" 

 
 
   14. Belief ändern über Submodalitäten

1. Guten hoffnungsvollen Zustand aktivieren, wie immer in der NLP-Arbeit. Den alten zu verändernden belief und den neuen befähigenden belief benennen. 

2. Liste erstellen zu den Submodalitätenunterschieden zwischen einem typischen aktuell unwirksamen hinderlichem belief und einem typischen aktuell wirksamen förderlichem belief. Die 3 wichtigsten Treibersubmodalitäten (Unterschiede, die ein Unterschied machen) markieren. 

3. Den aktuell noch wirksamen behindernden belief nehmen und Schritt für Schritt die 3 wesentlichsten Treibersubmodalitäten eines typisch aktuell unwirksamen hinderlichen beliefs darauf übertragen. 

4. Den neuen erwünschten unterstützenden belief nehmen und Schritt für Schritt die 3 wesentlichsten Treibersubmodalitäten eines typisch aktuell wirksamen förderlichen beliefs darauf übertragen. 

5. Future Pace.  

 
  

  

visuell:

Problemzustand Ressourcezustand
farbig/schwarz-weiß    
Helligkeit    
Größe    
Begrenzung/Rahmen    
Position/Ort    
Bewegung    
dissoziiert/assoziiert    
Dimensionen 2D/3D    
 
auditiv: Problemzustand Ressourcezustand
Position/von wo    
Tonlage hoch/tief    
Lautstärke    
Rhythmus    
Dauer    
 
kinästhetisch: Problemzustand Ressourcezustand
Ort/Position    
Intensität/Art    
Temperatur    
Bewegung    
 
 
 
15. Beliefs ändern über kritische Selbstbefragung
      Ziele: Es sollen die Konsequenzen des begrenzenden Beliefs bewußt gemacht und eine Motivation zur Änderung des Beliefs erreicht werden.
1. Teil  

Benennen Sie Ihre begrenzenden Beliefs und schreiben Sie sie auf.  

Wählen Sie 5 Beliefs, die Sie am stärksten einschränken.  

Schreiben Sie alle Konsequenzen auf, die ein Beibehalten dieser 5 Beliefs mit sich bringt.  

Was haben Ihnen diese Beliefs in der Vergangenheit gebracht? 

Beantworten Sie die folgenden Fragen, während Sie das volle Gewicht dieser Beliefs im gesamten Körper spüren:  

"Was haben Sie diese einschränkenden Beliefs gekostet?"  

"Was haben Sie aufgrund dieser Beliefs verloren?"  

"Auf wie viele Arten haben Sie sich durch diese Beliefs selbst betrogen?"  

"Auf wie viele Arten haben diese Beliefs Ihre Beziehungen beeinflußt?"  

"Wie geht es Ihnen, wenn Sie daran denken, welche Beziehungen Sie hätten haben können,  

wenn Sie diese einschränkenden Beliefs nicht gehabt hätten?"  

"Welche unangenehmen Emotionen erleben Sie durch diese Beliefs täglich?"  

"Wieviel Energie haben Ihnen diese Beliefs abverlangt?"  

"Wie viele Dinge haben Sie wegen dieser Beliefs nicht begonnen? Wie fühlen Sie sich damit?"  

Was werden diese einschränkenden Beliefs Sie in der Zukunft kosten? 

Gehen Sie 5 Jahre in die Zukunft und nehmen Sie die oben aufgeführten Fragen dorthin mit. Welche Konsequenzen haben diese Beliefs hier? 

Beantworten Sie folgende Fragen:  

    "Was werden diese Beliefs Sie die nächsten 5 Jahre kosten?" 

    "Schauen Sie - 5 Jahre in der Zukunft - in den Spiegel. Wie schauen Sie aus?" 

    "Wieviel haben Sie durch diese Beliefs nicht in Angriff genommen?" 

      "Wie haben diese Beliefs Ihre Lebensqualität vermindert und Ihren Wert weniger und weniger werden lassen? Ihre Karriere? Was sonst noch?" 
Gehen Sie 10 Jahre in die Zukunft und beantworten Sie die Fragen erneut.  

Gehen Sie 20 Jahre in die Zukunft, stellen Sie die obigen Fragen und zusätzlich:  

"Wo sind Sie angekommen, wie sehen Sie aus, wie beweglich sind Sie?"  

"Sind andere gerne mit Ihnen zusammen?"  

"Wie weit haben Sie Ihre Werte vergessen?"  

"Wieweit sind Sie ein Modell für die Kinder?"  

"Welchen Schaden haben diese einschränkenden Beliefs Ihnen zugefügt?"  

      "Wie sehr bedauern Sie, daß Sie diese einschränkenden Beliefs vor 20 Jahren nicht geändert haben?" 
"Ist Ihr Leben ein Beispiel oder eine Warnung für andere gewesen?"  

2.Teil  

Ändern Sie Ihren inneren Zustand. Wie in einem Märchen haben Sie einen Wunsch frei und können sich ein bestimmtes Gefühl (inneren Zustand) wünschen, das Sie schon immer wollten. Lassen Sie sich in einen freudigen, verspielten, begeisterten, kraftvollen Zustand bringen!  

Benennen Sie gegenteilige, bereichernde Beliefs.  

Betrachten Sie Ihre einschränkenden Beliefs, streichen Sie sie durch und schreiben Sie ein neues bereicherndes Belief darunter, das die gegenteilige Konsequenz des alten Beliefs hat.  

    Beispiel: Einschränkendes Belief: "Niemand ist gerne mit mir zusammen."  

    Bereicherndes Belief: "Jeder mag mich." 

Meine 5 neuen bereichernden Beliefs sind: (aufschreiben)  

Die Konsequenzen meiner neuen Beliefs sind: (aufschreiben)  

  

3.Teil  

Future-Pace der neuen Beliefs - neue Möglichkeiten für die Zukunft sehen.  

Gehen Sie 5 Jahre in die Zukunft und erleben Sie voll assoziiert all das Vergnügen und die Freude der Konsequenzen dieser neuen Beliefs.  

Wenn Sie in der Zukunft sind und zurückschauen, beantworten Sie folgende Fragen:  

"Wie hat sich durch diese neuen Beliefs Ihr Leben in den letzten fünf Jahren bereichert?"  

"Wie gut fühlen Sie sich damit?"  

      "Inwieweit sind durch diese neuen Beliefs Ihre Beziehungen verbessert - freudiger und angenehmer geworden?" 
Schauen Sie in den Spiegel und fragen Sie sich: "Wie kommt es, daß ich so gut aussehe?"  

"Wieviel konnten Sie aufgrund dieser neuen Beliefs beginnen und beenden?"  

      "Was können Sie zu sich selber sagen, was Sie sich vorher nicht getraut haben? Was können Sie sehen, hören und fühlen, was Sie vorher nicht konnten? "  

      "Was haben die Kinder durch diese neuen Beliefs gewonnen, und wieweit sind Sie dadurch ein anderes Modell für sie?

Wie wird dadurch die nächste Generation beeinflußt?"  

Gehen Sie 10 Jahre in die Zukunft und genießen Sie alles Vergnügen und all die Freude.  

Gehen Sie 20 Jahre in die Zukunft und genießen Sie, wie frei und mit wieviel Freude Sie Ihre Werte mit anderen Menschen leben.  

Gehen Sie 40 Jahre in die Zukunft und wenn Sie auf Ihr Leben zurückschauen, seien Sie dankbar, stolz und glücklich und freuen Sie sich darüber, daß Sie vor 40 Jahren jene Beliefs geändert haben.  

 
 
   16. Belief ändern mit fünf Boden-Anker

1. Die 5 Boden-Anker vorbereitend aufbauen 

In einer Reihe hintereinander, in jeweils ein bis zwei Schritten Abstand, werden fünf Plätze am Boden mit Hilfe von Zetteln markiert und verankert mit VAK und persönlich bedeutungsvollen Symbolen. 

a) Der Ort von "Alt", z.B.: "Erinnere dich an Dinge, die heute keine Gültigkeit mehr für dich haben und verbinde sie symbolisch und real mit diesem Ort jetzt hier." 

b) Der Ort von "Kann sein / muß nicht sein", z.B.: "Stell Dir etwas vor, was für Dich so oder so sein kann, z.B. ob Du heute Abend das oder das essen wirst." 

c) Der Ort von "Sicher", z.B.: "Stell Dir etwas vor, was für Dich vollkommen sicher ist, z.B. daß morgen die Sonne aufgeht." 

d) Der Ort der "Inneren Kraft", z.B.: "Erinnere Dich an etwas, wo Du voller innerer Kraft warst und das für dich mit etwas zusammenhängt, das höher ist als du selbst oder deine Einstellungen."  

e) Der Ort der "Wundervollen Zukunft" 

2. Den demnächst alten und aktuell behindernden belief behandeln 

Am Ort von SICHER das alte Belief aktivieren, mit diesem Gefühl rückwärts auf den Ort von KANN SEIN / MUß NICHT SEIN gehen, Zeit für den Beeinflussungsvorgang lassen, zum Ort von "ALT" gehen und dort den alten belief symbolisch und real ablegen. 

3. Meta-Kontrolle 

Rausgehen und von außen schauen, wie gut der gerade zum alten belief sich entwickelte behindernde belief bei ALT untergebracht ist. Falls er noch etwas dort bräuchte, um sich dort okay zu fühlen, ihm das dann jetzt geben. 

4. Den neuen befähigenden belief aktivieren 

Am Ort von KANN SEIN / MUß NICHT SEIN den neuen Belief aktivieren. "Es muß nicht sein, es kann sein!" Diesen Anker wirken lassen. Mit dem neuen Belief weitergehen auf den Ort von SICHER. Diesen Anker wirken lassen. Weitergehen zu dem Ort von INNERE KRAFT und diesen Anker wirken lassen. Dann damit zu "Wundervolle Zukunft" gehen und die neuen Möglichkeiten genießen. 

5. Future Pace 

  

 
17. Belief Change Cycle von Robert Dilts

1. Die 6 - 8 Boden-Anker vorbereitend aufbauen 

Im Raum werden auf dem Boden sechs Plätze mit Hilfe von Zetteln markiert und verankert mit VAK und persönlich bedeutungsvollen Symbolen. Die Stärke der Verankerung ist wesentlich für die Wirksamkeit des Formates. Die Plätze müssen nichts mit den zu verändernden beliefs zu tun haben. Vertraue den spontanen Impulsen und Eingebungen aus deinem Unbewußten. 

a) Der Ort von "Sehnsucht nach Veränderung", z.B.: "Erinnere dich an Situationen, in denen du sehnsüchtig gefühlt hast, wie gut es jetzt wäre dich anders zu verhalten." 

b) Der Ort von "Offen für Neues", z.B.: "Erinnere dich an eine Zeit, wo du anfingst, dich für Neues zu begeistern - auch ohne daß unbedingt schon große Erfahrungen dahintergestanden hätten. Vielleicht gibt es einen Mentor, einen Menschen oder ein Symbol, der/das für dich damit zusammen hängt. Wenn ja, dann gib ihm einen angrenzenden Raum. 

c) Der Ort "Aktuelle beliefs", z.B.: Verbinde diesen Platz mit deinen aktuellen beliefs und mit allen, die auch aktuell damit im Konflikt stehen oder mit zukünftigen beliefs in Konflikt stehen. 

d) Der Ort "Offen für Zweifel": z.B.: Denke an eine Situation, in der du an etwas wirklich gezweifelt hast. Vielleicht gibt es einen Mentor, einen Menschen oder ein Symbol, der/das für dich damit zusammen hängt. Wenn ja, dann gib ihm einen angrenzenden Raum. 

e) Der Ort der "Totales Vertrauen", z.B.: "Erinnere Dich an eine Ereignis, als du nicht mehr wußtest was du für wahr halten sollst und in dir ein tiefes Vertrauen gefunden hast, daß alles doch gut geht oder in etwas Höheres.  

f) Der Ort für "Vorbei ist vorbei", z.B.: Weihnachtsmann, Osterhase, Klapperstorch, Irrtümer, ein Platz an dem du als ungültig erkannte Glaubenssätze abgelegen kannst. 

2. Die Boden-Anker nutzen 

1. Neuer belief aufnehmen: Stelle dich auf "Sehnsucht nach Veränderung" und denke an den neuen belief, den du gerne bei dir aktivieren möchtest. Gehe damit zu "Offen für Neues". Fühle wie es ist dich für diesen neuen belief zu öffnen. Eventuell kann dir hier die Position deines Mentors helfen. Nimm seine Position ein und sieh dich durch seine Augen. Vielleicht hat er eine hilfreiche Empfehlung oder Unterstützung, die du verwenden kannst. Wenn du intuitiv von innen ein Zeichen bekommst, daß es jetzt richtig ist weiter zu gehen, dann gehe zu "Aktuelle beliefs" und konzentriere dich auf den neuen belief, den du aktivieren möchtest.  

2. Behindernde beliefs finden: Registriere jeden behindernden belief, der sich hier dem zu aktivierenden belief in den Weg stellt. Nimm diese beliefs mit von "Aktuelle beliefs" zu "Offen für Zweifel". Eventuell kann dir hier die Position deines Mentors helfen. Nimm seine Position ein und sieh dich durch seine Augen. Vielleicht hat er eine hilfreiche Empfehlung oder Unterstützung, die du verwenden kannst.  

3. Ökologie-Check: Gehe mit den beliefs zu "Totales Vertrauen" und vergegenwärtige dir die positiven Absichten hinter dem neuen belief und allen beliefs, die sich ihm in den Weg stellen. Überlege dir, ob, angeregt durch das Verständnis der positiven Absichten, eventuell Veränderungen bei deinem neuen belief hilfreich wären. Überprüfe, ob Teile der alten beliefs vielleicht weiter bestehen bleiben sollten und mit dem neuen belief gut zusammen passen. 

4. Bringe die alten beliefs wohlwollend zu "Vorbei ist vorbei" 

5. Gehe zu "Aktuelle beliefs" und verankere dort jetzt den neuen belief. Laß ihn sich entwickeln, ausbreiten und seinen Platz finden. Erzähle alle neuen Einsichten, die dabei oder beim bisherigen Prozeß für dich entstanden sind. 

6. Zweiter Ökologie-Check: Vergegenwärtige dir bei "Totales Vertrauen" nochmals alle Veränderungen, wissend, daß es ein völlig natürlicher Prozess ist beliefs immer wieder zu ändern, so wie du dich bisher weiterentwickelt hast und weiterhin weiterentwickeln wirst. 
 

    
    
   18. Thema 3: Meta-Programme 

Meta-Programme sind personenspezifische Wahrnehmungs-Filter.  

Bandler und Grinder haben im Meta-Modell Chomskys Ideen von Tilgung, Verzerrung und Verallgemeinerung verwendet, um die Art der Wahrnehmung und die Art der Selbstinterpretation von Wahrnehmung von Menschen zu erkunden und zu beeinflussen. Leslie Cameron-Bandler hat diese Gedanken weiterentwickelt und rund 60 Meta-Programme identifiziert (1988/1993).  

Meta-Programme sind die spezifischen Filter, die wir anwenden, wenn wir mit der Welt interagieren. Sie bearbeiten, formen und gestalten jene Informationen aus der Außen-Welt, denen wir es gestatten, nach innen zu gelangen, sowie jene Informationen, die beim Kommunizieren, im Handeln und Tun, von innen nach außen gelangen. Meta-Programme sind Wahrnehmungsfilter, durch die wir mit der Welt draußen agieren. Diese Filter haben die Macht, nur bestimmte Dinge passieren zu lassen. Es scheint so, als ob sie Teil unserer individuellen Natur wären, permanent und dauerhaft. Tatsächlich kann man sie verändern, ausgelöst durch innere oder äußere Einflüsse.  

Rodger Bailey, ein Student von Cameron-Bandler, adaptierte dieses Konzept für den Bereich der Wirtschaft. Sein "Language and Behavior-Profile" erlaubt es zu verstehen, was Menschen über ihre Realität kommunizieren, wenn sie reden. Es läßt erkennen, wie Menschen sich motivieren und gibt Hinweise zu ihrer Art zu arbeiten.  

Die meisten Menschen stimmen darin überein, daß wir uns mit unterschiedlichen Menschen unterschiedlich verhalten, z.B. in der Arbeit oder zu Hause mit der Familie. Meta-Programme sind deshalb keine fixen Persönlichkeits-Merkmale, sondern situationsspezifische Filter.  

Meta-Programme beschreiben grundlegende Organisations-Prinzipien, wie eine Person wahrnimmt und wie eine Person denkt. Meta-Programme sind Programme über Programme. Sie existieren auf einer Meta-Ebene.  

Tad James und Wyatt Woodsmall unterscheiden in ihrem Buch "Time Line" zwischen 4 "einfachen" Meta-Programmen, die zurückgehen auf C. G. Jungs Typologielehre von 1923: 

  1. Äußeres Verhalten: introvertiert/extravertiert,
  2. Innere Prozesse (Chunk-Größe): Empfindungstyp (Realist) / intuitiver Typ (Träumer),
  3. Innerer Zustand: Denktyp (dissoziiert) / Fühltyp (assoziiert) 
  4. Adaptive Reaktion (Anpassung an die Umgebung): Beurteiler bestimmen gerne (Through-Time) / Wahrnehmer warten gerne ab (In-Time).
Als komplexe Meta-Programme bezeichnen sie die Meta-Programme aus dem "Language und Behavior-Profil", bzw. dem "Meta-Programs- and Values Inventory" (MPVI; s. das Buch Time Line S. 107) 
 
19. Die wichtigsten Meta-Programme

(1) aktiv - reaktiv 

Aktive Menschen handeln und initiieren Neues. Sie stellen von sich aus Fragen. 

Reaktive Menschen warten darauf, daß andere etwas tun. Sie lassen die Dinge eher geschehen und wollen sie zuerst verstehen und analysieren, bevor sie handeln. Sie verhalten sich abwartend. 

(2) hin zu - weg von 

Hin-zu-Menschen werden durch positive Ziele motiviert. Sie haben klare Ziel-Vorstellungen. 

Weg-von-Menschen gehen von Problemen weg. Sie wollen eher Probleme vermeiden als Ziele erreichen.  

(3) Innere-Referenz (Innenorientierung) - Äußere-Referenz (Außenorientierung) 

Menschen mit innerer Referenz entscheiden nach ihren eigenen Maßstäben,  

Außenorientierte Menschen entscheiden eher nach den Maßstäben anderer.  

(4) Wahlmöglichkeiten (Option) – Schritt-für-Schritt-Ablauf (Verfahren)  

Optionsorientierte Menschen wollen Wahlmöglichkeiten und können gut Alternativen entwickeln.  

Verfahrensorientierte Menschen können gut vorgegebenen Verfahrens-Richtlinien folgen.  

(5) Gemeinsamkeiten (Matcher) – Unterschiede (Mis-Matcher, Polariser) 

Menschen, die matchen, achten bei Vergleichen auf Gemeinsames und Ähnliches. 

Menschen, die mismatchen, achten bei Vergleichen auf Unterschiede. Sie widersprechen gerne. 

(6) Überblick (allgemein, deduktiv) – Detail (spezifisch, assoziativ) 

Überblickorientierte Menschen fühlen sich in großen Chunks wohler.  

Detailorientierte Menschen achten auf Feinheiten. Sie lieben ausgeschmückte Geschichten. 

(7) Überzeugungs-Muster  

(7a) Überzeugungs-Kanal:  

Durch welches Repräsentations-System (VAK) wird jemand von der Wahrheit oder Existenz von etwas eher überzeugt? Muß er dazu etwas sehen (inkl. lesen), hören oder tun?  

(7b) Überzeugungs-Häufigkeit:  

Wie oft müssen Informationen kommen, damit jemand davon überzeugt ist? 

 
 
   20. Weiterentwicklung des Gesprächsleitfadens
"Language and Behavior Profil"

Der "Language and Behavior Profil" (LAB) ist ein Gesprächsleitfaden für Bewerbungsgespräche, mit dem man in 5 bis 10 Minuten Hinweise, der für einen Arbeitsbereich relevante Meta-Programme eines Menschen herausfinden kann. Er wurde 1983 von Rodger G. Bailey entwickelt. (s. im Buch "Time-Line", von Tad James und Wyatt Woodsmall, Junfermann 1991, S. 107 ff, den Meta-Programms and Values Inventory: MPVI).  

Wir haben diesen Leitfaden etwas ergänzt und überarbeitet, damit er auch außerhalb von Bewerbungen benutzbar ist und empfehlen ihn als Diagnoseinstrument auf die eigenen Bedürfnisse zuzuschneiden und weiterzuentwickeln.  

Da Meta-Programme situationsspezifisch auftreten, empfehlen wir die Antworten auf diese Fragen, wie z.B. Augenbewegungsmuster auch, wirklich nur als "Hinweise" zu betrachten. 

  

  

Literaturhinweis: 

Ein Buch zum LAB-Profile: Shelle Rose Charvet: "Wort sei Dank – Von der Anwendung und Wirkung effektiver Sprachmuster", Junfermann 1998, 39,-- DM 

  

  

  

Hinweise zur Motivation

 
1. Auftreten _____ Aktiv (Stellt von sich aus Fragen) 

_____ reaktiv (Verhält sich abwartend)

2. Was ist Ihnen, bei der Arbeit, für die Sie sich bewerben, wichtig?  

Oder: Was ist Ihnen in ihrem Leben wichtig?

Werte, die er nennt:
3. Was ist dadurch für Sie sichergestellt, daß ...(Wert, den er unter 2. nannte einsetzen)... erfüllt ist. _____ Hin zu 

_____ weg von

4. Woran erkennen Sie, daß Sie etwas gut gemacht haben? Woher wissen Sie, daß es richtig ist? _____ Selbstbezug (Internale Referenz) 

_____ Fremdbezug (Externale Referenz)

5. Was hat Sie dazu bewogen sich für Ihre letzte Arbeitsstelle (größere Entscheidung) zu entscheiden? _____ Alternativen 

_____ Schritt für Schritt Abfolgen

6. Bitte vergleichen Sie Ihre Arbeit (Ihr Leben) im letzten Jahr mit der Arbeit (Leben) in diesem Jahr. _____ Gleiches im Vordergrund 

_____ Unterschiede im Vordergrund

 
Hinweise zur Arbeitsweise  
7. Art der Erklärungen _____ Erzählt eher Details und Beispiele. 

_____ Achtet eher auf den großen Überblick.

8. Schwerpunkt der Aufmerksamkeit _____ eher bei sich selbst und seinen Gedanken 

_____ eher beim Nonverbalen des Gesprächspartners

9. Bitte erzählen Sie mir kurz eine Arbeitserfahrung, bei der sich ...(Wert, den er unter 2. nannte einsetzen)... für Sie erfüllt hat.  

Was genau ist es, das Ihnen dabei gefällt?

_____ Unabhängigkeit, alleine arbeiten 

_____ hat andere angeleitet oder wurde angewiesen 

_____ Kooperation mit gemeinsamer Verantwortung 

_____ Menschen und Gefühle im Vordergrund 

_____ Aufgaben und Struktur im Vordergrund

10. Bitte erzählen Sie mir kurz eine Arbeitserfahrung, bei der sich ...(Wert, den er unter 2: nannte einsetzen)... für Sie nicht erfüllt hat.  

Was genau ist es, das Ihnen dabei nicht gefällt?

Reaktion auf Streß 

_____ reagiert schnell mit emotionaler Belastung 

_____ reagiert eher mit rationalen Erklärungen

11. Wie erhöhen Sie bei sich die Chancen für Erfolge im Arbeitsbereich (wenn Sie etwas tun)? 

Wie können andere Menschen ihre Chancen für Erfolge im Arbeitsbereich erhöhen?

_____ Erwartet von anderen, daß sie so wie er sind. 

_____ Macht sich keine Gedanken über andere. 

_____ Braucht dringend Anleitung

12. Woran erkennen Sie, daß jemand seine Arbeit (das was er tut) gut macht?  

Wieviele Belege brauchen Sie, um zur Einschätzung zu gelangen, daß er das gut macht?

_____ sehen _____ Anzahl der Beispiele 

_____ lesen _____ Beispiel wird übertragen 

_____ hören _____ Beispiel gilt nur für sich 

_____ tun _____ eher Zeitdauer

 
 
   21. Übung
"Von äußerer zu innerer Referenz"

  

(1). Finden Sie eine Behauptung B, über eine Verbesserung Ihrer Lebensqualität, an die Sie nicht glauben, und der Sie eher neutral gegenüberstehen.  

        Beispiel: "Wenn ich jeden Tag dreimal die Zähne mit Zahnpaste der Marke (irgendeine bekannte Marke einsetzen) putze, dann werden meine Zähne besser werden."
(2). Interne Referenz: Versetzen Sie sich innerlich in die Lage, als ob Sie B, ganz aus sich, glauben könnten. Simulieren Sie einen Zustand innerer Referenz. Tun Sie so, als ob Sie aus eigenem Antrieb ganz überzeugt wären, daß B wahr wäre. Erkunden Sie alle Untereigenschaften dieses Zustandes, so gut dies möglich ist. 

(3). Externe Referenz: Denken Sie jetzt an eine äußere Autorität im Zusammenhang mit der Behauptung B, z.B. einen befreundeten Arzt oder einen Experten, dem Sie Vertauen schenken. Stellen Sie sich vor, Sie könnten dieser Autoritäts-Person im Zusammenhang mit B vollkommen trauen und diese Person würde jetzt den Satz B zu Ihnen sagen, und Sie würden seinen Inhalt als "Wahrheit" übernehmen. Gehen Sie einen Augenblick in eine solche Erfahrung und erkunden Sie seine Untereigenschaften. 

(4). Erstellen Sie eine Liste der Untereigenschaften aus (2) und (3). Vergleichen Sie die Unterschiede und halten die markanten Unterschiede fest. 

(5). Üben Sie den Übergang von externer Referenz (Untereigenschaften aus (3)) zu interner Referenz (Untereigenschaften aus (2)). Entwerfen Sie eine Strategie für diesen Übergang. Üben Sie mehrmals einen schnellen Ablauf dieser Strategie. 

(6). Anwendung: Erinnern Sie sich an eine Situation, in der Sie mehr auf eine äußere Autorität gehorcht haben, als es Ihnen lieb gewesen wäre, und in der Sie sich gewünscht hätten, mehr aus sich heraus, nach Ihren eigenen Kriterien gehandelt zu haben. Stellen Sie sich diese Situation vor und nehmen Sie wahr, ob und welche Untereigenschaften gleich oder ähnlich wie in (3) sind. 

(7). Verändern Sie diese Erinnerung, indem Sie die in (5) geübte Strategie anwenden, d.h. reichern Sie Ihre Erinnerung mit Untereigschaften an, die der internen Referenz entsprechen. Beobachten Sie dabei, in welcher Weise sich dadurch Ihre Erinnerung inhaltlich verändert. Was würde jetzt in Ihrer Vorstellung anders ablaufen? 

(8). Future Pace für eine ähnliche Situation wie in (6).  

  

  

22. Sleight-of-Mouth-Pattern
NLP-Rhetorik zur Bearbeitung von Beliefs

Sleight-of-Mouth-Patterns nennt man im NLP rhetorische Sprachmuster, mit denen sich Aussagen reframen lassen. Diese Muster wurden Anfang der 80er Jahre von Robert Dilts beschrieben. Dilts beobachtete, daß Richard Bandler im Gespräch wiederkehrende Strukturen benutzte, um fehlgeformte Glaubenssätze von Gesprächspartnern zu verändern.  

Wenn Menschen sich entscheiden, etwas zu glauben oder nicht zu glauben, orientieren sie sich vor allem an Wahrscheinlichkeiten. Wenn etwas nach ihrer Einschätzung wahrscheinlich ist, wird es eher für wahr gehalten, als wenn es eher unwahrscheinlich ist. Da Glaubenssätze nicht an der aktuellen Erfahrung überprüft werden, und da es nicht möglich ist, einen Glaubenssatz zu ändern, indem man ihn logisch widerlegt, sind Sleight-of-Mouth-Patterns eine Möglichkeit, Glaubenssätze zu ändern, indem man für wahr gehaltenes unwahrscheinlich erscheinen läßt.  

 
 
   23. Liste der 14 Sprachmuster von Robert Dilts 

1. neu definieren  

Ein Wort aus der Belief-Aussage wird durch ein neues Wort ersetzt. Das neue Wort bedeutet etwas Ähnliches und läßt neue Folgerungen zu.  

2. Wirkung  

Die Aufmerksamkeit wird auf eine (positive oder negative) Wirkung gerichtet, die durch das Belief (oder Beziehungen im Belief) eintreten kann.  

3. Absicht (Intention)  

Die Aufmerksamkeit wird auf eine (positive oder negative) Absicht des Beliefs gelenkt.  

4. chunk down  

Das Belief wird ganz spezifisch (z.B. für ein Detail) umformuliert.  

5. chunk up  

Das Belief wird verallgemeinert (generalisiert).  

6. Gegenbeispiel  

Zum Belief wird ein Gegenbeispiel formuliert.  

7. ein anderes Ziel  

Die Pointe im Belief wird auf ein anderes Ziel gerichtet.  

8. Analogie  

Ein Märchen oder eine Metapher für das Belief erzählen.  

9. Selbstbezug 

Die Belief-Aussage wird auf die Aussage selbst angewandt.  

10. Hierarchie von Kriterien  

Das Belief wird für ein höhergelegenes Kriterium umformuliert.  

11. Ändern des Kontextes  

Das Belief wird für einen neuen Kontext umformuliert:  

- auf einen längeren (kürzeren) Zeitrahmen  

- für eine größere (kleinere) Gruppe von Menschen  

- für eine größere (kleinere) Perspektive  

12. Meta-Rahmen  

Das Belief wird auf eine allgmein gültige Aussage (die hinter dem Belief steckt) verallgmeinert.  

13. eine neue Landkarte  

Das Belief wird in einem neuen Denkmodell formuliert.  

14. Realitäts-Strategie  

Das Belief wird auf seinen Wahrheitsgehalt (nach dem Meta-Modell) hinterfragt: Wie genau merkst Du, daß dieses Belief wahr ist? 

 
 
   24. Ein Beispiel dazu anhand eines Satzes
"Ich kann das nicht, weil ich es nie gemacht habe". 

1. neu definieren  

Es ist nicht so, daß Du es nicht kannst, sondern es ist eher so, daß Du dich unsicher fühlst, weil Du etwas zum erstenmal ausprobieren wirst.  

2. Wirkung  

Wenn Du es noch nie gemacht hast, wird von Dir auch nicht erwartet , daß Du es sofort kannst.  

3. Absicht (Intention)  

Ist es so, daß Du etwas was Du machst, auch wirklich gut machen willst?  

4. chunk down  

Was genau hast Du noch nicht gemacht? Was genau kannst Du nicht?  

5. chunk up  

Wie hast Du in Deinem Leben neue Dinge gelernt?  

6. Gegenbeispiel  

Hast Du noch nie etwas gemacht was Du nicht kannst?  

7. ein anderes Ziel  

Die Frage ist nicht, ob Du es kannst oder nicht, sondern ob Du Deine Ressourcen kennst?  

8. Analogie  

Schau Dich im Raum um, alle Dinge wurden irgendwann zum erstenmal gemacht.  

9. Selbstbezug  

Du darfst x auch nicht machen, sonst kannst Du diese Aussage nicht mehr machen.  

10. Hierarchie von Kriterien  

Ist es nicht wichtiger etwas Neues zu lernen, als nur etwas zu können?  

11. Ändern des Kontextes  

Stell Dir vor, Du würdest in Deinem ganzen Leben nur mehr Dinge machen, die Du mit Sicherheit kannst.  

12. Verallgemeinerung  

Niemand sollte jemals etwas tun, was er nicht wirklich perfekt kann.  

13. eine neue Landkarte  

Wenn Du etwas Neues lernen willst, dann mußt Du Dinge, die Du nicht kannst, einfach tun, weil Du dann, wenn Du es noch nie gemacht hast, auch nicht können kannst.  

14.Realitäts-Strategie  

Woher genau weißt Du, daß Du es nicht kannst, wenn Du es gar nicht ausprobiert hast? 

  

25. Thema 4: Re-Imprinting allgemein 

ReImprinting wurde von Robert Dilts ab 1983 als Folge seiner Diskussionen und seiner Zusammenarbeit mit Timothy Leary entwickelt. Robert Dilts und Timothy Leary hatten zusammen einige Seminare zum Thema Psychokartografie gemacht. Dabei ging es um verschiedene Ebenen der Intelligenz. Den Begriff "Imprinting" übernahm Robert Dilts von Konrad Lorenz und dessen Forschungsergebnissen über Graugänse. Diese folgten dem ersten Gegenstand der sich bewegte und prägten sich diesen als ihre "Mutter" ein. Wenn man denen dann ihre echte Mutter zeigte, haben sie die völlig ignoriert. Hatte man den Graugänzenbabies als erstes einen Luftballon gezeigt, dann haben sie auch in ihrer späteren sexuellen Entwicklung versucht sich mit runden Dingen zu paaren. Das bedeutet, daß die Prägung für die Mutter auch das spätere Leben stark beeinflußt. 

Konrad Lorenz und seine Kollegen glaubten, daß "Imprints" zu bestimmten neurologischen kritischen Perioden des Lebens sich festsetzen und sich nicht mehr verändern lassen. 

Timothy Leary ging davon aus, daß es auch beim Menschen solche neurologischen kritischen Phasen gibt. In diesen Phasen werden Kern-Überzeugungen geprägt, die bestimmend sind für die Persönlichkeit eines Menschen und für seine Intelligenz. Er ging allerdings davon aus, daß sich bei Menschen die Prägungen aus diesen Phasen umprogrammieren lassen oder neuprägen, bzw. ReImprinten. Natürlich dachte Timothy Leary dabei an Drogenerfahrungen. Allerdings fing er auch an sich für NLP und Trance zu interessieren, da Drogen zu viele negative Nebeneffekte haben. 

In der Folge dieser Diskussionen erkannte Robert Dilts, daß es sich bei manchen traumatischen Erfahrungen bei seinen Klienten nicht einfach nur um schlechte Erinnerungen handelte, sondern um Imprints und Überzeugungen, die Einfluß nahmen auf die Identität. 

Das Ziel der ReImprint-Intervention liegt darin, negative Prägungs-Situationen (wie traumatische Erlebnisse) aus der Vergangenheit (meist Kindheit oder Pubertät) zu erkunden und ihrer weiteren Wirkung durch Neuprägung bzw. ReImprinting, zu verändern.  

Prägungen (imprints) sind nach Dilts bedeutsame Erfahrungen aus der Vergangenheit eines Menschen, die zu einem festen Belief von sich selbst geführt haben. Prägungen sind eingeprägte und prägende Erfahrungen, die die Identität einer Person nachhaltig beeinflußt haben und immer noch beeinflussen. Eine negative (traumatische) Prägung bewirkt, daß eine Person in ganz bestimmten Kontexten (meist unbewußt) selbst genau jenes Verhalten zeigt (Identifikation mit dem Aggressor) oder unbewusst dazu einlädt (Opferrolle) oder krampfhaft versucht anderen dabei zu helfen (Helfersyndrom), unter dem sie in der entsprechenden Szene ihrer Vergangenheit gelitten hat. 

Das Prägungs-Erlebnis hat sich innerlich so intensiv eingeprägt, daß es durch entsprechende Anker in der Gegenwart immer wieder aktiviert werden kann.  

Bei einer Neuprägung wird die Ursprungs-Prägungs-Situation wieder in Erfahrung gebracht, näher erkundet, mit Ressourcen angereichert und die Neuprägung (ReImprint) dann mit der Gegenwart verbunden.  

Ausgangspunkt einer Neuprägung ist ein einschränkender Belief, ein stuck state, ein Hindernis für ein Ziel, usw., das vom Klienten assoziiert erlebt wird. Dieses Gefühl, begleitet von der entsprechenden Physiologie, wird durch den Coach/Therapeuten geankert. Während der Coach/Therapeuten den Anker hält, stellt sich der Klient vor, immer jünger und jünger zu werden. Der Klient aktiviert dabei Erinnerungen, die zu diesem Zustand passen, bleibt bei jeder Erinnerung nur kurz und geht innerlich weiter. Wird diese Suche mit Hilfe einer Boden-Zeitlinie unternommen, dann geht der Klient auch physisch weiter.  

Das Ziel von ReImprinting ist die Erkundung jener Situation, in der dieses Gefühl zum ersten Mal im Leben aufgetreten ist (Prägungs-Situation) und der Veränderung der dort wirkenden Bilder, beliefs und Gefühle oder Handlungsimpulsen. Die Suche nach der Prägungs-Situation kann u.U. einige Zeit dauern. In vielen Fällen werden hier Erinnerungen aktiviert, die dem Gedächtnis verborgen waren und die mit intensiven negativen Gefühlen (z.B. Angst, Wut, Trauer, Scham) verbunden sind. 

Die Kunst des Coach/Therapeuten besteht darin, darauf zu achten, daß der Klient im Prozess bleibt (dass er/sie mit dem ursprünglichen Gefühl verbunden bleibt), und gleichzeitig dafür zu sorgen, daß der Klient nicht voll assoziiert in eines dieser Erlebnisse "hineingeht" (bei Menschen, die die meiste Zeit dissoziiert sind, ist das Gegenteil notwendig).  

Die erste Szene kann getestet werden, indem der Klient in der Erinnerung noch weiter zurückgeht und in Erfahrung bringt, ob dieses Gefühl (dieser Körper-Zustand) in noch früheren Erinnerungen zu finden ist. In manchen Fällen werden dabei "Erinnerungen" an die ganz frühe Kindheit oder sogar an die Zeit im Mutterleib oder auch noch Szenen davor aktiviert. Das Ziel ist es, die konkrete Szene zu finden, in der das ursprüngliche Gefühl zum ersten Mal aufgetreten ist. 

Im nächsten Schritt wird die Prägungs-Situation genau erkundet. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Wichtig ist auf jeden Fall zu verhindern, daß der Klient vollends und so tief in die Szene regrediert, daß sie mit ihren unangenehmen und schmerzhaften Gefühlen einfach nur wiedererlebt wird. Dazu ist es notwendig, gleich nach der Erkundung der Szene oder etwas später, einen wirksamen Unterbrecher zu setzen und eine Dissoziation aufzubauen, die eine gewisse Zeit stabil gehalten werden kann.  

Die Erkundung der Szene, der näheren Umstände, welche Personen hier beteiligt waren, kann aus dieser dissoziierten Perspektive oder auch assoziiert (mit der Möglichkeit, sich jederzeit dissoziieren zu können) erfolgen. Aus der Außen-Position können auch die Folgen der Prägungs-Situation für das weitere Leben befragt werden. In vielen Fällen wird durch die Regression in die Kindheit ein "roter Faden" im Leben erkennbar: wie all diese schmerzlichen Erfahrungen zusammenhängen und um ein einziges Thema kreisen.  

Ein wichtiger Teil der Erkundungs-Phase ist die Erkundung der Innen-Perspektive aller beteiligten Personen, auch der Täter. In der Regel geschieht dies durch das Einnehmen der ersten Wahrnehmungs-Position (für das jüngere Selbst) und der zweiten Wahrnehmungs-Position (für alle anderen Personen). Wiederum geht es darum, diese Positionen nur zur Informations-Gewinnung zu nützen, nicht aber "in die Hölle" hineinzugehen und dort zu bleiben. Der Klient geht also als erwachsener, ressourcenvoller Mensch in die Szene der Vergangenheit hinein, und nimmt Rapport zu allen Beteiligten auf. Kann der Klient dabei diese Ressourcen des Erwachsenen-Selbst nicht halten, muss der Coach/Therapeuten Hilfe dafür anbieten, die notwendigen Ressourcen für diesen Schritt zu organisieren.  

Die Erkundungs-Phase wird solange unternommen, bis der Klient ein gewisses Verständnis über das Verhalten und die Reaktionen aller Beteiligten entwickelt hat. Dieses Verständnis kann unmittelbar aus dem Einnehmen der Innen-Positionen kommen, z.B. zu erleben, aus welchen Zwängen ein Täter als Person gehandelt hat. Meist wird hier auch die eigentliche Intention, die verborgene positive Absicht, der Beteiligten erkundet. Der Coach/Therapeut fragt so lange nach, bis alle Schichten von Absichten durchdrungen sind und die gute Absicht zum Vorschein kommt.  

Diese positive Intention bezieht sich auch auf den Klienten selbst, auf seine Reaktion, das Tun und das Denken in dieser Szene. Hier wird angenommen, daß das jüngere Selbst (egal, was passiert ist) eine gewisse Wahl-Freiheit gehabt hat. Es hat z.B. mit Rückzug, mit Schweigen, mit Körper-Symptomen oder mit einer bestimmten Interpretation reagiert, aus dem dann der prägende Belief entstanden ist. In dieser Phase findet das Reframing im Prozess der Neuprägung statt, d.h. das Verhalten aller Beteiligten in der Szene, einschließlich des jüngeren Selbst, "erscheint in einem anderen Licht", es bekommt eine neue Bedeutung Der Klient zeigt dabei dem Coach/Therapeuten mit einer Versöhnungs-Physiologie an, daß er/sie diesen Schritt einer Umstrukturierung von Bedeutungen innerlich durchlaufen hat.  

Im nächsten Schritt wird die Prägungs-Situation weiter positiv verändert, indem von außen in alle Beteiligten, sofern dies nötig ist, Ressourcen hineingebracht werden. Dies kann direkt geschehen: "Was hätte diese Person damals gebraucht, um anders reagieren zu können?" und / oder auf die positive Absicht Bezug nehmen: "Wie hätte diese Person ihre eigentliche Absicht besser umsetzen können?". Diese Ressourcen werden aktiviert, z.B. durch Einnehmen eines passenden Ortes auf der Boden-Zeitlinie und den Beteiligten assoziiert "gegeben." Dabei verschmelzen jeweils zwei Anker.  

Dieser Prozess geht über mehrere Stufen. Der Klient überprüft (unter Umständen mehrmals), ob die Beteiligten mit ihrem neuen Verhalten und mit den neuen Verhaltensweisen der anderen Beteiligten zufrieden sind. Dies gilt auch, und vor allem, für das jüngere Selbst. Ist das der Fall, erlebt der Klient die nunmehr veränderte Szene nochmals assoziiert in allen Repräsentations-Systemen, zuerst in den Wahrnehmungspositionen der Beteiligten und zuletzt in der Wahrnehmungsposition des jüngeren Selbst. Hierbei achtet der Coach oder Therapeut darauf, ob der Klient kongruent in allen Positionen eine Ressourcen-Physiologie zeigt. Wenn nein, werden aus der dissoziierten Position heraus zusätzliche Ressourcen in die Szene hineingebracht, - solange, bis von außen betrachtet und von innen erlebt, alle Beteiligten mit dem, was in der Szene passiert und wie sie sich verhalten können, zufrieden sind.  

In der letzten Phase wird die veränderte Prägungs-Situation mit der Gegenwart (oder auch mit der Zukunft) verbunden. Der Klient geht dabei assoziiert in die neue Situation hinein, aktiviert und erlebt alle Ressourcen, die jetzt in der Szene enthalten sind, und unternimmt mit diesem Gefühl den Weg zurück in die Gegenwart (Science-Fiction-Fans nennen diesen Prozeß "back to the future"). In vielen Fällen werden jene Erinnerungen wieder aktiviert, die auf der Reise von der Gegenwart in die Vergangenheit erlebt wurden: das Leben wird "neu geschrieben", der "rote Faden" wird neu aufgerollt. Dieser Prozess kann einige Zeit dauern. Wurde die Neuprägung für ein Hindernis zu einem Ziel gemacht, so ist es hilfreich, mit diesem Gefühl bis zu jenem Zeitpunkt in der Zukunft zu gehen, wo das Ziel erreicht ist, und den Weg ins Ziel zu genießen.  

Die Technik der Neuprägung gilt für viele als einer der wichtigsten Techniken des NLP. Eine Sonderform ist die sogenannte "Neuprägung der Eltern". Zeit-Linie der Eltern. Dabei geht es darum, Vorstellungen über die verinnerlichten (introjizierten) Eltern und ihr Leben zu verändern. 

Siehe auch z.B.: Connirae Andreas und Tamara Andreas, 1995: "Der Weg zur inneren Quelle. Core-Transformation in der Praxis. Neue Dimensionen des NLP", S. 189ff 

Neuprägung ist eine Erweiterung und Kombination der Techniken Change History, Phobie-Technik, Neues Verhalten erzeugen (new behavior generator) und Reframing. Sie verlangt die Beherrschung aller NLP-Methoden und soll nur von NLP-erfahrenen Personen durchgeführt werden. Sie ist in der Regel ein tiefgehendes Erlebnis und kann oft nachhaltige Auswirkungen auf das Verhalten und die Identität einer Person ausüben. 

 
26. Reimprint (Neuprägung)
  1. Zeitlinie und Ausgangsproblem: Zeit-Linie am Boden festlegen, sich auf den Punkt: "Gegenwart" stellen und den körperlichen Ausdruck der Probleme oder der Symptome erforschen, sowie aller beliefs und Werte, die damit verbunden sind. Dafür einen Körperanker setzen Zeitlinie erforschen: Mit dem Anker auf der Zeitlinie rückwärts gehen und an allen Stellen stehen bleiben, die etwas wesentliches damit zu tun haben, zurück bis zum frühesten Erlebnis. Bei jedem Ereignis (Station) mindestens das Datum und ein Stichwort dazu aufschreiben und auf der Zeitlinie ablegen. Der Klient soll assoziiert sein, assoziiert in der Gegenwartsform reden und bei jeder Station die dazu gehörenden Verallgemeinerungen oder Überzeugungen (beliefs) aussprechen. Besonders beim aller ersten Prägeereignis. Ein Schritt vor dem Prägeereignis: Laß den Klienten einen Schritt weiter gehen, bis zu dem Zeitpunkt kurz vor dem Prägeereignis. Dort sollte er sich anders fühlen, da das Prägeereignis ihn dort noch nicht beeinflußt, weder mental noch körperlich. Wenn nicht weiter zurück gehen lassen.
  2. Meta-Position: Von der Timeline runter gehen, in die Gegenwart zurück und von hier aus als Beobachter das Ganze dissoziiert betrachten. Nimm den Einfluß wahr, den die Prägung auf sein Leben hatte. Manchmal werden wesentliche Überzeugungen erst einige Zeit nach der Prägesituation formuliert und verallgemeinert. Finde die positive Absicht und die Vorteile heraus, die dieses Problem für dich in deinem Leben bisher gehabt haben oder zum Zeitpunkt der Prägesituation hatte. Kläre wer alles an dem Thema beteiligt war. Das können auch Personen sein, die gerade in der Prägesituation fehlten. Manche der Symptome entstehen auch aus der Rollenübernahme beteiligter Personen. 
  3. Wichtige beteiligte Personen assoziiert und dissoziiert erforschen: Versetze dich assoziiert in jede beteiligte wichtige Person, eine nach der anderen, und erlebe die Prägesituation aus ihrer Perspektive. Beschreibe ihre Erfahrungen und versetze dich so hinein, als würdest du sie gerade erleben, während du ihre Gefühle, Ängste, Hoffnungen, Perspektiven, Sichtweisen, Werte und Überzeugungen beschreibst. Danach steige aus der jeweiligen Person aus, gehe auch von der Timeline runter, und beschreibe aus der Metaposition die positiven Absichten hinter ihrem Verhalten. Finde auch heraus, welche Ressourcen oder Entscheidungsfreiheiten derjenige damals gebraucht hätte. Dann nimm die nächste Person. 
  4. Ressourcen übertragen: Erlebe, daß du selbst die den einzelnen beteiligten Personen fehlenden Ressourcen heute zur Verfügung hast. Achte beim Aktivieren der jeweiligen Ressource darauf, daß sie auch in den richtigen wirkungsvollen Dimensionen auf den Logischen Ebenen aktiviert ist. Manchmal wird eine bestimmte Ressource auch für das ganze System gebraucht. Gehe auf deiner Zeitlinie an die Stelle, wo du die erste zu übertragende Ressource sehr stark erlebt und gelebt hast. Erlebe sie wieder V-A-K und ev. auf mehreren wesentlichen Logischen Ebenen. Laß einen Anker daraus entstehen in Form einer bestimmten Art von Energie, Licht und Geräusch oder Überzeugung. Übertrage von hier aus die Ressource zu jedem, der sie damals gebraucht hätte. Gehe dann in seine Position und nimm die übertragene Energie dort auf, mit dem Licht und dem Geräusch und der dazu passenden Überzeugung. Dann gehe in deine Position damals im Prägeerlebnis und erneuere jetzt die Schlüsse und Entscheidungen und die Überzeugungen und Verallgemeinerungen, die du jetzt nach dieser Bearbeitung wählst. Mache das mit jeder beteiligten Person.
  5. ReImprint: Ankere die wichtigste Ressource oder die wichtigste Überzeugung, die du als jüngeres Selbst damals gebraucht hättest und bringe sie an die Stelle, bevor die Prägung entstanden ist. Nimm die Ressource in deinem jüngeren Selbst auf und gehe den ganzen Weg durch deine Zeitlinie bis zur Gegenwart und erlebe ganz intensiv alle Veränderungen, die sich jetzt dadurch ergeben.
  
      27.Thema Modellieren
NLP-Modelling-Grundidee
Weshalb auf den Ressource-Ziel-Zustand bis zur Zielerfüllung warten?
Aktiviere lieber jetzt sofort den Zielzustand
und lasse dich davon spielerisch und kraftvoll zum Ziel führen!

Beim Modellieren werden im NLP alle Informationen genutzt: Körpersprache, Logische Ebenen, Werte, beliefs, Meta-Programme, alles was für den Prozess des sich hinein Versetzens hilfreich sein könnte. Mentoren können beim Prozess des Modellierens sehr unterstützend angewendet werden. Deshalb ist die Mentoren-Ressource-Technik hier gleich danach aufgeführt. 

 
   28. New Behavior Generator (Mikro-Strategie)
Strategie: AiD à Vk à Kk à AiDà K++
Das ist eine Technik zur Entwicklung neuer Verhaltensweisen.
T.: Test 

(Trigger) 

Träumer 

want to

1. Augen 

li. u. 

AiD

Sich selbst innerlich fragen: "Wenn ich mein neues Ziel erreicht habe, wie lautet dann die wörtliche Beschreibung meines Zielverhaltens, an dem ich meinen Erfolg erkenne?" SMART überprüfen. 

"Welche Werte und Überzeugungen erfülle ich damit?" 

Auslöser: "Was in VAK löst das bisherige Verhalten aus?"

  2. re. o. 

Vk

Sich das Ziel bildlich vorstellen: Sehen Sie sich selbst (dissoziiert) jetzt im Zielverhalten (ev. Morphing benutzen). Was genau tun Sie da wie genau mit welcher Wirkung? Was kann die Person im Bild sehen, hören und fühlen? Wie lässt sich die anziehende Wirkung verstärken? Ev. Submodalitätenverstärkung nutzen.
O.: Operate 

Realist 

how to

3. re. u. 

Kk 

K++ 

Ker

Ins Bild von 2. hineinschlüpfen und das Gefühl entfalten: Schlüpfen Sie in das Erfolgsbild von sich hinein. Finden Sie eine charakteristische Bewegungen dazu, die den Erfolg ausdrückt 

Ev. + Atem, Motto, Symbol. Ev. Referenzerfahrung aktivieren von den Gefühlen ähnlicher Erfolgserlebnisse.

T.: Test 

Kritiker 

change to

4. li. u. 

AiD

Innerlich wieder mit sich selbst reden: "Fühlt sich alles richtig an?" "Sind die Werte und Überzeugungen aus 1. dadurch erfüllt?" 

Bei: `nicht erfüllt´ oder `fühlt sich nicht richtig an´: "Was brauche ich jetzt noch?" Zurück zu 1. und mit der Ergänzung oder Korrektur nochmals durch alles gehen.

E.: Exit 5. K++ Bei `alles okay´: Genussvoll jetzt mindestens 10 Minuten davon träumen und das neue Verhalten innerlich als Gewohnheit selbstverständlich integrieren. Lassen Sie sich von diesem Wohlgefühl erfüllen und benutzen Sie Ihre mentale Kraft aktiv um diese Ereignisse in Ihr Leben zu bringen.
 
   29. Mentoren-Ressource-Technik

Ein Mentor ist ein Ratgeber, ein Berater, ein wohlwollender weiser Freund, ein Baum, ein Berg, ein Krafttier, eine Filmfigur, eine Märchengestalt, ein Symbol oder alles, was du als Unterstützung erleben kannst.  

Die Mentoren-Technik eignet sich gut dafür, Ziele mit neuen Energien und Ideen kreativ anzureichern. (Es gibt auch eine Variation für die Bearbeitung von Problemsituationen. - ! - Ein Problem ist ja bekanntlich ein Ziel, das einen Kopfstand macht.) 

Wichtige Schritte sind:  

  1. das Ziel SMART klären und Bodenanker dafür einrichten
  2. Mentoren dafür bestimmen und Bodenanker dafür einrichten
  3. dissoziiert Mentoren befragen, assoziiert aus der zweiten Wahrnehmungs-Position erleben
  4. die Energie mit Farbe, Symbol, Ton, Motto, Gefühl und Bewegung senden und wieder aufnehmen
  5. alle neuen Ressourcen ins Ziel einbringen und das Verschmelzen der Anker genießen 
  

Anleitung zur Mentoren-Ressource-Technik für Ziele:  

  1. Kläre das Ziel SMART und verankere es mit einem Zettel am Boden bei ZIEL.
  2. Lege die Orte für Metaposition META, verschiedene Mentoren M1 M2 M3 ... und JETZT mit Zetteln am Boden fest. 
  3. A) Gehe in die Meta-Position. Betrachte jetzt das Ziel bei ZIEL. Welche Eigenschaft, Fähigkeit, innere Einstellung, Verhaltensweise etc. würde dir am Ort ZIEL gut tun? Was davon ist das wichtigste? Was wünscht du dir am meisten? B) Denke jetzt an jemanden, der in hohem Maße genau diese Eigenschaft, Fähigkeit usw. verkörpert und der dir als Mentor (Berater/in, Ideengeber/in) helfen kann. Ein Mentor kann eine Person sein, die du kennst oder gekannt hast, eine Person aus der Geschichte, aus einem Film oder einem Roman, ein Fantasie-Wesen, ein Schutzengel, ein Tier, eine Pflanze, oder ... C) Stelle dir diesen Mentor auf M1 vor. Nimm von außen die Körperhaltung, die Bewegung der Hände, den Gesichtsausdruck, die Ausstrahlung deines Mentors wahr. 
  4. A) Stelle dich auf M1 und gehe in den Körper des Mentors hinein. Erlebe deinen Mentor von innen. Mach die Körperhaltung, die Bewegung der Hände, den Gesichtsausdruck, die Ausstrahlung deines Mentors nach. Erlebe das Lebensgefühl des Mentors. (Wenn im Hineingehen ein unangenehmes Körpergefühl aktiviert wird, dann gehe von M1 wieder auf die Meta-Position. Bewege dich und schüttle dich, bist du wieder in einem guten inneren Zustand bist. Dein Unbewußtes hat dir gesagt, daß dieser Mentor für dich nicht geeignet ist. Such dir einen anderen Mentor). 
  5. B) Du bist jetzt dein Mentor. Blicke als Mentor nach vorne auf den Ort ZIEL und gib dir von dort aus Empfehlungen, Ideen, Tips. Erzähle aus deiner Lebenserfahrung als Mentor, was am Ort ZIEL verändert werden kann.  

    C) Sende die Energie mit Farbe, Symbol, Ton, Motto, Gefühl und Bewegung zu JETZT und nimm sie dort in dich jetzt auf. 

  6. Stelle dich auf die Meta-Position und wiederhole den Schritt 3 und 4 für andere Dinge, die dir zum Erreichen des Ziels gut tun mit einem weiteren Mentor und danach mit dem nächsten Mentor. Nimm so viele, wie du intuitiv für sinnvoll hältst.
  7. Stelle dich auf den Ort JETZT. Lasse die Mentoren sich hinter oder neben dich stellen und spüre ihre Ausstrahlung. Stelle dir dann vor, daß die Mentoren dich am Rücken oder an der Schulter oder am Arm sanft berühren. Höre die Empfehlungen der Mentoren, jeden mit seiner Stimme. Laß diese Botschaften in deinen Körper einströmen. Genieße diesen Zustand. Verteile das gute Körpergefühl in deinen ganzen Körper. Merke dir dein Atemmuster. Verbleibe für den Rest der Übung genau in diesem Atemmuster. 
  8. Gehe jetzt von JETZT langsam zum ZIEL. Erzähle dir selbst die Botschaften deiner Mentoren. Laß den Verschmelzungsprozeß geschehen. Nimm alles Neue in dieser Situation wahr. Schau dich um, höre zu und fühle, was jetzt alles anders ist. Genieße deine Fähigkeit, neue Ideen zu erfahren und Situationen auf selbstbestimmte Weise zum ZIEL zu führen. 
  

  

Anleitung zur Mentoren-Ressource-Technik für Probleme:  

  1. Stelle dich auf die Meta-Position und denke an eine verbesserungswürdige Situation. Stelle dir eine konkrete Begebenheit aus der Vergangenheit vor. Lege das Bild dieser Begebenheit auf den Platz am Ort der verbesserungswürdigen Situation. Nimm von außen wahr, was es in dieser Erinnerung zu sehen, zu hören, zu fühlen gibt. Nimm insbesondere Deine Körperhaltung wahr.
  2. Stell dich für kurze Zeit auf den Ort der verbesserungswürdigen Situation und erlebe diese Erinnerung so, als ob sie jetzt geschehen würde. Nimm exakt die entsprechende Körperhaltung ein. Nimm auch kurz ein - vielleicht unangenehmes - Gefühl wahr. 
  3. Gehe wieder auf Meta, verändere Deine Körperhaltung. Geh vollkommen aus dem Gefühl des Ortes der verbesserungswürdigen Situation heraus. Du kannst den Ort der verbesserungswürdigen Situation dissoziiert von außen in einer neutralen und interessierten Haltung beobachten und bleibst dabei in einem guten inneren Zustand. Betrachte jetzt den Ort der verbesserungswürdigen Situation. 
  4. A) Welche Eigenschaft, Fähigkeit, innere Einstellung, Verhaltensweise etc. würde dir am Ort der verbesserungswürdigen Situation gut tun? Was davon ist das wichtigste? Was wünscht du dir am meisten?  

    B) Denke jetzt an jemanden, der in hohem Maße genau diese Eigenschaft, Fähigkeit usw. verkörpert und der dir als Mentor (Berater/in, Ideengeber/in) helfen kann. Ein Mentor kann eine Person sein, die du kennst oder gekannt hast, eine Person aus der Geschichte, aus einem Film oder einem Roman, ein Fantasie-Wesen, ein Schutzengel, ein Tier, eine Pflanze, oder ... 

    C) Stelle dir diesen 1. Mentor beim Ort M1 vor. Nimm von außen die Körperhaltung, die Bewegung der Hände, den Gesichtsausdruck, die Ausstrahlung deines Mentors wahr.  

  5. A) Stelle dich auf M1 und gehe in den Körper des Mentors hinein. Erlebe deinen Mentor von innen. Mach die Körperhaltung, die Bewegung der Hände, den Gesichtsausdruck, die Ausstrahlung deines Mentors nach. Erlebe das Lebensgefühl des Mentors. (Wenn im Hineingehen ein unangenehmes Körpergefühl aktiviert wird, dann gehe von M1 wieder auf die Meta-Position. Bewege dich und schüttle dich, bis du wieder in einem guten inneren Zustand bist. Dein Unbewusstes hat dir gesagt, dass dieser Mentor für dich nicht geeignet ist. Such dir einen anderen Mentor). 
  6. B) Du bist jetzt dein Mentor. Blicke als Mentor nach vorne auf den Ort der verbesserungswürdigen Situation und gib dir dort Ratschläge, Ideen, Tipps. Erzähle aus deiner Lebenserfahrung als Mentor, was am Ort der verbesserungswürdigen Situation verändert werden kann. 

    C) Sende die Energie mit Farbe, Symbol, Ton, Motto, Gefühl und Bewegung zum Ort ICH und nimm sie dort in dich jetzt auf. 

  7. Stelle dich auf die Meta-Position und wiederhole den Schritt 3 und 4 für andere Dinge, die dir zum Erreichen des Ziels gut tun mit einem weiteren Mentor und danach mit dem nächsten Mentor. Nimm so viele, wie du intuitiv für sinnvoll hältst: M2, M3, M4, ...
  8. Stelle dich auf den Ort ICH. Lasse die Mentoren sich hinter oder neben dich stellen und spüre ihre Ausstrahlung. Stelle dir dann vor, dass die Mentoren dich am Rücken oder an der Schulter oder am Arm sanft berühren. Höre die Empfehlungen der Mentoren, jeden mit seiner Stimme. Lass diese Botschaften in deinen Körper einströmen. Genieße diesen Zustand. Verteile das gute Körpergefühl in deinen ganzen Körper. Merke dir dein Atemmuster. Verbleibe für den Rest der Übung genau in diesem Atemmuster. 
  9. Gehe jetzt von ICH langsam zum ZIEL. Erzähle dir selbst die Botschaften deiner Mentoren. Lass den Verschmelzungsprozess geschehen. Nimm alles Neue in dieser Situation wahr. Schau dich um, höre zu und fühle, was jetzt alles anders ist. Genieße deine Fähigkeit, neue Ideen zu erfahren und Situationen auf selbstbestimmte Weise zum ZIEL zu führen. 
  

  

30. Core-Transformation allgemein

Core-Transformation wurde entwickelt von: Connirae und Tamara Andreas, "Der Weg zur inneren Quelle. Core-Transformation in der Praxis.", Junfermann, 1995, 350 Seiten, 44 DM 

  

Lass deine Kern-Intention (dein Licht) scheinen

Unsere größte Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sein könnten. 

Unsere größte Angst ist, dass wir grenzenlos mächtig sein könnten. 

Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, ängstigt uns am meisten. 

Wir fragen uns: Wer bin ich, um so brillant zu sein? 

Aber wer bist du, es nicht zu sein? ... 

Es dient der Welt nicht, wenn du dich klein machst. 

Sich zu beschränken, 

nur damit andere um dich herum sich nicht unsicher fühlen, 

hat nichts Erleuchtendes. ... 

Und wenn wir unser Licht scheinen lassen, 

geben wir damit anderen die Erlaubnis, es auch zu tun. 

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, 

befreit unsere Gegenwart automatisch andere. 

(Aus der Eröffnungsrede von Nelson Mandela 1994)
  

Für Connirae und Tamara Andreas handelt es sich bei einem Core-Zustand um "die tiefste Ebene dessen, was unsere Teile für uns erreichen wollen." Sie beschreiben fünf Gruppen von Seins-Zuständen, denen ihrer Meinung nach eine allgemeine Bedeutung zukommt: 

  1. "Sein" (being): die direkte Erfahrung der Gegenwart, voll da sein, sich als ganz gegenwärtig erleben, sich ganz erleben, voll im Hier und Jetzt sein. 
  2. "Innerer Friede" (inner peace): ganz in innerer Ruhe sein, eine innere Stille genießen, voll in sich ruhen.
  3. "Liebe" (love): bedingungslose Liebe schenken, bedingungsloses Geliebtwerden erfahren, umfassende Liebe erleben. 
  4. "Okay sein" (OKeness): das Gefühl, ganz o.k. zu sein, Selbstwert ohne jedes Tun oder Leistung erleben, seinen Eigenwert intensiv spüren, das Gefühl haben"Ich bin liebenswert, weil ich lebe". 
  5. "Verbundenheit" (oneness): die Erfahrung der Verbindung zur Natur, zu den Menschen, zu Gott, das Erleben umfassender Einheit, das Gefühl, mit allem eins zu sein. 
Diese Quellen-Zustände sind durch sechs Kriterien gekennzeichnet:  
  1. Es handelt sich um Seins-Zustände, bei denen nichts getan werden muß und bei denen nichts von außen passieren muß. 
  2. Sie haben keine äußeren Ursachen, wie z.B.: "ich bin glücklich, weil das geschehen ist". Sie können zu jedem Zeitpunkt unabhängig von äußeren Umständen erlebt werden. 
  3. Sie sind nicht reflexiv, wie z.B.: ich liebe mich. 
  4. Sie enthalten keine spezifischen Gefühle, wie z.B. hoffnungsvoll, stolz, befriedigt. 
  5. Sie enthalten ein spürbares körperliches Erleben, das die ganze Person ergreift. 
  6. Sie sind der Endpunkt in einer Kette von "sich noch besser fühlen". Auf die Fragen: "Was könnte noch wichtiger sein?", gibt es keine Antwort bzw. es werden die Konsequenzen des Quellen-Zustandes beschrieben, z.B.: "mein ganzes Leben würde sich ändern". 
Der Kern des Prozesses ist die Erforschung einer "Ergebnis-Kette": die gute Absicht eines Teils wird erkundet und solange hinterfragt, bis ein Seinszustand erscheint. 

Der Core-Tranformation-Prozeß stellt, so die beiden Autorinnen, einen "unmittelbaren Kontakt zu spirituellen Zuständen" her und bewirkt, daß das Bedürfnis nach festen Beliefs schwächer wird (s. S. 333). 

  

  

Hilfreiche Vorarbeiten auf dem Weg zur Core-Transformation: 

  1. Feedback: Welche Reaktionen bekommt A: Über den "Weltkanal" in Form von störenden Ereignissen, über den "Beziehungskanal" in Form von störenden Reaktionen von anderen Menschen, über den Körperkanal in Form von Krankheitssymptomen oder über störend Gedanken und Emotionen.
  2. S.C.O.R.E.: Wie erklärt sich A seinen Problemzustand? Was möchte A gerne in diesem Zusammenhang erreichen? Welche Ressourcen hat er schon dafür? Welche bräuchte er noch? Welchen Effekt hat es, wenn er sein Ziel erreicht? Weshalb ist es ihm wichtig, das zu erreichen? Welchen Auftrag gibt er mir dabei jetzt hier? Was hat er schon dafür probiert? Welche Vorteile hat das alte Verhalten oder Gefühl? 
  3. War das die Absicht deiner Kommunikation?: Welche Botschaften sendet er aus: "Wozu lädst Du andere Menschen ein?" "Welche Ereignisse oder Reaktionen ziehst Du an?"
  4. ISA (siehe nächste Seite): Wie lautet die Core-Frage und die dazu gehörenden Werte und Glaubenssätze? Welche Motive bewegen ihn dabei? Was ist der rote Faden in seinem Leben?
  5. Beginn des 6-Step-Reframing: "Wie und wo, in oder um Deinen Körper, nimmst Du das wahr, worüber wir gerade sprechen?" "Erforsche und begrüße diesen Bereich, vielleicht indem Du die Hand liebevoll darauf legst." "Frage in diesen Bereich hinein, wie er bereit ist jetzt hier mit uns zu kommunizieren und achte auf jede Reaktion die darauf folgt." "Was ist die gute Absicht in diesem Gefühl oder Verhalten?" "Was will dieser Bereich damit für Dich Gutes erreichen?" "Bedanke Dich auf deine Art angemessen bei dem Bereich (ev. Zitatcheck erbitten)."
  
 
31. Imperative Selbst-Analyse

Die Imperative Selbst-Analyse ist eine NLP-Anwendung, die den "Kern der Persönlichkeit" erforscht. Sie wurde von Leslie Cameron-Bandler entwickelt.  

Das Imperative Selbst ist ein Selbst, das - meist auf verborgene Weise - die Motive und Absichten eines Menschen lenkt ("imperativ" bedeutet "befehlend"). In der Imperativen Selbst-Analyse, abgekürzt ISA, soll dieses Selbst erkundet werden. Damit soll eine erhöhte Wahlfreiheit erreicht werden, sich selbst über dieses Selbst und seine Zwänge hinausentwicklen zu können. 

Die Imperative Selbst-Analyse ist die linguistische Beschreibung der Kernmuster der persönlichen Organisation eines Menschen, ein umfassendes Modellieren der ganzen Person. Die Erkundung des Imperativen Selbst wird ermöglicht durch eine komplexe Sammlung von Informationen über die Gefühle / Stimmungen und die darin enthaltenen Lebensthemen eines Menschen. In der ISA geht es nicht um eine einzelne Emotion, sondern um ein ganzes Set von Emotionen.  

Das Imperative Selbst drückt sich in einer "Scheinfrage" oder "Scheinaussage" aus. Die Scheinfrage ist eine Zusammenfassung der grundlegenden Beliefs, der Grundüberzeugungen eines Menschen (Core Beliefs) in einem Satz oder einer Frage. So stellt sich jemand z.B. völlig automatisch und unbewußt in allen Situationen immer wieder die Frage:  

"Kann ich hier jemanden helfen?"  

Diese Frage wirkt als machtvoller Wahrnehmungs-Filter. Sie zwingt ihn dazu, in einer bestimmten Weise zu denken, zu fühlen und zu handeln. Dazu gehören dann Werte, wie z.B., daß Helfen wichtig ist und es gehören Glaubenssätze dazu, wie z.B., daß gute Menschen anderen immer helfen müssen. Solche Einstellungen schränken die Wahrnehmung und die Verhaltensflexibilität ein. 

Ein anderes Beispiel: Wenn sich jemand fragt:  

"Weiß ich, wie ich es richtig tun kann?",  

so drückt sich in dieser Frage die Überzeugung aus, daß es einen richtigen Weg gibt, Dinge zu tun, und daß die Aufgabe nur dann erledigt werden sollte, wenn man den richtigen Weg kennt, sie zu erledigen.  

Schein-Aussagen und Schein-Fragen stehen nach der ISA im Dienste von "Grundmotiven" (Leitmotiven) einer Person. Diese Haupttriebkräfte werden häufig spürbar als eine Art innerer Zwang oder Druck.  

Die Erfüllung dieser Motive stellt das höchste Ziel, den höchsten Wert dar, für dessen Verwirklichung ein Mensch sich (oft erfolglos) einsetzt. Solche Triebfedern sind zum Beispiel Freiheit, Sicherheit, Macht, innerer Frieden, ein Gefühl von Zugehörigkeit, sich ganz lebendig zu fühlen.  

Ob diese dringenden Wünsche überhaupt erfüllbar sind, und ob sie in einer konkreten Situation erfüllt werden, bestimmt darüber, ob die Person sich unglücklich und unzufrieden fühlt, oder ob sie ihr Leben als Blühen und Gedeihen empfindet.  

  

  

Die ISA besteht aus drei Phasen:  

  1. In der Erkundungs-Phase erzählt der Klient von verschiedenen Ereignissen, die in seinem Leben wichtig waren. Der Therapeut/Coach frägt immer nach den Motiven und versucht ein allgemeines Muster, einen roten Faden, hinter den Berichten zu erkennen. Der Klient soll die Erkundung seiner Persönlichkeit auf eine angenehme Weise erleben: er bekommt einen Zugang zu dem, was für ihn im Leben eigentlich zählt. Er entdeckt Gedankengänge, Vorstellungen, Wünsche, die in seiner Seele gut bewahrt möglicherweise Jahrzehnte schlummerten, ohne daß sein Bewußtsein eine Ahnung davon hatte, daß genau diese Werte sein Handeln im Innersten die ganze Zeit über bestimmten. Die Entdeckung des Imperativen Selbst ist in der Regel mit einem Gefühl der Erleichterung und einem tiefen Verständnis für die eigene Lebensgeschichte verbunden. 
  2. Das Verständnis des inneren Lebenszusammenhanges bildet das Fundament für den Aufbau eines umfassenden neuen Selbstverständnisses (Selbstkonzept), das dem Leben des Klienten die Qualität des Blühens und Wachsens ermöglicht. Dazu gehört: Das Erleben des eigenen Wertes, des naturgemäß eigenen Einflusses und der Fähigkeit zu lernen - in allen Situationen und unabhängig von der Anwesenheit anderer Menschen, unabhängig auch von der Kompetenz, die der Mensch im Augenblick besitzt. Die Etablierung und Aufrechterhaltung von Kriterien und Verhaltensweisen, die dazu führen, daß sich jemand gut behandelt, und dazu, daß andere wissen, wie sie ihn gut behandeln können. 
  3. Der dritte Schritt besteht im Aufbau eines neuen Imperativen Selbst, in dem die erfolgreichen Anteile des alten aufgehoben sind und das dem Klienten auf ökologische Weise ermöglicht, mehr von dem zu leben, was er ist und was er werden kann. Das Ziel ist die Schaffung einer neuen Landkarte und einer neuen personalen Identität. 
Für den Aufbau eines neuen Imperativen Selbst läßt sich die Core-Transformation, die im nächsten Kapitel vorgestellt wird, sehr gut nutzen. 

  

32. Core-Transformation

Weg zum Core (Kern): "Wenn diese gute Absicht voll und ganz erreicht ist und in deinen Handlungen integriert ist, was will dann dieser Bereich für dich Gutes, das vielleicht noch viel wichtiger ist?" Jede Antwort als Stichwort aufschreiben und erforschen. Dann weitergehen und diese Frage solange stellen, bis ein Seins-Zustand erscheint. Dann den Seinszustand erforschen und entfalten. 

Transformation: Mit dem Seinszustand gehe ich dann alle Schritte zurück und frage nach: "Wenn Du von diesem Zustand ausgehst und ihn bei dem Thema, durch das wir hierher gekommen sind, als Ausgangspunkt nimmst, was bedeutet das dann für ..." Bei ... gehst du jetzt jeden Schritt langsam zurück bis zum Ausgangsproblem und transformierst durch die Quell-Ressource (den Seinszustand) jede Ebene.  

Core-Transformation mit Re-Imprint und TimeLine: In der erweiterten Form der Core-Transformation kann man auch in Form einer Mischung aus Re-Imprint und TimeLine die Zeitlinien zurückverfolgen bis zu einem Großelternteil, der diesen Core-zustand als Ressource gebraucht hätte, ihm diese Ressource geben und erleben, wie dann diese Core-energie von diesem Moment an das ganze weitere Geschehen inklusive Geburt und Leben des entsprechenden Elternteils und Geburt und Leben von A dadurch transformiert. 

Manchmal habe ich nicht die Zeit in einer Sitzung durch den ganzen Prozess durchzugehen und lasse mir dafür mehrere Sitzungen Zeit. 

        
        
       33. Thema 6: Systeme allgemein
Unter diesem Thema gibt es in den unterschiedlichen NLP-Instituten sehr große Unterschiede im Inhalt. Themen wie: Hellinger-Aufstellungen - auch auf Organisationen übertragen -, Lernende Organisationen nach Senge, das Harvard-Modell, Delphin-Strategien, Grundprinzipien der Gruppendynamik oder spezielle Systemische Vorgehensweisen sind sehr beliebt. 
    34. Entwicklungsphasen von Gruppen bzw. Teams
Teams oder Gruppen durchlaufen in ihrer Entwicklung unterschiedliche Phasen. Dabei werden die folgenden typischen Phasen unterschieden : 

1. Beschnupperungsphase - Forming: 

Die Situation ist für alle noch unvertraut. Anfangs wird eher vorsichtig, freundlich und zurückhaltend miteinander umgegangen. jeder sondiert das Terrain. Wir können auch von einer Testphase sprechen. An den Gruppenleiter wird in dieser Phase das Bedürfnis nach Orientierung und Strukturierung gestellt. 

Teilnehmer fragen sich welche ihrer Rollen hier erwünscht sind, wie offen sie sein können, wer ihnen sympathisch ist und was wer wohl von ihnen denkt. 

2. Kampf um die informelle Führung - Storming: 

Die anfängliche Zurückhaltung tritt in den Hintergrund. Konkurrenz und persönliche Differenzen werden spürbar und zum Teil offen ausgetragen. Die Gruppe differenziert sich, so dass ein breites Spektrum an Verhaltensweisen beobachtet werden kann. Nähe und Distanz sind noch nicht balanciert. Man kann auch von einer "Nahkampfphase" sprechen. 

Die internierte Führung erobert derjenige, der das stärkste Dominanzstreben in der Gruppe mit einem effektiven und akzeptierten Durchsetzungsvermögen gut zu vereinigen weiß und sich effektiv für die informellen Gruppenziele einsetzt. Viele Verfahrensfragen und Sachauseinandersetzungen spielen sich vor diesem Hintergrund ab. Wenn jemand z.B. Vorschläge zum Ablauf macht, meldet er damit einen Führungsanspruch an. Wenn er von der Gruppe dabei unterstützt wird, entwickelt er sich zur Meinungsführerin und ist der Gruppe näher als der Trainer. Je nach dem, wie der Trainer mit diesem Menschen umgeht, wird er mehr oder weniger Resonanz in der Gruppe finden. 

3. Eine Gruppenordnung entsteht - Norming: 

In dieser Phase werden die faktisch gelebten Normen und Werte innerhalb der Gruppe erkennbar. Regeln des Umgangs miteinander sind weitgehend etabliert. Es entsteht ein "Wir-Gefühle". Die Verständigung auf gemeinsame Vorgehensweisen wird möglich. Man kann auch von einer Organisierungsphase sprechen. 

Herausbildung einer Rangordnung: Innerhalb einer Gruppe bildet sich sehr schnell eine soziale Rangordnung von Ansehen, Geltung und Status des einzelnen im Vergleich zu anderen heraus. Die Mitglieder der Gruppe verfolgen sehr aufmerksam, wer wem was sagen darf und auf wen gehört wird. Solange eine Gruppe damit beschäftigt ist, die Führungsfrage zu klären und die Hackordnung herauszubilden, ist sie nur bedingt arbeitsfähig. 

Entwicklung eines Gruppenstandards: Es entstehen Verhaltensnormen, ein gewisser Gleichklang im Denken und Fühlen, in der gegenseitigen Beeinflussung, sowie ein anerkannter Level im Leistungsverhalten. Übertretungen und Abweichungen werden mit Sanktionen geahndet (vom Scherz bis zum völligen Ignorieren). 

Untergruppenbildung: Zweier bzw. Dreier-Sub-Gruppen entstehen vor dem Hintergrund gegenseitiger Sympathie, gleichen Interessen, von Schutzbedürfnissen sowie dem Bedürfnis nach Austausch von Meinungen und Eindrücken. Diese Sub-Gruppen denken und handeln ziemlich im Einklang. Wer Gruppen leitet bzw. führt sollte diese Verbindungen gut kennen. 

Rollenbildung: Im Laufe der gemeinsamen Erfahrung entwickelt jeder innerhalb der Gruppe beständige Verhaltensmuster im persönlichen Umgang mit anderen sowie in bezug auf seine Arbeit. Ein Leiter sollte wissen, wie zufrieden die Gruppenmitglieder mit ihrer jeweiligen Rolle sind, ob die Rollen untereinander verträglich und den Aufgaben der Gruppenmitglieder angemessen sind. 

Typische Rollen neben der informellen Führung sind: 

  • der/die Tüchtige: Dies ist meist nicht die beliebteste Person.
  • der/die Oppositionelle: Diese Person ist überkritisch, grenzt sich sehr ab und kann dadurch zum Führer werden.
  • der/die Emotionale : Diese Person zeigt Gefühle, spricht diese an und ist oft die beliebteste Person.
  • der/die nette Bemühte: Er/sie räumt z.B. freiwillig auf, bekommt aber sonst wenig Anerkennung.
  • der/die Angepasste: Dieser Personenkreis zeigt wenig Durchsetzungsvermögen, ist oft schüchtern und schließt sich den Starken an.
  • der/die Außenseiterln: Vielleicht ist diese Person später dazugekommen, hat Gruppentabus verletzt, sich nicht integriert.
Außenseiter: Personen, die in Gruppen am Rande stehen, zeigen Verhaltensweisen, die nicht (ganz) den Gruppennormen entsprechen. Damit erfüllen sie wichtige Funktionen. 

Aussenseiter können: 

  • die Grenzen der Gruppe verdeutlichen
  • den Zusammenhalt verstärken
  • in der Gruppe verdrängte Anteile leben
  • den Gegenpol zum Zentrum bilden
  • Abweichungen vom Gewohnten ermöglichen.
Die Frage, wie eine Gruppe mit Abweichungen umgeht, ist eine der Grundfragen für den Zusammenhalt. Außenseiterinnen fordern die Gruppe heraus, sich mit dieser Frage zu befassen. Sie können Vorbildfunktion haben oder zumindest besondere Beachtung und Aufmerksamkeit bekommen. Indem sie zeigen, was andere nicht können oder sich nicht trauen, sind sie leicht Angriffspunkt und werden oft (oberflächlich) abgewertet. Manche Personen wählen abweichendes Verhalten, weil sie dafür besonders viel Aufmerksamkeit bekommen. 

4. Zusammenarbeit findet statt - Performing: 

Die Gruppe ist arbeitsfähig. Routinen sind etabliert. Aufgaben werden abgearbeitet. Probleme werden in wohlwollender Atmosphäre angegangen. Lösungen werden erarbeitet, und gemeinsam getragen. Man kann auch von einer Leistungsphase sprechen. 

Selbstwert: All das, was in einer Gruppe passiert, hängt stark mit dem Selbstwert ihrer TeilnehmerInnen zusammen. Zugleich bedeutet eine Gruppe viel für den Selbstwert ihrer Mitglieder: Durch die Art und Weise des Beisammenseins kann der Selbstwert gestärkt oder beeinträchtigt werden. Als Trainerln bin ich ein wichtiger Einflussfaktor für das Selbstwertniveau in der Gruppe: Ich kann Erfolgserlebnisse vermitteln, Wertschätzung und Anerkennung ausdrücken, Schwächere schützen, Konflikte ansprechen und klären helfen. 

Diese vier Phasen sind idealtypische Verläufe. Gruppen, die arbeitsfähig geworden sind, haben allerdings weitgehend die Herausforderungen der jeweiligen Phasen angenommen und gangbare Wege gefunden. Das schließt nicht aus, dass Gruppen sich in interne Konflikte verwickeln können, die die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen oder gar lähmen. Dann kann es erforderlich sein, auf Konfliktmoderatoren oder Mediatoren zurückzugreifen. 

 
35. Zirkuläres Fragen

Zirkuläres Fragen wurde im Rahmen der systemischen Familientherapie entwickelt. Diese Art zu fragen, dient sowohl zur Gewinnung von Informationen als auch zur Einführung neuer Sichtweisen und neuer Informationen. Nach Gregory Bateson sind Informationen Nachrichten von Unterschieden oder anders gesagt ist eine Information ein Unterschied, der einen Unterschied macht. Alles andere ist Trivialität oder leeres Geschwätz. 

Zirkuläres Fragen zielt auf die Entwicklung der Meta-Ebene im Gespräch. 

Zirkuläres Fragen wurde in der systemischen Familientherapie von der Mailänder Schule um Mara Selvini Palazzoli Anfang der 80-er Jahre entwickelt. 

Zirkuläres Fragen bedeutet in der Familientherapie, jemanden über einen Dritten in dessen Gegenwart zu befragen ("Tratschen in Gegenwart der Betroffenen"). In der Familientherapie werden die anderen Familienmitglieder zum Verhalten des Patienten befragt, z.B.: Therapeut zur Tochter: "Wenn Dein Bruder morgens eine nasse Hose hat, wie reagiert Deine Mutter? oder Therapeut zur Mutter: "Wie verhält sich denn Ihre Tochter, wenn sie morgens sieht, dass das Bett nass ist?" 

Zirkuläres Fragen (Frage jemanden, was er denkt, was ein anderer denkt/erlebt/...): 

- "Wenn ich Ihren Mann, Mutter, Tochter, Abteilungsleiter, Chef, ... fragen würde, ...?" 

- "Wie sieht das wohl aus der Perspektive Ihrer Tochter, Ihres Vorstandes, ... aus?" 

- "Wie ist wohl die Meinung Ihres Mannes (...) über Ihre Tochter (...)?" 

- "Was vermuten Sie, dass Ihr Abteilungsleiter über seine engsten Mitarbeiter denkt?" 

- "Was ist nach Ihrer Meinung die Einstellung des Vorstandes zu dieser Angelegenheit?" 

    - "Wenn Sie sich in die Lage Ihrer Kunden versetzen, was denken Sie wie die es erleben, so behandelt zu werden?"
Zirkuläres Fragen nach Unterschieden: 
    - "Wie ist aus Ihrer Sicht der Unterschied zwischen den Erwartungen Ihrer Mitarbeiter und den Erwartungen Ihrer Kunden?"
- "Was denken Sie würden Ihre Mitarbeiter darauf antworten? 
    - "Was für Gründe bestehen bei den Mitarbeitern im Außendienst sich dafür zu entscheiden und wie bewerten das die Mitarbeiter im Innendienst?"
Zirkuläre hypothetische Fragen (im NLP als-ob-Fragen) 

Diese Fragen befreien von der Konkretheit tatsächlicher Antworten und offenbaren Hoffnungen, Ängste und Sehnsüchte. 

    - "Wie würden die Mitarbeiter darauf reagieren, wenn Sie diese Maßnahme anordnen würden?" 

    - "Wie wird das vermutlich in 2 Jahren von Ihren Mitarbeitern bewertet werden, wenn der aktuelle Sturm der Verärgerung sich gelegt hat? 

    - "Wie würde der Vorstand reagieren, wenn die Verkaufszahlen sich weiter verschlechtern würden?" 

    - "Wie würden sich Ihre Mitarbeiter verhalten, wenn in dieser Angelegenheit ein Wunder geschehen würde und die Verkaufszahlen sich positiv entwickeln würden? Wer würde es zuerst bemerken? Welche Erklärungen würden Ihre Mitarbeiter dafür zuerst finden?" 

    Wünschbare Alternativen lassen sich in zirkuläre Fragen einbetten 

    - "Wenn Sie sich entscheiden würden, sich schneller zur Wehr zu setzen, wen würde das am meisten betreffen?" "Was würde derjenige denken und wie würde er reagieren?"

Zirkuläre Fragen zum Effekt von Verhalten 
    - "Was beobachtet Ihr Mann an Ihrem Verhalten, wenn Sie sich depressiv fühlen?" 

    - "Was beobachten Ihre Mitarbeiter an Ihrem Verhalten, wenn Sie sich depressiv fühlen?" 

    - "Wie muss ich mir das vorstellen, wenn Sie ganz erfolgreich sind?" 

     
36. Kontextklärung bei Erstinterview

Im systemischen Erstinterview mit einer Familie, einem Team, Repräsentanten unterschiedlicher Bereiche einer Organisation etc. geht es darum, den Kontext zu klären, in dem die Beratung stattfinden soll. Auch hier können zirkuläre Fragen hilfreich sein. 

Im Folgenden sind einige typische Fragen zusammengestellt, die im Erstinterview fruchtbar sein können. Einige der Fragen sind Fragen, die der Berater sich selbst stellt. 

Berater 

  • Warum gerade ich?
  • Wie kam die Wahl zustande?
  • Was haben Sie über mich gehört?
Überweisungskontext 
  • Wie kam die Idee zur Beratung zustande?
  • Wer will die Beratung?
  • Wer verspricht sich am meisten von der Beratung?
  • Wer verspricht sich wenig oder gar nichts?
Zeitpunkt 
  • Warum gerade jetzt?
  • Was wäre, wenn jetzt nicht mit Beratung begonnen würde?
Funktion des Beraters 
  • Wie sehen Sie meine bzw. Ihre Rolle?
  • Soll ich etwas Neues befördern oder eine drohende Änderung abwehren?
  • Soll ich hier Managementfunktionen übernehmen?
Bisherige Lösungsversuche 
  • Was haben Sie bereits versucht?
  • Was davon war hilfreich - was nicht?
  • Was sollte ich gar nicht erst versuchen?
Verschlimmern 
  • Wer müsste was tun, um das Problem sogar noch zu verschlimmern?
  • Was müsste passieren, damit eine deutliche Verschlechterung eintrifft?
Ziele 
  • Was genau wollen Sie mit der Beratung erreichen?
  • Woran werden Sie den Erfolg der Beratung messen?
  • Angenommen die Beratung wäre erfolgreich, was wäre dann anders bzw. was könnte dann beobachtet werden?
Welche Fragen haben dir noch weiter geholfen? 
 
37. Verhandlungsinstrumente
Grundhaltungen beim Verhandeln

Hai: Nur an eigenen Interessen orientiert. 

Lamm/Schaf: Nur an den Interessen der anderen orientiert. 

Fuchs: Etwas an eigenen und etwas an anderen Interessen orientiert. Wägt ab. Vermittelt. 

Schildkröte: An keinen Interessen orientiert. Versteckt den Kopf im Panzer. 

Delphin: Stark an allen Interessen orientiert. Sucht nach der Lösung in anderen Dimensionen. 

Orientierungen beim Umgang mit Konflikten
Grundsätze aus dem Buch "Das Harvard-Konzept"

Nicht um Positionen feilschen sondern eine echte Verhandlungsbeziehung eingehen.  

  1. Sich klar sein über die "Beste Alternative" zur Einigung (Konfliktkosten, Verhandlungsrahmen).
  2. Menschen und Probleme getrennt voneinander behandeln. Den Menschen würdigen (Rapport).
  3. Auf Interessen konzentrieren, nicht auf Positionen. Die Interessen erforschen (positive Absicht).
  4. Entscheidungsmöglichkeiten (Optionen) zum beiderseitigen Vorteil entwickeln (Brainstorming).
  5. Den Streit umfunktionieren zur gemeinsamen Suche nach objektiven Kriterien für das Ergebnis. 
 
Weitere Verhandlungsinstrumente
  1. Haben Sie das mit ihrer Kommunikation beabsichtigt? Wie müßten Sie kommunizieren, damit der Andere Sie "richtig" versteht? = Flexibilität & Feedback
  2. Räumliche Positionen der Verhandelnden zueinander verändern, z.B. von gegenüber zu nebeneinander.
  3. Aktives Zuhören, Backtrack und verbalisieren emotionaler Erlebnisinhalte. = pacen
  4. Metaphern einsetzen in Form von: "Das erinnert mich an ... " = Sideways chunken 
  5. Geschichten erzählen zur Vermittlung einfacher Weisheiten, z.B. "Es geht, daß alle gewinnen.", "Es gibt immer eine Lösung, wenn man will". ...
  6. Auswirkungen aufzeigen: "Das würde dazu führen, daß ... "
  7. Präsuppositionen aufzeigen: "Das bedeutet, daß Sie davon ausgehen, daß ... "
  8. "Negatives" Verhalten von dahinterstehender positiven Absicht trennen, wie beim 6-Step.
  9. Dovetailing und win-win: Möglichkeiten zu beiderseitigem Vorteil entwickeln.
  10. Die selbe Strategie in der eigenen Argumentation benutzen. (ev. vorher Backtrack) 
  11. Assoziiert und dissoziiert mit Metapositionen anwenden: 1.,2.,3. Position
  12. Schritte aus der Zukunftswerkstatt oder aus der Disney-Strategie im Konflikt trennen: Kritiken, Phantasien, Konkretisierungen.
  13. Mindmap vom Problem gemeinsam zeichnen.
  14. Rollenwechsel der Streitenden zur gegensätzlichen Rolle, zur Entwicklung von Flexibilität.
Und was fällt dir dazu noch ein?
 
 
   38. Schule des Wünschens
  1. Vorbereitung: Der Mediator redet kurz mit A und B und klärt, daß ihn A und B als Mediator akzeptieren, und daß beide ihm das Recht einräumen, sie jederzeit zu unterbrechen. Eventuelle Inkongruenzen hier sofort klären.
  2. Thema und Ergebnis: Der Mediator klärt mit A und B das Verhandlungsthema. Dabei chunkt er solange hoch, bis für beide ein akzeptables Metaziel erreicht ist. Dann klärt er den allgemeinen Rahmen für das Ende der Verhandlung: Woran genau ist das erfolgreiche Ende für A und B erkennbar?
  3. Von der Kritik zum Wunsch: Der Mediator fragt A nach seinen Zielen in diesem Gespräch. Dann bittet er A den eigentlichen Wunsch, der hinter seiner Kritik oder Forderung an B steht, als Wunsch auszudrücken und B diesen Wunsch jetzt hier zu sagen.
  4. Wunscherfüllungsverhalten: Danach fragt der Mediator B, ob er weiß, was er tun muß, um den Wunsch von A zu erfüllen, wenn er das wollte. B sagt, was er meint, daß das sei. A wird gefragt, ob das so richtig ist. Bei "Nein" von A geht die Klärung solange, bis von A ein "Ja" kommt. Dann erst wird B gefragt, ob er bereit ist, den Wunsch von A zu erfüllen.
  5. Bei Ablehnung der Wunscherfüllung: Bei "Nein" oder unklarem "Ja" von B fragt der Mediator B, was er damit für sich oder die Beziehung erreichen will. Dieses Ziel wird dann in einen Wunsch von B an A verwandelt und wie bei 2. behandelt.
  6. Bei bedingter Zustimmung: Bei bedingter Zustimmung von B und wenn A diese Bedingung nicht akzeptiert, wird die Bedingung in einen Wunsch von B an A verwandelt und wie bei 2. behandelt.
  7. Future Pace: z.B. "Wie können Sie zusammen sicherstellen, daß Sie sich bei der nächsten Gelegenheit an dieses Verhandlungsergebnis erinnern und sich dann entsprechend verhalten?"
  
 
39. Antipathie-Format

Eine überarbeitete Form des Formats von Klaus Grochowiak und Susanne Haag, das sie in ihrem Buch: "Erfolgreich im Beruf mit NLP", erschienen 1997 im Falken-Verlag, auf S. 34 - 37 vorstellen. 

1. Stellen Sie sich die Person vor, auf die Sie bisher mit Antipathie reagiert haben. Was löst das unangenehme Gefühl in Ihnen aus? Ist es das, was Sie beim anderen sehen oder das, was Sie beim anderen hören? 

Wenn es das ist, was Sie sehen, schauen Sie sich die Person an und nehmen Sie wahr, ob es etwas in deren Gesicht ist oder an deren Körper. Im Gesicht kann es der Ausdruck der Augen sein oder die Art, wie der andere lächelt. Am Körper kann es zum Beispiel eine bestimmte Gestik oder die Körperhaltung sein. 

Wenn es das ist, was Sie hören, dann überprüfen Sie ob es die Worte, also der Inhalt ist oder ob es der Klang der Stimme ist. Beim Inhalt des Gesagten können es sowohl einzelne Worte sein als auch bestimmte Formulierungen. Beim Klang der Stimme kann es die Geschwindigkeit, der Druck oder ein bestimmtes Intonationsmuster sein. 

Nehmen Sie sich Zeit, um genau herauszufinden, was das unangenehme Gefühl auslöst. 

2. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit nun auf genau das, was die unerwünschte Gefühlsreaktion auslöst. Woher kennen Sie es und bei welcher Person haben Sie es ursprünglich erlebt? 

Stellen Sie sich diese Person nun vor. Wo genau sehen Sie das Bild dieser Person? Ist es genau vor der Nase oder ist es weiter weg? Müssen Sie nach oben oder unten, nach rechts oder links schauen, um die Person sehen zu können? Wirkt die Person "real" groß oder ist sie größer bzw. kleiner? 

Sollten Ihre inneren Bilder unbewußt sein, das heißt, sollten Sie sie nicht sehen, dann stellen Sie sich einfach vor, Sie sehen die Bilder. 

3. Stellen Sie sich nun den Menschen vor, gegenüber denn Sie bisher Antipathie empfunden haben. Wo sehen Sie das Bild dieses Menschen? Oftmals stehen die Bilder an der gleichen Stelle, so daß eine Art" Doppelbelichtung" geschieht. Man sieht beide Personen auf ein und demselben Platz und kann somit unbewußt nicht mehr auseinander halten, wer wer ist. 

4. Stellen Sie sich beide Menschen - den "aktuellen" und den aus Ihrer Vergangenheit - gleichzeitig vor und schieben Sie die Bilder so weit wie möglich auseinander (Sie sollten beide aber noch gleichzeitig sehen können). 

Was verändert sich in Ihrer Wahrnehmung, wenn Sie beide Personen deutlich getrennt voneinander sehen können? 

5. Schauen Sie jetzt die Person aus Ihrer Vergangenheit an und benennen Sie sie. Zum Beispiel: "Du bist mein Vater" oder "Du bist mein ehemaliger Lehrer". 

Schauen Sie dann zu der "aktuellen" Person und benennen Sie diese auch, zum Beispiel: "Du bist mein Arbeitskollege" oder" Du bist der Martin". 

6. Wiederholen Sie Schritt 5, bis für Sie gefühlsmäßig völlig klar ist, daß diese beiden Personen nichts miteinander zu tun haben. Es kann manchmal einige Durchgänge dauern, bis die Personen wirklich auseinander gehalten werden können. 

7. Testen Sie nun, was geschieht, wenn Sie an die aktuelle Person denken. Wie reagieren Sie jetzt auf diesen Menschen? Das Format ist erfolgreich beendet, wenn Sie an diese Person denken können, ohne die zuvor empfundene Antipathie zu spüren. Wenn diese Wirkung noch nicht ganz eingetreten ist, wiederholen Sie die Schritte so lange, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. 

  

 
   40. Zukünftige Geschichte entdecken

  

Position 1: Arbeitsraum 

1. An zukünftiges Ereignis oder zukünftige Herausforderung denken. 

2. In ressourcevollen Zustand gehen. 

Position 2: Erste Art 

1. A erinnert sich daran, wie er diese Herausforderung geschafft hat. 

2. B fragt danach, solange bis er davon überzeugt ist oder nicht. 

3. Feedback dazu und Separator-State 

Position 3: Zweite völlig neue Variante 

1. A erinnert sich daran, wie er diese Herausforderung geschafft hat. 

2. B fragt danach, solange bis er davon überzeugt ist oder nicht.  

3. Feedback dazu und Separator-State 

Position 4: Dritte völlig neue Variante 

1. A erinnert sich daran, wie er diese Herausforderung geschafft hat. 

2. B fragt danach, solange bis er davon überzeugt ist oder nicht.  

3. Feedback dazu und Separator-State 

Position 5: Meta-Raum 

    1. B redet mit A über die Position 2, 3, und 4 dissoziiert, d.h., sie schauen beide vom Meta-Raum aus in die jeweilige Richtung. 

    2. B fragt A: Was war das gemeinsame bei den 3 Geschichten? 

    3. Woran haben Sie jedesmal erkannt, daß Sie auf dem richtigen Weg waren?

  1. Wie war Form & Atmosphäre? Konzert, Tanz, Sport, Kampf, ... ?
Position 1: Arbeitsraum 
    1. Wie können Sie sicherstellen, daß Sie sich zur gegebenen Zeit an das gemeinsame Ihrer Lösungen erinnern? 

    2. Future Pace: Wie geht es Ihnen, wenn Sie an diese Herausforderung denken? 

      

     
41. Curriculum für den NLP-Master, DVNLP

Dauer  

Obligatorische Trainingszeit: 130 oder mehr Zeitstunden einschließlich Testing, die auf 18 oder mehr Tage zu verteilen sind; obligatorische Supervision: 15 Stunden Einzel- oder Gruppen-Supervision durch einen Lehrtrainer im zeitlichen Rahmen des Trainings und/oder nach dem Testing.  

Fähigkeiten des Masters und Kriterien für die Evaluierung und Zertifizierung  

Verhaltenskompetenz in allen NLP-Practitioner-Fertigkeiten und die Fähigkeit, mehrere von diesen kombiniert anwenden zu können. Integration der NLP-Grundannahmen auf Verhaltensebene. Die unten genannten Techniken und Verfahren sowohl bei sich als auch bei anderen anzuwenden. Weiterentwicklung der eigenen Wahrnehmungsfähigkeiten. Ökologische Veränderungsarbeit mit sich selbst und anderen leisten. Inhalts- und Prozeßebene zu unterscheiden und flexibel zu nutzen. Fortgeschrittene Rapportfähigkeit (mit einer Gruppe und einzelnen Rapport aufbauen und arbeiten zu können).  

Mindestinhalte  

  1. Präsentation, Demonstration von alltags- und berufsspezifischen Anwendungen durch die Teilnehmer 
  2. Meta-Programme 
  3. Kriterien und Werte: a) Identifizierung und Utilisierung, b) Hierarchie der Kriterien, c) Elizitation von komplexen Äquivalenzen, d) Anpassung und Veränderung von Kriterien 
  4. Sleight of Mouth 
  5. Fortgeschrittene Submodalitäten 
  6. Fortgeschrittene Beliefarbeit 
  7. Vertiefung von Milton-Modell und Meta-Modell 
  8. Multi-level-Kommunikation 
  9. Verhandlungsmodelle, Konfliktmanagement 
  10. Einführung in Präsentation und Arbeit mit Gruppen 
  11. Modelling, Vorgehensweise in einem Modelling-Projekt 
  12. Arbeit mit Systemen (Gruppen, Familien, Teams) 
  13. Erweiterte Timeline-Arbeit 
  14. Integrierende Modelle, z. B. SCORE, SOAR, ROLE 
Die verschiedenen fortgeschrittenen Techniken des NLP, wie z.B. Re-Imprinting, Visual Squash, Resolving Grief etc. sind als mögliche Beispiele für die vorgestellten NLP-Methoden zu betrachten und werden deswegen nicht extra aufgeführt. Die Inhalte werden methodisch durch theoretisch akzentuierte Vorträge und Erörterungen vermittelt sowie durch praktische Demonstrationen und Übungen. Der anwendungsbezogene Teil beinhaltet Beobachtung, Selbsterfahrung und Coaching.  

Schriftliches Testing  

Der obligatorische schriftliche Test überprüft die Vermittlung der Mindestinhalte und dient damit der Qualitätssicherung. Der Test soll zeigen, daß insbesondere die folgenden Inhalte verstanden und integriert sind: 1. Werte, 2. Glaubenssätze, 3. Arbeit mit Gruppen/Systemen, 4. Sleight of Mouth, 5. Modelling, 6. Meta-Programme, 7. Timeline, 8. Grundlagen der Arbeit mit Gruppen sowie Präsentationstechniken  

Die inhaltliche und formale Gestaltung des schriftlichen Testings liegt im Ermessen des Lehrtrainers. Das Teilnehmermaterial zum schriftlichen Testing wird drei Jahre archiviert. Innerhalb des angegebenen Zeitraums hat die Aus- und Fortbildungskommission des DVNLP das Recht, das Archiv insgesamt oder auszugsweise aus Gründen der Qualitätssicherung anzufordern und einzusehen. 

Praktisches Testing  

Die inhaltliche und formale Gestaltung des Testings liegt im Ermessen des Lehrtrainers und orientiert sich an den lebens- und berufspraktischen Erfahrungen der Teilnehmer.  

Das praktische Testing ermöglicht den Absolventen des Master-Curriculums, die verhaltensmäßige Integration der NLP-Axiome sowie der NLP-Techniken kongruent zu demonstrieren, und zwar insbesondere: Wahrnehmungsfähigkeit, Veränderungsarbeit mit sich und anderen sowie Rapport.  

 
 
 
 
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